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13.4.23

Meine Medikamentenuhr

ER-WIN: So eine Medikamentenbox für die ganze Woche ist wirklich eine feine Sache.

SIE-WIN: Ah, geh.

ER-WIN: Oh ja, seit ich meine neue Medikamentenbox habe, weiß ich immer genau, wie spät es ist.

SIE-WIN: (skeptisch) Du kannst wirklich anhand dieser Plastikschachtel die genaue Uhrzeit ablesen?

ER-WIN: Das nicht, aber ich weiß dadurch immer genau, welcher Wochentag heut ist.

SIE-WIN: (geht schluchzend hinaus).

19.6.22

Der Transenhasser und die Meinungsfreiheit

Von Anbeginn der Zeit treibt sich auf "Fisch und Fleisch" ein Blogger herum, dessen Name hier vornehm verschwiegen werden soll. Dieser Blogger ist zum Beispiel der Meinung, Folter und zwangsweises Ficken sei eine feine Sache.

"wenn der im Gefängnis ausrastet, dann sollten ihn die anderen Häftlinge mal ficken, dass scheint er zu brauchen." Sein Kumpel pflichtet ihm bei "warum soll man für den steuergelder verschwenden?" und unser Held gibt zurück: "genau man sollte mal über die Todesstrafe nachdenken. obwohl das bei solchen Tätern auch human wäre- dann besser foltern wie im Mittelalter. Der sollte spüren was er gemacht hat--als Mensch gilt der nicht mehr."

Ich habe damals in einem Blogbeitrag auf diese Ungeheuerlichkeiten hingewiesen, mit der Folge, daß prompt mein Blogbeitrag gelöscht wurde. Ich habe zwar den Namen des Folter- und Arschfickfreundes nicht genannt, wohl aber drauf vergessen, bei den Screenshots Name und Avatar zu schwärzen. Mit Verzögerung wurden dann auch die Kommentare vom Netz genommen, möglicherweise wurde der Übeltäter auch für eine Weile gesperrt [1]. Das ist inzwischen fast drei Jahre her, der Arschfickfreund bloggt hier munter weiter, obwohl er Wiederholungs- und Triebtäter ist.

"Nachlesen wie die Engländer die Schwarzen sahen und behandelten--da wurde von einer primitiven Rasse gesprochen - von Neger - und das war normal - weil sie ja auch recht hatten." Auch dieser Blogbeitrag wurde vom Netz genommen, der Erzrassist darf dagegen unbehelligt weiter bloggen.

Besonders gerne beleidigt unser Rassist Frauen, zur Not tun's auch Halbfrauen:

"zeigt Euch endlich mit Bildern IHR Transen". Das war vergleichsweise harmlos, es geht aber weiter: "wenn ich eine transe wäre, würde ich Selbstmord machen." Das ist eindeutig beleidigend, diskriminierend und verhetzend. Der Mann testet systematisch aus, wie weit er gehen kann. Er haut Sätze raus, wegen denen er längst aus -zig anderen Foren geflogen wäre.

Damit wir uns richtig verstehen: Es herrscht Meinungsfreiheit, klar, in Österreich, Deutschland und auf "Fisch und Fleisch". Es herrscht Meinungsfreiheit schon alleine deshalb weil Meinungen nicht verschwinden, wenn man das Aussprechen dieser Meinungen verbietet. In der DDR hat man genau das gemacht, man hat das Aussprechen bestimmter Meinungen verboten und sanktioniert - mit der Folge, daß man einen riesigen und teuren Spitzelapparat aufbauen mußte, um herauszufinden, was die oberflächlich angepaßten DDR-Bürger wirklich dachten. Im heutigen Deutschland und Österreich kann jeder seine Meinung in einem sehr weitgesteckten Rahmen sagen und schreiben, ohne daß er Sanktionen erleiden muß. Meinungsfreiheit heißt aber nicht, daß jeder und das überall seine Meinung sagen darf. Es gibt ausreichend Fachpublikationen für Nazis und anderes Gelichter.

Ach ja, ohne ein bisserl Obszönität darf mein Blogbeitrag natürlich nicht zu Ende gehen:

Beim Schwanawirt is's lustig, beim Schwanawirt is Danz,

Da packan die Madln de Buama beim

Schwanawort is's lustig...

Dieses schöne Lidl kannst du nun bis an's Ende der Ewigkeit singen.



[1]   Auf "Fisch und Fleisch" wird - anders als beim Eishockey - nicht mitgeteilt, wer gerade auf der Strafbank sitzen muß.

4.6.22

Brustvergrößerung leicht gemacht

Ein wirklich interessantes Geschäftsmodell. Interessentinnen möchten sich bitte per Persönlicher Nachricht bei mir melden. 

13.5.22

Kiffen für die Freiheit

Der perfekt glatzköpfige Herr ohne Krawatte und mit dem starren, verspannten Gesicht [1] ist Andreas Deffner, seinerzeit einer von 5 (!) Pressesprechern von Bundesgesundheitsminister Gröhe im Kabinett Merkel III.

Vor Zeiten stellten sich fünf Mitglieder der Grünen Jugend vor das Gesundheitsministerium in Berlin-Mitte, rauchten demonstrativ einen Joint, jeder seinen eigenen, versteht sich und forderten die Freigabe von Cannabis. Nur durch Legalisierung seien Drogenprobleme überhaupt in den Griff zu bekommen. Deffner hält dagegen: Eine Legalisierung würde suggerieren, die Droge sei nicht gefährlich. Das wäre ein völlig falsches Signal und ein gesellschaftliches Experiment mit unklarem Ausgang.

Was für eine krause Argumentation! Ist Alkohol legal? Ist Alkohol gefährlich? Tabak ist legal und gefährlich, niemand macht sich Illusionen. Dasselbe gilt für Autos, für die Bundeswehr, für die ostasiatische Brenzelfanne [2]. Die Aussage "Cannabis ist weniger gefährlich als Alkohol" ist einerseits richtig, andererseits heißt "weniger gefährlich" nicht "ungefährlich". Und was das "gesellschaftliche Experiment mit unklarem Ausgang" angeht: Experimente macht man in der Wissenschaft genau deswegen: Der Ausgang ist unklar und das Experiment soll Klarheit bringen. Experimente mit klarem Ausgang sind die Lehrexperimente, die wir aus der Schule kennen, aber selbst die verlaufen manchmal anders als geplant.

Abgesehen davon wäre es ja keinesfalls eine völlig neue Erfahrung, die unsere Gesell­schaft mit legalem Cannabiskonsum machen würde. Ich möchte dran erinnern, daß es gerade mal etwas mehr als 90 Jahre her ist, seit in Deutschland und in vielen anderen Ländern des westlichen Kulturkreises Köst­lichkeiten wie Opium, Morphium, Kokain oder Cannabis verboten wurden. Vorher waren sie frei in jeder Apotheke oder sonst einem Ladengeschäft erhältlich, keiner machte ein Geschiß darum.

Sherlock Holmes setzte sich die 7-Prozent-Lösung Kokain, Thomas de Quincey veröffentlichte unbehelligt seine "Bekenntnisse eines englischen Opiumessers", Hegel schnupfte seinen mit Cannabis versetzten Tabak (High durch Schmai) und Wilhelm Buschs Lehrer Lämpel rauchte des abends gemütlich seine Pfeife Knaster, also einen mit Hanfsamen aufgepeppten Tabak.

Um 1905 rum brachte die Firma Bayer ein neuartiges Medikament gegen die Opiumsucht auf den Markt - Heroin. Schnaps gegen Biersucht. Kein Satiriker traut sich so was auszudenken. Außer Jaroslav Hašek: Von Hašek gibt's eine Geschichte ("Alkoholikeridylle"), in der ein Prager Apotheker Schnaps als Medikament gegen übermäßigen Bierkonsum anbietet, womit es eine besorgte Ehefrau schafft, aus einem sehr mäßigen Biertrinker einen haltlosen Schnapsalkoholiker zu machen.

Egal. Ende der zwanziger Jahre kam dann das Verbot all dieser Drogen, in den USA wurde sogar die gefährlichste aller Rauschdrogen, der Alkohol verboten. Heroin, ein Produkt der Firma Bayer gegen Morphiumsucht, wurde allerdings erst in den späten 30er Jahren verboten, Pervitin, heute bekannt als Crystal Meth, noch viel später. Die nunmehr verbotenen Drogen waren damit nicht verschwunden, sie wurden durch das Verbot nur wesentlich teurer und wesentlich gefährlicher, denn keine neutrale staatliche Zulassungsbehörde kontrollierte nun noch die Einhaltung von Standards bei der Herstellung. Ist seither das Drogenproblem geringer geworden?

Der austro-amerikanische Psychologe Paul Watzlawick hat zusammen mit Kollegen das Problemlösungskonzept des Mehr desselben formuliert.

Drogen sind gefährlich, klar, also besteht verantwortliches Handeln darin, Drogen zu verbieten. Ich ziehe Bilanz und stelle fest, daß das mit dem Verbot so recht nicht funktioniert, was daran liegt, daß ich nicht konsequent genug gegen den Drogenhandel vorgegangen bin. Ich verschärfe die Gesetze, ich ziehe Bilanz und stelle fest, daß es immer noch nicht funktioniert. Das geht eine Weile so und schließlich muß ich beobachten, daß die Gefährlichkeit der Drogen durch das Verbot gestiegen ist.

Als Heroin von der Firma Bayer auf den Markt gebracht worden ist, wurde es oral eingenommen und galt als probates Hustenmittel, auch und gerade für kleine Kinder. Es wurde - übrigens lange nach dem Verbot von Cannabis - schließlich verboten. Nun verschwindet eine Droge nicht einfach durch ein Verbot, solange es Bedarf danach gibt, wird sie weiter gehandelt, nun auf dem Schwarzmarkt. Die Preise steigen, drastisch. Was macht der Konsument in diesem Falle? Er wird versuchen, mit der gleichen Menge Stoff eine höhere Wirkung zu erzielen, klar. Er zerbröselt die Tabletten und schnieft das Heroin durch die Nase. Ein anderer kommt auf die Idee, den Wirkstoff aufzulösen und ihn sich direkt in die Vene zu injizieren, nochmalige Potenzierung der Wirkung. Ah, jetzt ist das Heroin wirklich gefährlich geworden, ein weiterer Grund, die Drogengesetze zu verschärfen.

Durch das Verbot hat keine Aufsichtsbehörde mehr die Möglichkeit, die Qualität des in den Handel gelangenden Stoffes zu kontrollieren, als Junkie kannst du nur noch beten, daß dich der eben erworbene Stoff nicht umbringt. Damit du dich als Junkie über die Runden bringst (das Zeug ist inzwischen schweineteuer geworden), mußt du einbrechen, rauben, Apotheken überfallen oder dich prostituieren - Beschaffungskriminalität. Du rutscht nahezu zwangsläufig in das gesundheitliche und soziale Elend. Die Droge selbst spielt dabei eine untergeordnete Rolle, viel gefährlicher als die Droge ist das Betäubungsmittelgesetz.

Du krepierst irgendwann, nicht so sehr an der Droge sondern an deren Verbot.

Logischerweise müssen die Drogengesetze verschärft werden, damit dergleichen nicht weiter passiert... Es ist 1 Jammer und es passiert tagtäglich unter den Augen wahnsinnig gescheiter Idioten.



[1]   Mich erinnert Deffner auf diesem Photo an den Udo Lattek seiner letzten Trainerjahre. Der hat seinerzeit auch zum Gottserbarm ausgeschaut, die Zähne zusammengepreßt, den inneren Schmerz niederzukämpfen. "Junge, kiff doch", dachte ich damals, "oder pfeif dir andere entspannende Drogen rein, das ist ja nicht mehr mit anzusehen.

[2]   "Ostasiatische Brenzelfanne" steht hier für "Alles Mögliche, das nicht ausdrücklich verboten ist."

6.4.22

Walrum und die Frage nach dem Suizid

Das ist genau das, was ich von einem Kind erwarte, daß es sich nämlich auskennt in der Welt. Der normale Durchschnittsdumpfboitl glaubt ja oftmals, er sei schlauer als sein fünfjähriges Kind. Wenn das Kind jedoch beginnt, die berühmten Warum-Fragen zu stellen, kommen nicht nur die dummen, sondern auch die intelligenteren Eltern ins Stottern. Die Rotznasen stellen dir und mir Fragen, über die wir uns seit Olims Zeiten noch nie Gedanken gemacht haben. Es gibt nichts Anregenderes als Kinder im Fragarsch-Alter.

Als mein Sohn, übrigens der mit dem Muttertag, 2 Jahre alt war, geschah dies:

MICHAEL:    Schau, ein Kran!

PAPA: Ja, ein Kran.

MICHAEL:    Kran streicheln.

PAPA: Einen Kran kann man nicht streicheln.

MICHAEL:    Kran scheu.

Hintergrund: Wenn er Tiere streicheln will, heißt es oft, man könne die Tiere nicht streicheln, weil sie so scheu wären.

Bei anderer Gelegenheit - er ist immer noch zwei Jahre alt - passiert folgendes.

Er kommt den Plattenweg im Garten angewackelt und sagt:

MICHAEL:    Machsdu?

PAPA: Ich tu die Pflanzen zwischen den Steinen rauszupfen.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Damit die Pflanzen nicht die Steine auseinanderdrücken.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Weil die Pflanzen so eine Kraft haben.

Kurze Pause, geht vielleicht ein paar Schritte weg, kommt dann wieder.

MICHAEL:    Machsdu?

PAPA: Ich tu die Pflanzen zwischen den Steinen rauszupfen.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Damit die Pflanzen nicht die Steine auseinanderdrücken.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Weil die Pflanzen so eine Kraft haben.

Kurze Pause, geht vielleicht ein paar Schritte weg, kommt dann wieder.

MICHAEL:    Machsdu?

PAPA: Ich tu die Pflanzen zwischen den Steinen rauszupfen.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Damit die Pflanzen nicht die Steine auseinanderdrücken.

MICHAEL:    Walrum?

PAPA: Weil die Pflanzen so eine Kraft haben.

(Kurze Pause, geht vielleicht ein paar Schritte weg, kommt dann wieder.)

MICHAEL:    Machsdu?...

So ging das noch eine Weile weiter und wenn er nicht inzwischen seinen Master in Molekularmedizin gemacht hätte, würde er höchstwahrscheinlich immer noch fragen, warum ich die Pflanzen zwischen den Steinen rauszupfe. Obwohl... ich wünsche ihm, daß er das Walrum-Fragen nie verlernen wird.

Weil ein Master in Molekularmedizin auf die Dauer halt doch ein wenig langweilig ist hat er anschließend Medizin studiert (Hausarzt, eh schon wissen) und steht kurz vor Doktorat und Approbation.

Und weil ein Doktor in Medizin auf die Dauer halt doch ein wenig langweilig ist, hat er die Doktorarbeit zu einem Zeitschriftenartikel umgearbeitet und der Fachzeitschrift - der Fachzeitschrift für Naturwissenschaften - "nature" angeboten. Es geht um Suizidgefahr und Sterblichkeit bei Krebspatienten, ein doch eher sprödes Thema für Fachleute. Dachte ich.

Am 28. März ist der Aufsatz vorab im Internet erschienen, tags drauf hat sich die "New York Times" dem Aufsatz gewidmet. Die Selbstmordrate in den USA ist nämlich fast doppelt so hoch wie in Europa, Asien und Australien, was wahrscheinlich daran liege, daß die US-amerikanische Krankenversicherung schlecht bzw. nicht vorhanden ist, der Zugang zu Schußwaffen überdies sehr viel einfacher ist als in anderen Weltgegenden.

Also, Leut, bleibts gsund und fragts öfters mal "Walrum?".

30.1.22

Der Mann als Jammerlappen

Eines der grauenvollsten Krankheitsbilder in der neuzeitlichen Schulmedizin ist die sogenannte Männergrippe, die wohl meistens ein Männerschnupfen ist. Katholische Männer rufen in so einem Falle gerne mal den Priester, der ihnen die Letzte Ölung gibt, sicherheitshalber.

Meine Frau war unter anderem gelernte Arzthelferin, dabei muß sie einiges gesehen und gehört haben. "Ich wundere mich", meinte sie einmal, "wieso ausgerechnet Männer in den Krieg ziehen, Zimperlieschen, die sie allesamt sind." Dabei schaute sie mich streng an. Mich, der ich seinerzeit bei der Musterung als "Ersatzreserve II" eingestuft worden bin.

Als ich im zarten Alter von 16 Jahren war, hatte ich mir durch Unachtsamkeit (ich hatte zu heftig nachgedacht) eine stark blutende Kopfschwarte zugezogen, die genäht werden mußte. Während des Nähens (unter örtlicher Betäubung) unterhielt sich die mich nähende Krankenschwester mit einer Kollegin und diese meinte über einen anderen Patienten, für einen Mann halte sich dieser Patient eigentlich ganz gut. Damals ist mir nicht nur meine Kopfhaut geplatzt, sondern mit ihr auch einige Illusionen über mein Geschlecht.

Vor gar nicht so langer Zeit hat auf "Fisch und Fleisch" ein Mann sein Leiden nach der letzten Corona-Booster Impfung beklagt. "Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Liter Wodka getrunken und wären danach von drei Türstehern verdroschen worden. Wenn Ihnen dieses Gedankenexperiment gelingt, wissen Sie wie ich mich nach der „Booster-Impfung“ gegen Covid-19 gefühlt habe."

4.1.22

Lachgummi

Es mag fünf oder vielleicht auch zehn Jahre her sein, daß die Zuckerlfirma Storck [1] die Produktreihe Lachgummi in die Supermarktregale gebracht hat.

Gott, was hab ich nicht gegrübelt! Jahrelang habe ich mich gefragt, wieso die Dinger "Lachgummi" heißen und was an ihnen so lächerlich sein könnte. Ein Jahr, ungefähr, ist's her, daß ich das Rätsel gelöst habe.




[1]   Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, daß die Firmen Storck und Haribo dem Bundesverband Deutscher Zähnärzte gehören. Die Lügenpresse verschweigt so was natürlich.

7.12.21

Neidisch

Früher®, als ich jung und die Vergangenheit noch nicht so lange her war, habe ich oft neidisch geblinzelt, wenn ich ein Baby sah, das im Brustbeutel durch die Stadt getragen wurde, oder ein Kleinkind sich im Kinderwagen den Stadtpark schieben ließ. "Ach, müßte das schön sein", seufzte ich, "von jemandem geschoben zu werden, statt sich auf eigenem Gebein mühsam fortzubewegen." Oder "Ich möchte auch so einen großen Bären haben, der mich wärmt und übers Land bewegt."

Heute, da ich alt bin und meine Zukunft überschaubar denke ich mir oft: "Nein, Danke! In den Rollstuhl komme ich noch früh genug. Und daß mich ein Krankenbruder auf den Kackstuhl hebt, kann ich auch erwarten."

Moorbäder

Arzt: "Wissen's was, wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, verschreibe ich Ihnen stattdessen ein paar Moorbäder."

Kritischer Patient: "Und das hilft?"

Arzt: "Das weniger, aber Sie können sich schon mal an das Liegen in feuchter Erde gewöhnen."

25.11.21

Discounterwurst und Corona

Manchmal sind wir Menschen richtige Naschkatzen und nehmen uns nur vom Besten, so dies möglich ist. Dann wieder fressen wir jeden, wirklich jeden Scheisendreck in uns hinein. Jahrzehntelang wollten die Menschen hierzulande in exotischen Ländern des Südens Urlaub machen und sie haben sich ohne zu murren gegen Tod und Teufel impfen lassen. Anders hätte man sie in diese Länder gar nicht reingelassen. Kein Mensch hat sich damals irgendwelche Gedanken gemacht, wie diese Impfstoffe zusammengesetzt sind, kein Schwein hat sich die Mühe gemacht, die zahllosen Studien zu Wirksamkeit und Risiko dieser Impfungen auch nur zu lesen, geschweige sie zu verstehen.

Inzwischen sind viele zum Suppenkasper geworden. "Nein, diese Suppe eß' ich nicht!"

14.11.21

Kein Sex mit den Geimpften

Die "Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa" (KKA) hat unsere müden Herzen mit diesem Bild erfreut:

Wenn Sie's bisher noch nicht gewußt haben: Impfung ist ansteckend. Der Chip, den Ihnen Bill Gates in die Blutbahn hat spritzen lassen, wird nämlich durch Ausatmen weiter verbreitet. Und - damit auch das klar ist - Leute, die gerade schnackseln sind wahre Superspreader [1].

Und im übrigen gilt: Die Aluhüte werden ästhetisch auch immer ansprechender. Für Aluhutträger gilt das eher nicht.

 



[1]   Das stimmt sogar, ausnahmsweise.

27.7.21

Gendern auf Teufelin komm raus

Die Frauenbeauftragte der Berliner Humboldt-Universität hat durchgesetzt, daß die Klinik für Onkologie an der Charité künftighin Klinik für Tantologie heißen wird.

Ich hab nix gegen Frauen, ihr Schlampen, aber das geht zu weit.

17.5.21

Der Diercke-Weltatlas, der Knochenbrecher

Als ich noch der Wald­bau­ern­bub war hatten wir in der Schule den Diercke-Welt­atlas. Der Diercke Welt­atlas galt als Kno­chen­brecher, denn zwei- bis viermal die Woche muß­ten wir ihn im Schulranzen von zuhause in die Schule schleppen und wieder zu­rück. Viele von uns haben die Schulzeit trotzdem oh­ne größere Schäden hinter sich gebracht, einige dagegen hat es bös erwischt. Sie sind mißgestaltet und müssen sich als Glööckler durch's fernere Leben schlagen.

Das Bemerkenswerte an un­se­ren Schul­ran­zen war der Umstand, daß die Ranzen umso praller gefüllt und deshalb schwerer waren, je jünger die Kinder waren. Vor Schulen und an Schulbus­haltestellen kannst du Zehnjährige beobachten, die den Diercke-Weltatlas und die ganze Last menschlicher Existenz auf ihren niedergedrückten Buckeln tragen, es ist zum Gotts­erbarm. Vor einigen Jahren habe ich an einer Bushaltestelle (wo sonst?) zu einer Gruppe junger Menschen an der Schwelle vom Kind zum Jugendlichen gepredigt, alle hatten sie Ranzen und die meisten davon waren ersichtlich schwer. "Höret, Kinder", sagte ich ihnen, "laßt euch an Weihnachten oder zum nächsten Geburtstag einen Einkaufstrolley schenken. [1] Dann könnt ihr künftig den Diercke-Weltatlas ebenso bequem hinter euch herziehen wie ich."

Das ginge nicht, sagte man mir. - Weil? - Weil wegen diesem und jenem und aus vielerlei anderen Gründen. In Wirklichkeit, sehen wir die Dinge doch mal realistisch, sind Trolleys so was von uncool, das glaubst du nicht. Trolleys sind Nachzieh-Rollatoren. Inzwischen habe ich meine Geschichte von der Trolley-Predigt einigen Leuten erzählt und noch jeder hat behauptet, was ich denn hätte, es gäbe inzwischen doch schon nicht wenige Schüler, die von Ranzen auf Trolleys umgestiegen seien. Die Sache erinnert ein bisserl an das Ungeheuer von Loch Ness - jeder kann was darüber erzählen, gesehen hat es noch keiner.

Der letzte Satz gilt im übrigen - merk ich grad - ebenso für den Lieben Gott.



[1]   Viele Jahre, nachdem es der Menschheit gelungen war, auf dem Mond zu landen, war ein genialer Erfinder auf die Idee gekommen, einen Satz Räder unter Koffer und ähnliche Behältnisse zu schrauben, um damit den Transport erheblich zu erleichtern.

16.3.21

Gewichtstsunami beim Dayton

Das aus dem amerikanischen Englisch (dayton) entlehnte Wort "daten" bedeutete zunächst nix anderes als "sich mit Irgendwem irgendwo zu irgendwas verabreden". Ich mein, anständige Leute haben natürlich nicht gesagt "Ich date den Erwin beim Unterwirt zum Schach", sondern sie drückten sich vornehmer aus: "I treff mi mim Erwin und den anderen Saufköpfen beim Unterwirt zum Schafkopfen."

Wörter verändern ihre Bedeutung durch Gebrauch. Inzwischen - seit längerem schon, wenn ich's genau bedenke - bedeutet "daten" soviel wie "ficken".

Und dann - so lange kann's noch nicht her sein - seh ich auf "Fisch und Fleisch" diese Anzeige:

"Nanu!", denke ich mir, "wie könnte jemand durch Pudern zunehmen?" Eigentlich, sagt mir der "Gesunde Menschenverstand®, sollte es doch umgekehrt sein. Pudern ist eine sportliche Veranstaltung, du verbrauchst dadurch Kalorien, deutlich mehr jedenfalls als du durch die Zigarette danach wieder drauflegst. Ein guter Hahn, sagt man, wird nicht fett. Wie also könnte jemand durch Daten zunehmen?

Ich erkläre es mir so: Auf dem Photo ist ein Männchen beim Balzfüttern eines Weibchens zu sehen. Balzfüttern ist ein durchaus verbreitetes Verhalten im Tierreich, Affen etwa, die einem Weibchen Früchte oder Fleisch abgäben, kommen deutlich öfter zum Schuß als Männchen, dies nicht tun. Balzfüttern ist die noch nicht so organisierte Vorstufe zur Prostitution. Karl Marx nannte eine Eheschließung, die in erster Linie der Versorgung der Frau diene, die "Bürgerliche Prostitution". Da hatte er mal wieder recht.

Wenn du heutigentags eine Frau anbaggerst, mußt du sie zum Essen einladen, sonst geht schon mal gar nichts. Sie frißt sich an, du frißt dich an und zum - kalorienreichen [1] - Saufen sollte auch ausreichend vorhanden sein. Klar wirst du fett und sie wird fett und die Leber ächzt. Ob's nicht sinn- und stilvoller wäre, eine Frau gradheraus zu fragen, ob sie Lust zum Knattern hätte? Gesünder wär's auf jeden Fall. Aber, wie gesagt, balzfütternde Männchen kommen deutlich öfter zum Schuß, nicht nur bei Affen.

Säufts.

P. S.:Der Franze hat gsagt, wenn er mit einer Schnepfen zweimal groß ausgehen muß, eh er sie flachlegen kann, dann, sagt er, käm ihn der Puff billiger.


[1]   0,7 l Weinbrand etwa enthalten ca. 1600 Kilokalorien.

15.1.21

Kein TÜV-Siegel am Rettungsboot

"Und seht", sprach der Herr, "ich werde euch ein Gleichnis geben, das ich auf Facebook gefunden habe":

 

"Und", sprach der Herr weiter, "so ihr euch nicht impfen laßt, werdet ihr niemals etwas über die eventuellen Langzeitnebenwirkungen erfahren."

5.1.21

Der Witz und seine Beziehung zum Alkohol

SIE schenkt sich reichlich Whisky ein in ein Glas mit mehr als hinreichender Fassungskraft und nimmt einen guten Schluck.

ER zu ihr, sarkastisch Ist es nicht ein bißchen früh für einen Drink?

SIE Nein, wieso? Ich bin doch schon wach.

 

Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein zum Thema passender Taxifahrerwitz ein:

Ein Passant winkt am Straßenrand nach einem Taxi. Als es anhält, frägt er den Fahrer: "Haben Sie noch Platz für eine Currywurst und einen Kasten Bier?" Darauf der Taxifahrer: " Ja, kein Problem".

Der weitere Fortgang des Witzes findet im Kopf des Leser statt.

Fremdgedanken zur Corona-Impfung

Auf Facebook - wo sonst? - habe ich folgenden, bemerkenswerten Text zum Thema Covid-Impfung gefunden. Der Name des Autors war nicht herauszufinden:

Covid 19 Impfung - und was daran ich wirklich nicht verstehe:

- Für uns Reisende war eine Impfpflicht (!) in Ländern wie Afrika oder Südamerika völlig normal und bisher kein Grund, nicht dort hin zu reisen.

- Alle Impfungen (auch die 'nur Empfohlenen') haben wir uns als Globetrotter völlig selbstverständlich geben lassen und auch noch selbst bezahlt.

- Fast alle Krankheiten, gegen die wir uns impfen ließen, spielen sich auf einem anderen Teil dieser Erde ab, nicht vor unserer Haustür. Wir haben das trotzdem als notwendig eingestuft.

- Impfreaktionen waren uns bis dato völlig wurst, rote Einstichstelle, Müdigkeit und Muskelkater - völlig normal bei einer Impfung.

- Wir haben stolz gepostet, wenn wir all unsere Weltreise-Impfungen endlich injiziert hatten.

- und es hat uns bis dato auch nicht interessiert, wie lange diese Impfstoffe schon zugelassen sind oder auf welcher medizinischen Basis funktionieren. Wir haben nicht eine der Pflicht- oder freiwilligen Impfung hinterfragt.

Und plötzlich ist das alles relevant für uns? Das erste Mal in unserem Leben gibt's einen "echten Grund" zur Impfung:

- eine Krankheit die bei uns an die Haustür klopft und nicht nur im afrikanischen Busch stattfindet.

- Eine Krankheit, die sich offensichtlich sehr schnell ausbreitet und für uns alle gefährlich ist.

- Eine Krankheit, die unser Leben auf den Kopf stellt und für uns alle sehr unterschiedliche Einschränkungen mit sich bringt.

Und jetzt, mit dieser Ausgangslage - komplett durchgeimpft für alle Länder dieser Welt - stellen wir uns hin und diskutieren erstmal die medizinische Basis der Covid-Impfung, die Dauer der Zulassung, die evtl. involvierten Personen, alle Virologen und die Art der Impfung - um für uns selbst eine vernünftige Entscheidung zu treffen?

Leute, manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Wollen wir die Situation wirklich lösen - oder wollen wir nur die geliebte, kritische Opferrolle gegenüber der bösen, bösen Regierung nicht aufgeben?

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...