Donnerstag, 23. März 2017

Wie einmal ein Prophet so grad noch mal davongekommen ist

Wenn's doch damals den Mohammed derbröselt hätt, bevor er diesen Schundroman namens "Koran" geschrieben hat.


Der Comic ist von Lützel Jeman. Lützel Jeman ist das zeitweilige Pseudonym von Robert Gernhardt gewesen. Robert Gernhardt hinwiederum war einer der allerbesten Dichter und Maler/Zeichner des 20. Jahrhunderts. Joseph Beuys oder Günter Grass waren dagegen 2. Liga (okay, Joseph Beuys war vielleicht nur 3. Liga.)


Montag, 20. März 2017

Dem-Ernst-Kuzorra-seiner-Frau-ihr-Stadion, man kann auch sagen GOETHE FILIVS

Johann Caspar Goethe unternahm 1740 bis 1741 eine Bildungsreise nach Italien und schrieb darüber einen Reisebericht in italienischer Sprache: Viaggio per l’Italia. 1786 bis 1788 tat es ihm sein Sohn Johann Wolfgang Goethe gleich und auch er verfaßte einen Reisebericht. Reiseberichte schreiben und veröffentlichen war damals so verbreitet wie heute Facebook-Postings und ungefähr genau so lästig. "Ich bin jetzt in Rom. Schau mal, hier steh ich grad vor der Akropolis."
 Wie auch immer, August, der Sohnessohn von Johann Caspar litt unter der gleichen Marotte wie seine Vorfahren, auch er bereiste Italien und führte ein Tagebuch für einen später zu verfassenden Reisebericht. In Rom indes erkrankte er schwer und starb 1830. August von Goethe liegt auf dem Cimitero Acattolico di Roma, dem Friedhof für die Nicht-Katholiken. Der Grabstein Augusts ist der wahrscheinlich bemerkenswerteste Grabstein, den ich je gesehen habe.
GOETHE FILIVS / PATRI / ANTEVERTENS / OBIIT / ANNOR[VM] XL / MDCCCXXX
(Goethe der Sohn / dem Vater / vorangehend / starb / mit 40 Jahren / 1830)

Der Name August taucht auf dem Grabstein nicht auf. Du bekommst nur die Information, daß dieser wie immer zu Benennende da unten Goethes Sohn war. Aber was heißt das schon? Auch Goethe war schließlich Goethes Sohn.
August von Goethe ist auf seine genealogische Funktion "Sohn von..." reduziert. Selber Goethe sein, das durfte er ein Leben lang nicht, noch nicht mal im Tod. Der eitle, egozentrische Schmock aus Frankfurt hat seinem Sohn einen Grabstein verweigert und stattdessen sich selber ein Denkmal gesetzt.
Wenn der Lindinger Sepp - auch er ein weniger bedeutender Mann, der es lediglich dazu gebracht hat, sich und die Seinen zu ernähren (was im übrigen so manch bedeutender Mensch nicht geschafft hat!)... Wenn also der Lindinger Sepp stirbt, dann schreibt ihm einer, der noch einen Funken Anstand hat, aufs Grab "Josef Lindinger, geb. 12. 3. irgendwann, gest. 8. 9. später". Es hieße, noch im Tod auf den Lindinger Sepp spucken, schriebe man auf sein Grab "Dem Lindinger Franz sein Sohn", selbst dann, wenn der Franz Bürgermeister war und sein Bub nicht.

Zum Sport:
In Gelsenkirchen diskutierte man einst, ob man das Stadion auf Schalke nicht Ernst-Kuzorra-Stadion nennen sollte [1]. Es kamen Einwände von den FreundInnen einer geschlechtergerechten Sprache, man solle doch das Stadion (einmalig in Deutschland) nach einer Frau benennen. Ein Witzbold ([2]) machte folgenden Vorschlag: Dem-Ernst-Kuzorra-seiner-Frau-ihr-Stadion.


[1]   Ernst Kuzorra war eine Schalker Fußball-Legende. Wie es bei den meisten Deutschen der Fall ist, war auch seine Familie zugewandert, in diesem Fall aus Masuren (Polen).
[2]   Ich les grad in der Wikipedia, es sei der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau gewesen. Womöglich hat Rau aber einen bereits vorgefundenen Witz nur weiter verbreitet.

Vorläufer

In den ganz frühen Zeiten des Automobilismus schützte man sich vor Rasern durch die Vorschrift, daß vor jedem Automobil ein Läufer herlaufen müsse, welcher mit einer Tröte oder durch lautes Rufen und Fahnenwedeln die ahnungslosen Passanten zu warnen hatte, daß jetzt gleich ein Auto käme.
Würde man dies heute wieder einführen, so würden sich die Unfälle drastischst reduzieren. Und das Problem der Arbeitslosigkeit wäre deutlich gelindert.

Freitag, 17. März 2017

Ausene Windräder

Vor einem Jahr (oder waren es doch zwei Jahre?) mußte ich zur Fortbildung nach Berlin. Du frägst dich natürlich, wieso ein dermaßen qualifizierter Mensch wie ich zu einer Fortbildung muß. Ich frage mich das auch, aber es hilft nix. Ich muß nach Berlin, um mir dort die Fortbildungspunkte zu ersitzen, die ich brauche, um als verkehrspsychologischer Kursmoderator und Berater akkreditiert zu bleiben.
Früher, als die Welt zwar nicht gut, aber doch besser war, hätte ich nach Bonn gemußt, das ist zwar auch nicht viel näher als Berlin, aber doch sehr viel katholischer.

Wie auch immer... Der Lokführerstreik hatte mich in den Fernbus gelockt. Dort saß ich nun und schaute mir die zunehmend langweiliger werdende Landschaft an. Was selbst einem Deppen beim Nordwärtsfahren auffällt ist die Zunahme der Windräder. Da stehen ganze Batterien von Windrädern nah beieinander und... ja, leck mich fett, wenn da 10 Windräder sind stehen mindestens fünf, wahrscheinlich aber sechs oder sieben still.
Ich zupfte meinen Sitznachbarn am Ärmel und wie's ihn auf die stillstehenden Windräder hin. "Das ist", seufzte ich, "eine Folge der Energiewende. Da schaltet man ein Atomkraftwerk nach dem anderen ab und dann ist auf einmal nicht mehr genug Strom da, die Windräder anzutreiben. Gerade im Sommer, wenn es heiß und fast windstill ist, wäre es sehr angenehm, wenn einem diese Landschaftsventilatoren Kühlung zufächelten."
Mein Sitznachbar schaute mich irritiert an, wenige Minuten später raffte er unter einem nichtigen Vorwand seine Sachen zusammen und setzte sich woanders hin.

Rassenschande

Wenn sich eine Arierin und ein... sagen wir mal: Neger paaren, dann entstehen seltsame Lebensformen, die man gerne Mischlinge nennt.
Gott sei dank gibt's auch Rassenschändungen, die genetisch folgenlos bleiben.

Donnerstag, 16. März 2017

Herr Hirnbeiß und das Echo


Die Münchner Zeichnerin Franziska Bilek, die jetzt auch schon wieder 15 Jahre tot ist, schuf 1961 die Figur des Herrn Hirnbeiß, der in der Münchner "Abendzeitung" viele Jahre lang das lokale Tagesgeschehen kommentierte. Zu meiner Verblüffung und Freude konnte ich neulich feststellen, daß die "Abendzeitung" anscheinend die nicht so tagesgebundenen Karikaturen wieder nachdruckt.
Seit Jahren schon plante der Filmemacher Kunz Knörer eine Realverfilmung der "Abenteuer des Herrn Hirnbeiß" (so der Arbeitstitel). Als Hauptdarsteller hatte Knörer den bairischen Volksschauspieler und Semi-Otiker Humbert Echo vorgesehen. Echo stammt aus dem allersüdlichsten Baiern wo gibt, aus dem Piemont. Um dort nicht aufzufallen hatte sich Echo den Künstlernamen Umberto Eco zugelegt.
Das Projekt scheiterte, weil Eco (nennen wir ihn ruhig so) vor einem Jahr verstarb. Gleich nach Ostern will Knörer mittels eines Humbert-Echo-Look-alike-Contestes einen neuen Hauptdarsteller finden. Ein gewisser Walter Sedlmayr hatte sich bereits für den Wettbewerb angemeldet, mußte aber disqualifiziert werden, da er - wie sich herausstellte - noch töter ist als der Echo Humbert.

Sittenstrolch

Vor kurzem las ich in der in Regensburg erscheinenden "Mittelbayerischen Zeitung", es treibe sich in der Gegend ein "auffallend freundlicher Sittenstrolch" herum. "Auffallend freundlich", das könnte auf mich zutreffen. In dem besagten Artikel hieß es aber auch, er sei 18 - 20 Jahre alt, das trifft auf mich eher nicht zu.
"Sittenstrolch", was für ein Wort, was für eine Poesie! Dumm ist nur, daß sich auf "Sittenstrolch" so wenige Wörter reimen [1]. Allein des Wortes wegen wollte ich seit früher Jugend ein Sittenstrolch werden, aber dazu braucht's 1 Ehrgeiz, den ich nicht habe. Säufts.




[1]   "Molch" vergessen wir ganz schnell, "Dolch" ist auch nicht gut, geht aber zur Not. Hypsch ist dagegen der Wort-Binnenverdreher "Strottensilch".

Montag, 13. März 2017

Obazda im Schloßpark

Es kommt vor, daß ich in einen Laden gehe und dort etwas kaufe, vor allem dann, wenn mein Butler krank oder anderweitig verhindert ist.
Diesmal hatte ich unter anderem einen Obazden der Marke Chiemsee gekauft. Als ich mich anschickte, ein Schwarzbrot erst mit Margarine, dann mit Obazdem für den Butler zu bestreichen, fiel mir auf, daß der Obazde gar nicht vom Chiemsee kam, sondern vom Cremisee, wo immer der Cremisee liegt.

Und dann war da noch dieses Bild.

Was aussieht wie eine Comicfigur ist der Park vor Schloß Herrenchiemsee, vom Satelliten aus gesehen.
Natürlich grinst der Comic-Hund wie nicht gescheit, hat ihn doch GOtt, der Herr, ins Land des Obazden geschickt und nicht dorthin, wo man mangels südlicher Küche Labskaus mampfen muß.

Dienstag, 7. März 2017

Vatteilafinga

Vorhin ha ick ma lustich jemacht über de Motta. Dit hat de Motta nich verdient. Mach ich mich ebent lustich üba den Vatta.

Frigides Elternteil