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11.9.22

Der Temposünder als Triebtäter

Früher, als die Welt zwar auch nicht mehr gut aber doch besser war als heute hatte ich einen Punktetäter (alles Verstöße im Zusammenhang mit Schnellfahren) bei der Beratung, der dann anschließend seine MPU gemacht hat. Er ist dort durchgefallen, was mich nicht gewundert hat. Anschließend haben wir - das gehört zum kostenlosen Service - das Gutachten analysiert, das heißt ich habe ihm erklärt, warum er durchgefallen ist.

Im Gutachten wurde eine Äußerung über seine Ziele für die Zukunft so wiedergegeben: "...und wenn wo 30 steht, dann fahre ich 30, aber es ist eben keiner mit einem Heiligenschein geboren, die 20 km/h werde ich nie mehr überschreiten". So weit, so gut, wenn auch die Bemerkung mit dem Heiligenschein schon wieder eine sehr bedenkliche Äußerung ist. Dann aber fährt er fort: "auch meine Lebensgefährtin fährt ganz ruhig, auch wenn ich neben ihr tobe, daß sie zufahren soll, fährt sie nicht schneller." 

Ich habe ihm gesagt, mit diesem Satz alleine, auch wenn sonst alles einwandfrei gewesen wäre, habe er sich sein Grab geschaufelt. Ich denke, auch einem Laien ist unmittelbar klar, warum das so ist. Da hat er (anscheinend) die allerbesten Vorsätze, aber als Beifahrer (notgedrungen, sein Führerschein ist weg) treibt er die Fahrerin an, doch gefälligst schneller zu fahren.

In MPU, Kursen und Beratung habe ich die Erfahrung gemacht, daß Promillefahrer sehr rückfallgefährdet sind, außer sie hören mit dem Saufen auf. Und ich habe auch gelernt, daß Punktetäter (aus dem Bereich "Rasches Vorwärtskommen") noch sehr viel beratungsresistenter sind als Promillefahrer. Manchmal kommen mir diese Leute wie Triebtäter vor.

Es ist ja auch klar: Sie verlieren ihren Führerschein sehenden Auges. Der Promillefahrer tut etwas Verbotenes und er wird nicht und nicht erwischt, sein Verhalten ist erfolgreich und so setzt er es fort. Wird er dann irgendwann doch erwischt, so kommt gleich die große Keule auf ihn zu - der Führerschein ist weg.

Der Punktetäter macht von der Struktur her das Gleiche. Er setzt ein erfolgreiches Verhalten immer weiter fort. Wird er irgendwann erwischt (Radarfallen sind wahnsinnig selten, aber irgendwo sind sie halt doch), so folgt nicht gleich die große Katastrophe. Er muß Bußgeld bezahlen, er bekommt 2 Punkte, ärgerlich, aber nicht fatal. Er könnte daraus lernen, viele tun das, etliche aber nicht. Sie fahren weiter schnell, viel zu schnell, man wird ja fast nie erwischt. Bis sie zum zweiten Mal erwischt werden. Diesmal haben sie bereits 5 Punkte auf ihrem Konto. Ärgerlich, aber nicht weiter tragisch. Und so geht das weiter.

Für den Promillefahrer kommt das Verhängnis jäh und unvermutet (es ist ja so, so lange gut gegangen), der Punktetäter sieht auf seinem Weg zum Führerscheinentzug ständig Warnsignale. Achtung, du hast bereits 5 Punkte! Irgendwann kommt die Ermahnung der Führerscheinstelle, dann eine weitere. Und trotzdem erreichen sie irgendwann 8 Punkte, und ihr Führerschein, den sie lieben wie sonst nichts auf der Welt, ist auf einmal weg. Nein, nicht auf einmal, sondern planmäßig.

Ein Fun-Fact am Rande: 90 % aller Autofahrer mit deutschem Führerschein haben keinen Eintrag in Flensburg. Von den verbleibenden 10 % haben fast alle nur einen einzigen Eintrag. Nur eine verschwindend winzige Gruppe sammelt Punkte.

19.6.22

Autonom in die Knechtschaft fahren

Bei mir gleich um's Eck fährt die Emilia. Die Emilia ist eine Elektrobuslinie, die im Gewerbepark Regensburg im 10-Minutentakt mit maximal 18 km/h einen 1,1 km langen Rundkurs befährt. Es ist - natürlich - vorerst noch ein Pilotprojekt, man will die Schwachstellen herausfinden und gegebenenfalls korrigieren. In diesem Versuchsstadium fährt ein Mitarbeiter des Stadtwerks mit, um bei Pannen oder gar Zwischenfällen einzugreifen.

Generell bleibt der Eindruck, daß die maßgeblichen Leute in Wirtschaft und Politik große Hoffnungen in das Autonome Fahren setzen. Ich glaube eher nicht an die glorreiche Zukunft des Autonomen Fahrens, und das nicht wegen der Technik. Ich traue Technikern generell einiges zu, die finden bestimmt in absehbarer Zeit eine Lösung für die verbliebenen technischen Probleme.

Das Problem wird auch hier der Mensch sein. Aus psychologischen Gründen werden vollständig selbsttätig steuernde Autos höchstwahrscheinlich nicht zugelassen werden, man wird, wie jetzt schon im Probebetrieb in Kalifornien und Nevada, einen menschlichen Fahrzeugführer mit Führerschein für den Notfall vorschreiben.

Damit bist du als (Reserve-)"Fahrer" für jeden Fehler deiner Maschine verantwortlich. Während der Fahrt gemütlich ein Buch lesen ist nicht drin. Stell dir das mal vor: Du hockst da, sollst aufmerksam den Verkehr beobachten, hast aber eigentlich nichts zu tun. Es ist die Situation eines Fahrlehrers, denn letztlich ist er für das Auto und eventuelle Fahrfehler verantwortlich und nicht der Fahrschüler. Das ist Streß pur und in höchstem Maße frustrierend. Wie lange dauert es, bis du die Automatik ausschaltest und nach Alter Mütter Sitte selber lenkst?

Stellen wir uns vor, eines Tages seien tatsächlich sämtliche Autos serienmäßig mit diesen Autopiloten ausgerüstet. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man dann als Kfz-Besitzer den Autopiloten einschalten muß. Die Autohersteller werden dies zu verhindern wissen.

Wieso das denn?

Es gibt Autofahrer, es werden wohl die meisten sein, die ihren Wagen benutzen, um trockenen Fußes von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Dann aber gibt es noch jene, die ihr Auto auch als Sportgerät benützen, denen ist das Fahren an sich wichtig, das Ankommen ist nur ein angenehmer Nebeneffekt. Und genau jene sind es, die den Autopiloten nur sehr gelegentlich einschalten werden. Und es sind wiederum genau diese, von denen die große Gefahr ausgeht. Die nämlich wollen von ihrer Freude am Fahren nicht lassen. Wrrrrummm, rrrroaaarrr!

Man darf sich die Sicherheitslage auf unseren Straßen nicht so vorstellen, als wären sämtliche Autofahrer um nichts mehr besorgt als um ihre eigene Sicherheit und die der anderen.

Wir hatten in den fünfziger Jahren einen VW-Käfer. Als meine Mutter damals auf einer der in Niederbayern ganz, ganz seltenen Geraden mal 100 km/h erreichte, war das für uns Kinder eine Sensation. Ich habe mir seither schon oft gedacht, was für eine feine Sache es wäre, wenn man auf den heutigen Straßen und mit den heutigen Autos so fahren würde, daß 100 km/h eine Sensation sind.

In einer Diskussion im Usenet habe ich mal meine Phantasie vorgestellt: 30 km/h in geschlossenen Ortschaften, 70 km/h auf Landstraßen und 90 km/h auf der Autobahn. Sämtliche Autos sind serienmäßig so gedrosselt, daß sie gar nicht schneller fahren können als 100 km/h. Für den Fall, daß du einen akut Kranken ganz schnell ins Krankenhaus bringen mußt oder für andere akute Notfälle, gibt es einen Notknopf, den kannst du dann drücken. Der Notfall wird per Computer protokolliert und du mußt nachher den Notfall dokumentieren und für deine hohe Geschwindigkeit geradestehen.

Himmel, da war was los! Ich sei ein Befürworter des Überwachungsstaats, ein Kontrollfreak, wurde mir vorgeworfen.

Freie Fahrt für freie Bürger.

8.5.22

Vom Segen der E-Scooter

Früher® war das Leben auch nicht einfach, aber verglichen mit heute...

Früher® wolltest du brav sein und nach einem Besäufnis keinesfalls noch mit dem Auto oder Motorrad oder Moped heimfahren. Damitst du nicht als Besoffener in Versuchung kommst, hast du dein Fahrzeug daheimgelassen. Bist du dann aus dem Unterwirt gewankt, ist dir gar nix anderes mehr übergeblieben als wie heimzugehen, den Bus zu nehmen, die U-Bahn oder in Gotznam halt ein Taxi. Oder du bist mit dem Lindinger Sepp in ihm seinem BMW heimgefahren, weil der Lindinger Sepp zwei Bier und einen Schnaps weniger gehabt hat als wie du und deshalb als fahrtüchtig gegolten hat.

So war das, damals als die Welt noch in Ordnung war. Heute kommst aus der Whisky-Ranch gewankt, willst heimgehen und dann stehen auf dem Gehsteig drei E-Scooter. Schön blöd wärst, wennst du unter dieser Umständen noch heimgehen tätst. Du scannst den Scanfleck, zahlst mit dem Smartphone (weiß der Henker wie das geht) und ab die Post. Wenn sie dich erwischen, behandeln sie dich so, als wärest du mit dem Auto gefahren, obwohl die Fremdgefährdung mit dem Scooter erheblich geringer ist als mit dem Auto.

Und der Verkehrspsychologe lacht. Wennst du noch jung und in der Probezeit bist mußt du eh in einen Kurs, und ansonsten bist du spätestens mit 1,6 Promille dran. Der Verkehrspsychologe, also ich, hat was verdient und bedankt sich bei dir für die freiwillige Spende.

Und eh ich's vergesse: Beim Scheuer Andi bedanke ich mich natürlich auch, weil der die scheiß E-Scooter zugelassen hat.

Wir sehn uns im Kurs!

1.5.22

Reinhaun ist Tango

Der biedere Besorgte Bürger, im Volksmund häufig auch reaktionärer Dumpfboitl genannt, fordert gerne schärfere Gesetze. Schwanz ab, Kopf ab, aus die Maus!

Bei Regeln, gegen die der Besorgte Bürger selber und gerne verstößt, wird er dagegen merkwürdig sensibel. Ich rede jetzt mal von Verkehrsverstößen und Straftaten im Straßenverkehr. In diesem Falle hört man oft ein großes Gejammer über den hinterhältigen Staat, der seine braven Bürger mit Geldstrafen abzockt und durch Gerichtsverfahren und anschließender MPU entwürdigt. Um diesem leidigen Klagen ein Ende zu bereiten, schlage ich Leibesstrafen für gröbere Verkehrsverstöße vor, zu vollstrecken nicht am Fahrer, sondern am Auto.

Jeden Samstag nachmittag zerschlägt der kommunale Henker auf einem Öffentlichen Platz mit dem großen Vorschlaghammer Teile von Autos der Delinquenten, je nach Art und Schwere des Vorstoßes: Ein Scheinwerfer, alle beide, Scheibenfenster links etc. pp. Bei Wiederholungstätern darf dann schon auch mal das ganze Auto zu Klump gehaut werden. Und: Der Delinquent muß bei der Vollstreckung des Urteils dabei sein.

Das würde reinhaun. Seine Oma schiebt man schon mal in den Backofen, ihrem Auto aber wollen die wenigsten ein Leid antun lassen.

25.2.22

Der Stau und seine Beziehung zum Ungewußten

 Zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten gehören die Meldungen über Staus auf den Autobahnen zum selbstverständlichen Service jeder Radiostation. Ein bundesweiter Sender wie der Deutschlandfunk meldet zuzeiten lediglich jene Staus, die über 5 oder 10 oder gar 15 oder 20 km lang sind.

20 km Stau - das gibt zu denken. In Deutschland liegen die Autobahnausfahrten relativ dicht beieinander. 10 km Fahrt zwischen zwei Ausfahrten ist schon lang, häufig sind die Abstände deutlich kürzer, vor allem in den Ballungsgebieten, wo auch die Staus wahrscheinlicher sind.

Ich, der ich in inzwischen 54 Führerscheinjahren sehr selten in wirkliche Staus gekommen bin, stehe jedesmal fassungslos vor der Radiomeldung von 20 oder 30 km Stau. Viele dieser im Stau festsitzenden Autos stehen doch unmittelbar vor einer Autobahnausfahrt, die müßten doch bloß nach rechts lenken und könnten dann auf der Landstraße weiterfahren. Unbequem und vielleicht nur langsam weiterfahren, aber eben doch weiterfahren, statt für unbestimmte Zeit hilflos im Stau feststecken zu müssen. Das ist ja das Unangenehme am Autobahnstau: dieses hilflose Ausgeliefertsein an eine Situation, die du nicht mehr beeinflussen kannst. Das kann bald wieder weiter gehen, das kann aber auch noch viele Stunden so dauern.

Warum, frage ich mich seit langem, fahren die Leute nicht raus?

Weil's dort auch nicht weitergeht, werden einige sofort antworten. Andere Autofahrer, so die naheliegende Überlegungen haben die Staumeldungen im Radio gehört, sie haben die Autobahn lange vor dem Stau bereits verlassen oder sie fahren gar nicht erst drauf. Sie fahren nun auf der Landstraße und die ist natürlich noch schneller verstopft als die Autobahn. Es geht also auch dort nicht weiter.

Vor vielen Jahren fuhren wir Ende August von Regensburg aus an die norditalienische Adria. Lange vor Salzburg hörten wir auf Ö 3, daß es vor dem Tauerntunnel einen ca. 3 km langen Stau gebe. Es wurde eine Umleitungsempfehlung über die Autoverladung Mallnitz gegeben. Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir dieser Empfehlung folgen sollten. Wir dachten, es werde auf dieser empfohlenen Umleitung der Teufel los sein, weil jetzt alle, die noch nicht im Stau stehen, von der Autobahn runter fahren und diese Route benützen werden.

Wir sind dann doch abgebogen und - nichts war. Total tote Hose auf der Straße nach Mallnitz. Auch bei der Autoverladung war nichts los, keine Wartezeit, wir konnten sofort auf den Zug fahren und waren in kürzester Zeit durch den Eisenbahntunnel durch. Und die ganze Zeit über hörten wir wieder und wieder die Meldungen, daß der Stau vor dem Tauerntunnel immer länger werde und man doch bitteschön auf die Autoverladung...

Auf der Rückfahrt ist uns das gleiche noch mal passiert, diesmal von der anderen Seite. Die Tauernautobahn war bereits kurz hinter Klagenfurt absolut dicht, wir sind auf der parallel dazu verlaufenden Bundesstraße gefahren, auf der normaler Verkehr ohne Behinderungen war. Und immer wieder öffnete sich der Blick zur Autobahn mit den stehenden Kolonnen.

Warum also fahren die Leute nicht raus?

Die Erklärung liefert vielleicht eine Beobachtung aus den letzten Jahren. In den späten neunziger Jahren wurden die Routenplaner schnell zu absoluten Rennern auf dem Markt für Computerprogramme. Damals habe ich mich gefragt, wozu die gut seien. Wer eine ordentliche Karte hat, sagte ich mir, braucht doch kein Computerprogramm, um den schnellsten oder sonstwie günstigsten Weg von A nach B für sich rauszusuchen. Kurz drauf kamen die Navigationssysteme und wurden immer billiger. Sie sind heute in den meisten Autos schon serienmäßig drin. Wer braucht so was wirklich, außer vielleicht Fernfahrern, Handelsvertretern oder Taxifahrern?

Möglicherweise ist es vielleicht tatsächlich nicht nur die pure Lust an der technischen Spielerei, was Routenplaner und Navigationssysteme so beliebt macht.

Eine Bekannte in Regenstauf hat mir mal erzählt, daß es bei Urlaubsfahrten oft ein rechter Streß für sie sei, dort hinzufinden, wo sie hinwollten. Und wenn sie glücklich dort seien, kämen sie oft nur noch schwer zurück, weil sie den Weg andersrum nicht wiedererkennen würden. Straßenkarten? Nein, mit Straßenkarten könnten sie beide nichts rechtes anfangen.

Ist das die Erklärung für die kilometerlangen Staus? Daß die Leute ganz einfach drauf angewiesen sind, auf der gut beschilderten und nicht zu verfehlenden Autobahn zu bleiben, weil sie sich in der freien Prärie hoffnungslos verfahren würden? Sie stehen - und dies oftmals tagtäglich - im Stau, weil sie einfach zu dumm sind? Zu dumm, um aus dem Wagenfenster zu schauen?

Und: Die freie Prärie ist angstbesetzt.

Als seinerzeit die als Sklaven gehaltenen Israeliten aus Ägypten auszogen, sehnten sie sich bei der ersten Ernährungskrise nach den ägyptischen Ketten und den Fleischtöpfen des Pharao zurück. Und die in Deutschland lebenden Türken haben mit deutlich größerer Mehrheit für Erdogan gestimmt als die türkischen Türken. "Freilandhühner stimmen für Käfighaltung" hat's geheißen.

Die Schleichwege abseits von der Autobahn mögen ungewiß und manchmal sogar gruselig sein, sie sind in  jedem Falle spannender, als im Stau zu stehen. Lieber sich zum Lebkuchenhaus im Wald verirren und dort von der Bösen Hexe verspeist werden als im Stau vom ADAC mit heißem Tee versorgt zu werden, denn - samma sich doch mal ehrlich - dieser "Tee" ist in Wirklichkeit ja doch nur ein irgend gearteter Pflanzenabsud, Kamylenté [1] zum Beispiel.

Als ich vor Jahren eine Kurzversion dieses Blogbeitrages eingestellt hatte, gab's Kommentare: "Wir kennen es doch alle, dass es sich auf einer Straße aus unerfindlichen Gründen plötzlich staut." Auf den ersten Blick ist bei vielen Staus in der Tat keine Ursache zu sehen, allerdings sind die Gründe für diese Phantomstaus durchaus ersichtlich. "Und weil man es eben nicht weiß, ob und wann das passieren wird", fährt die Kommentatorin fort, "harrt man eben auf dem vermuteterweise doch schnellsten und direktesten Weg aus und hofft, dass nach der nächsten Biegung auf einmal freie Fahrt herrschen wird."

Achte mal auf das Verkehrsradio, antwortete ich ihr damals, die örtlichen Staus sind (fast) immer an den gleichen Stellen und zur selben Tageszeit. Ich muß kein Hellseher sein, um zu wissen, daß es auf der Autobahn zwischen Passau und Regensburg morgens kein Durchkommen gibt. Höre ich länger Verkehrsfunk (auf der Ausweichstraße etwa), dann kann ich nach wenigen Tagen schon ausrechnen, wann sich der Stau auflösen wird. Die Pendler wissen GANZ GENAU, was sie auf der Autobahn erwartet, trotzdem fährt so gut wie keiner auf Landstraße nördlich der Donau. Dort geht es zwar langsam voran, aber es GEHT voran. Auf den endgeilen Trick, mit der Regionalbahn nach Regensburg zu fahren, kommt sowieso (fast) keiner.

Wäre ich Personalchef der RUMSBUMS GmbH & Co. KG, dann würde ich Bewerber um eine Stelle danach fragen, wie sie zur Arbeit fahren. Wer "mit dem Auto" ankreuzt, bleibt weiter arbeitslos. Denn er (m/w/d) hat offensichtlich einen Schlag an der Waffel, ist engstirnig und dumm, so einer wählt auch Kurz & Strache [2].



[1]   Nix gegen Kamillentee, damit das klar ist, ich trinke ihn sehr gerne. Aber das Wort ist ein frivoler Frevel. Der Italiener ist da schlauer, er hat drei verschiedene Wörter, die wir allesamt mit "Tee" übersetzen müssen. Té ist Tee im engeren Sinne, also der Aufguß von Blättern der Teepflanze. Infuso ist Kräutertee, also der Absud irgendwelcher Pflanzenteile, Kamille etwa oder Lindenblüten. Tisana schließlich ist ein medizinisch eingesetzter Pflanzenabsud, Hopfentee etwa oder Baldrian.

[2]   So war das damals vor 4 Jahren. Erinnert sich noch wer an Karl-Heinz Strache, den Zeitungsverkäufer von Wien, der eigentlich Heinz-Christian heißt? 

2.1.22

Der leider nicht betrunkene Radlfahrer

Am Dienstag war ich im Waschsalon [1]. Als ich rauskam war es schon dunkel, ich strebe dem Bushäusl zu. Aus dem Nichts kommt ein Radler auf dem Radweg daher, hohe Geschwindigkeit, kein Licht und natürlich aus der falschen Richtung. Fast hätte er mich erwischt, freundlicherweise ruft er mir zornig zu, ich solle doch gefälligst aus dem Weg gehen. Ich nenne ihn einen Arsch und gebe ihm als Tagesmotto mit, er möge doch verrecken. Elendiglich, versteht sich.

 

Es wird meines Erachtens viel zu viel Geschiß gemacht um Alkohol auf dem Radl. Mit Alkohol auf dem Radl [2] gefährde ich in allererster Linie erst mal mich selber. Die Fremdgefährdung ist nahezu vernachlässigbar. Ich gehe sogar so weit, daß ich sage, die wirklich gefährlichen Radler sind die nüchternen. Die alkoholisierten Radler schwanken rum und fallen schließlich irgendwann auf die Schnauze. Die topfitten Velozipedisten dagegen jagen mit Höchstgeschwindigkeit wenige Zentimeter an den Fußgängern vorbei und - wenn's blöd läuft - eben nicht vorbei. Wir sollten alle den Saufköpfen auf dem Rad dankbar sein. Sie riskieren ihr Leben um unseres zu schonen. Ein Prost auf diese edlen Menschen!

 


[1]   Laßts euch nichts einreden, Kinder, es war nicht der letzte Dienstag, natürlich nicht, sondern der 2. No Fember! 2021.

[2]  Was viele nicht wissen: Wenn ich mit 2 Promille auf dem Rad erwischt werde, kann es passieren, daß mir während meines Führerscheinentzugs sogar das Radfahren (nüchtern, versteht sich) verboten ist, weil ein Fahrrad ja das Tatwerkzeug war. Werde ich dagegen mit 2 Promille am Steuer eines 20-Tonnen-Lkw-Hängerzuges oder eines vollbesetzten Reisebusses erwischt, bin ich vor dergleichen Mißlichkeiten sicher. In diesem Falle darf ich Radfahren, wann und wie ich lustig bin.

19.12.21

Heraklit in der U-Bahn

In dem zu Recht kaum bekannten österreichischen Internet-Plattform "Fisch und Fleisch" hat einst einer geschrieben:

Ich fahre oft mit der gleichen U-Bahn...

Eine eher leichtfertige Behauptung, denn der vorsokratische Philosoph Heraklit von Ephesos hat schon vor zweieinhalbtausend Jahren geschrieben: "Man steigt niemals in die gleiche U-Bahn". Dem Vernehmen nach soll er sich streng an diese Regel gehalten haben.

25.11.21

Zweng dem Zwang

Früher™ war alles besser und wenn nicht, dann ist es zumindest lange her. Früher™ aber - merkt auf! - gab es auch schon staatliche Zwangsmaßnahmen gegen Quersäufer und andere Freiheitsliebende.

Ich darf die Aufmerksamkeit des Publikums auf die berufliche Tätigkeit des hier indirekt zitierten Herrn Rempel richten.^Über die Gaststätte "Strohmann" zu philosophieren wäre in diesem Zusammenhang allerdings albern.

Im übrigen ist Politik immer Gewalt und dies unvermeidlicherweise. Wenn ich in Wien auf den Heldenplatz kacke, werde ich wegen dieser Ordnungswidrigkeit zu einer Geldstrafe verurteilt. Zahle ich diese nicht, bekomme ich Mahnungen, fruchten die nichts kommt schließlich der Exekutor [1]. Lasse ich den nicht rein, kommt er mit der Polizei wieder, die dann gewaltsam in meine Wohnung eindringt und mir Geld oder geldwerte Sachen wegnimmt. Politik ohne Gewalt ist keine Politik, sondern ein lustiges Gesellschaftsspiel. "Wenn Sie bitte so freundlich sein wollen, bei Rot nicht über die Ampel zu fahren.".

 

______________________________

[1]  Für diejenigen, die des Österreichischen nicht mächtig sind: Der Exekutor ist nicht der Henker, sondern der Gerichtsvollzieher. Wie die Folter so ist auch die Todesstrafe in Österreich leider immer noch abgeschafft. Weiß der Henker, wieviele qualifizierte Fachkräfte dadurch arbeitslos geworden sind.

19.9.21

Kleine Sünden bestraft der Liebe Gott sofort

Am Donnerstag mußte ich zum Arzt. Die Praxis ist nicht weit von meiner Wohnung entfernt - fußläufig, wie man heute sagt  [1] -, so daß ich mir einen kleinen Spaziergang dorthin gönnen wollte. Auf dem Weg komme ich an der Bushaltestelle vorbei und der kleine Teufel in meinem Ohr flüstert mir zu, ich könnte doch genausogut mit dem Bus fahren. Der kleine Teufel hat große Macht über mich und so nehme ich im Bushäusl Platz. Der Bus kommt, ich springe auf. Es ist der 4er-Bus, ich aber brauche den 8er, ich setzte mich wieder hin. Kurz drauf kommt der Bus auch schon. Ich steige ein, der Bus ist fast voll, anders als das sonst um diese Tageszeit der Fall zu sein pflegt.

Ich frage einen alten Mann [2], der mir gegenüber sitzt, ob er wüßte, wieso heute der Bus so voll sei. Er gab sich ahnungslos und noch während er den Kopf schüttelt, fällt mir auf, daß fast nur alte Leute (mich eingeschlossen) im Bus sind. Sekundenlang tippe ich auf einen Ausflug des Seniorenclubs Konradsiedlung, dann fährt der Bus geradeaus weiter, wo er eigentlich hätte abbiegen müssen. Verdammt, ich bin im falschen Bus, dem 34er, der aus dem Bayerischen Wald kommt. Das kommt davon, wenn du nicht hinschaust, welcher Bus kommt (ah, der 8er), sondern seine Ankunft theoretisch herleitest (das muß der 8er sein).

Ich steige aus und muß nun den Weg zum Arzt doch noch zu Fuß gehen, der Weg ist deutlich weiter als jener von meiner Wohnung aus zum Arzt.

Kleine Sünden... eh schon wissen.

 



[1]   Genaugenommen ist natürlich auch Peking fußläufig von meiner Wohnung entfernt, nicht jedoch Frauenchiemsee.

[2]   Fast so alt wie ich selber.

14.9.20

Von den Segnungen von Alkohol am Steuer

An einem frühen Sonntagmorgen hat ein junger Autofahrer mit seinem nagelneuen BMW einen spektakulären Unfall gebaut. Der 30-Jährige fuhr zwischen 3.00 Uhr und 3.30 Uhr, auf der Straße von Eching am Ammersee in Richtung Türkenfeld. Zwischen Kottgeisering und Türkenfeld, auf Höhe von Peutenmühle-Pleitmannswang, fuhr er laut Polizei geradeaus weiter statt abzubiegen - da war aber keine Straße mehr.

Der Wagen flog zehn Meter bis er schließlich in dem Weiher landete. Der Fahrer konnte sich selbst befreien, das Wasser ist nicht sehr tief. Obwohl niemand etwas von dem nächtlichen Fahrzeug-Bad mitbekommen hat, meldete er sich bei der Polizei in Fürstenfeldbruck. Er gab zu, etwas getrunken zu haben. Knapp 1,6 Promille ergab der Test laut Polizeisprecher. 

Da soll nochmal einer was gegen Alkohol im Straßenverkehr sagen. Was der junge Mann gemacht hat, ist die verantwortungsvollste Art und Weise, mit einem BMW umzugehen: Kaufen, schnurgerade im nächsten Weiher versenken. Was alles hätte passieren können, wenn der 30jährige Zigtausende von Kilometern mit seinem BMW gefahren wäre. BMW-Fahrer sind bekanntlich ziemlich wirr im Hirn.

Im Verkehrsministerium in Berlin wird derzeit an einem Gesetzentwurf gearbeitet, der das Strafgesetzbuch und die deutschen Straßen verändern wird:

"Wer einen BMW oder Mercedes oder Audi oder sonst ein Auto über 120 PS erwirbt, wird wegen charakterlicher Nichteignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges mit Führerscheinentzug nicht unter einem Jahr bestraft. Vor der Führerscheinwiedererteilung ist eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) abzulegen. Im Wiederholungsfall greift eine Leibesstrafe, zu vollstrecken am Auto, nicht am Fahrer."

19.3.20

10 % der Verkehrstoten sind alkoholbedingt

Wer Statistiken zu lesen versteht, erkennt, daß Nüchterne im Straßenverkehr sehr viel gefährlicher sind als Betrunkene. 10 % aller Verkehrstoten kommen bei Unfällen um's Leben, bei denen mindestens einer der Beteiligten über das erlaubte Maß hinaus betrunken war.
Das heißt, 90 % der Verkehrstoten verdanken ihren Tod nüchternen Fahrern. Wenn uns das nicht zu denken gibt, dann kann uns nichts zum Denken anregen.



28.1.20

Lebensretter Alkohol

Seinen neuen BMW hat ein Mann nahezu direkt in einen Weiher gelenkt. Der 30-Jährige war einfach immer weiter geradeaus gefahren - auch als die Straße endete.
Da soll nochmal einer was gegen Alkohol im Straßenverkehr sagen. Was der junge Mann gemacht hat, ist die verantwortungsvollste Art und Weise, mit einem BMW umzugehen: Kaufen, schnurgerade im nächsten Weiher versenken. Was alles hätte passieren können, wenn der 30jährige Zigtausende von Kilometern mit seinem BMW gefahren wäre...
https://www.fischundfleisch.com/theodor-rieh/fahrverbote-44879

27.6.19

Die Mafia und andere Automobil-Clubs

Zuzeiten kann es passieren, daß im real-Markt der ADAC einen Informationsstand aufgebaut hat, der vorrangig dazu dient, neue Mitglieder zu werben.
Einen Moment lang nicht drauf geachtet, worauf sich dein Blick richtet und schon spricht dich der ADAC-Frau an.
"Wolln's Mitglied bei uns werden?", frägt mich die ADAC-Mann [1]. Ich winke ab. "Nein, ich bin schon bei der Camorra. Die würden mich töten, wenn sie erführen, daß ich zur Konkurrenz gewechselt bin", antworte ich höflich und gehe weiter.



[1]   Hat einer gemerkt, wie elegant ich hier gegendert hab?

15.6.19

Montorradfahrer

Motorradfahrer sind pervers!
Wer etwas anderes sagt, lügt oder ist selber einer - also pervers, wie gesagt.
Wo der gewöhnliche Autofahrer danach strebt, so bequem und störungsfrei wie nur möglich von einem Punkt A zum Punkt B zu gelangen, ist dem zünftigen Motorradfahrer mit solchem Komfort wenig gedient. Wo alle Bemühungen des Pkw-Schofförs in der Ankunft vor Ort ihren vornehmsten Zweck erfüllt finden, ist dem Zweiradraser das Eintreffen am Ziele eher eine peinliche Verlegenheit, jäher Abbruch des eigentlichen Vergnügens. Das Fahren an sich und als solches ist ihm Letzter, Heiliger Zweck allen Seins. Ein so genanntes "Ziel" dagegen ist allenfalls ein - gelegentlich kunstvoll konstruierter - Vorwand. Nicht das seiende Sein (ontos on, griech. ὄντως ὄν),, eigentlich ja: "wirklich seiend") im Sinne des Da-Seins (und ergo: Da-Bleibens) liegt dem Motorradfahrer am Herzen. Vielmehr ist ihm, der sich ganz als platonisches Flitzwesen (zoon kinetikon, ζῷον κινητικὸν) versteht, alles Sein ein flüchtiges (ens movens). Mögen errötende Lichter das eine oder andere Mal ein Verweilen erzwingen, so triumphiert im anschließenden Neu-Ergrünen der Ampel doch wieder die Heraklit'sche Dialektik des "panta rhei (πάντα ῥεῖ) alles flitzt". Pffft - kracks - quietsch - röhr ... und in laschen 6 Sekunden ist er wieder von 0 auf 100.
Wie gesagt: Motorradfahrer sind pervers.

Als ich noch der Waldbauernbub war haben bei uns daheim in Niederbayern einige von "Montorrad" gesprochen, was ich ein halbes Leben lang als regionale Narretei angesehen habe. Erst im reiferen Mannesalter erfuhr ich, daß es ganz normaler bairischer Dialekt ist. Karl Valentin hat übrigens schon seinerzeit gegendert wie Sau. Ein Beruhigungsmittel garantiert ohne schädliche Nebenwirkungen hat er auch erfunden.

10.2.19

Alkerholgrentswerte und anderes Zeuch

Ein Kollegah von wegen Verkehrspsychologe hat mir folgende Graphik aus der Website "mobil und sicher" der Verkehrswacht zugänglich gemacht.
 Die Grafik zeigt sehr schön, daß der ganz überwiegende Schwerpunkt der Trunkenheitsfahrten im Be­reich weit jenseits der heute schon gültigen BAK-Grenzwerte liegt. Das heißt eine Herabsenkung der BKA-Grenzwerte bringt genau gar nichts. Dem normalen Trunken­heits­fah­rer ist es völlig wurscht, ob er mit seinen 2 Promillen 0,9 Promille über dem Grenzwert liegt oder - sagen wir mal - 1,5 Promille.
Wie immer gibt es natürlich 1 Ausweg, gefunden hat ihn ein Verkehrspsychologe (wer sonst?).
Abgesehen davon liegt die Promille-Obergrenze, ab der sich nicht mehr das Ordnungsamt, sondern die Strafjustiz mit mir befaßt, seit 1961 (!, damals war ich noch der Waldbauernbub) bei 0,3 Promille ([1]). Die 0,5 beziehungsweise 1,1 Promillegrenze ist eine großzügige Sonderregelung für hardcore-alkoholgewöhnte Kraftfahrer.
Müßte ich nicht befürchten, daß die Donau Hochwasser führt und Wien darob absöffe, ich würde weinen, daß es nur so eine Art hat.




[1]   Das gilt für Raichsdaitschland, ich nehme an, daß das für die Kolonie Ostmark entsprechend gilt.

25.4.18

Alkerhol und Straßenverkehr


Weltweit stürben, so lese ich es auf der Website der Allianz-Versicherung, 10 % der Verkehrstoten wegen Alkohol. 10 %, man stelle sich vor!
Heißt: 90 % des Gemetzels gehen auf das Konto von nüchternen Autofahrern. Das sollte uns zu denken geben. Im Wort "nüchtern" steckt das Wörtlein "nücht", also so viel wie "Nein danke, ich bin mit dem Auto da". Kein verantwortungsvoller Mensch sollte unter 0,8 Promille Auto fahren, anderenfalls er die Wahrscheinlichkeit, einen tödlichen Unfall zu verursachen, verneunfachen würde. Das gilt natürlich auch für Motorrad oder Fahrrad oder Rollstuhl ([1]).


[1]   Du sagst, "Rollstuhl" wäre geschmacklos in diesem Zusammenhang? Der Gesetzgeber aber, wahrlich, wahrlich ich sage euch, schreibt, es werde wegen Trunkenheit im Verkehr jener bestraft, der unter dem Einfluß von Alkohol oder anderer berauschender Mittel mit einem Fahrzeug (das muß kein Kraftfahrzeug sein) am Straßenverkehr teilnehme. Wenn du dir also beim Oberwirt mit Bier und Schnaps den Umstand deines Behindertseins schönsäufst, trifft dich die volle Härte des Gesetzes und du darfst nicht länger mit dem Rollstuhl vor die Haustür, dir das tägliche Brot zu kaufen. Robben, ja okay, robben wäre eine Alternative.
Welche Arsenlöcher denken sich eigentlich solche Gesetze aus?

19.3.18

Fahrverbote

Der neue Verkehrsminister Andi Scheuer ist anscheinend wirklich der harte Hund, als den er sich ausgibt.
Wie aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, arbeitet sein neu erobertes Ministerium an einem Gesetzentwurf, der das Strafgesetzbuch und die deutschen Straßen verändern wird:
"Wer einen BMW oder Mercedes oder Audi oder sonst ein Auto über 120 PS (1) erwirbt, wird wegen charakterlicher Nichteignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges mit Führerscheinentzug nicht unter einem Jahr bestraft. Vor der Führerscheinwiedererteilung ist eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) abzulegen. Im Wiederholungsfall greift eine Leibesstrafe, zu vollstrecken am Auto, nicht am Fahrer."
Ein Hund ist er schon, der Scheuer Andi, aber das hatte ich bereits eingangs erwähnt.
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(1) Was ein Glück, mein Auto hat genau 120 PS.

8.2.18

Effenberg und -tal


Es geschah an einem Wiesnwochenende in München

An einem Wiesnwochenende Ende September 2015 ham's den ehemaligen Futsbol-Profi St. Effenberg (Name von der Redaktion nicht geändert) in seinem Jaguar auf der Ungererstraße in München mit 1,3 ‰ erwischt. Ich mein, wer zur Wiesnzeit in München und um München und um München herum besoffen fährt, dem gehört sowieso der Führerschein lebenslang entzogen, und zwar wegen Hirnfraß im Endstadium.
Ich hab mal einen bei der MPU gehabt, der ist von der Disco weg zur Polizei gefahren, um dort Anzeige wegen Beleidigung zu erstatten. Selbstverständlich hat er seinen Wagen nicht ums Eck rum geparkt, sondern direkt vor der Wache, dort wo ein Schild meint, der Platz sei nur für Einsatzfahrzeuge da. Ich mein, so was ist natürlich noch blöder, ein doppelter Effenberger sozusagen.
Aber klar, als MPU-Psychologe willst auch von was leben.

20.3.17

Vorläufer

In den ganz frühen Zeiten des Automobilismus schützte man sich vor Rasern durch die Vorschrift, daß vor jedem Automobil ein Läufer herlaufen müsse, welcher mit einer Tröte oder durch lautes Rufen und Fahnenwedeln die ahnungslosen Passanten zu warnen hatte, daß jetzt gleich ein Auto käme.
Würde man dies heute wieder einführen, so würden sich die Unfälle drastischst reduzieren. Und das Problem der Arbeitslosigkeit wäre deutlich gelindert.

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...