Donnerstag, 8. Februar 2018

Effenberg und -tal


Es geschah an einem Wiesnwochenende in München

An einem Wiesnwochenende Ende September 2015 ham's den ehemaligen Futsbol-Profi St. Effenberg (Name von der Redaktion nicht geändert) in seinem Jaguar auf der Ungererstraße in München mit 1,3 ‰ erwischt. Ich mein, wer zur Wiesnzeit in München und um München und um München herum besoffen fährt, dem gehört sowieso der Führerschein lebenslang entzogen, und zwar wegen Hirnfraß im Endstadium.
Ich hab mal einen bei der MPU gehabt, der ist von der Disco weg zur Polizei gefahren, um dort Anzeige wegen Beleidigung zu erstatten. Selbstverständlich hat er seinen Wagen nicht ums Eck rum geparkt, sondern direkt vor der Wache, dort wo ein Schild meint, der Platz sei nur für Einsatzfahrzeuge da. Ich mein, so was ist natürlich noch blöder, ein doppelter Effenberger sozusagen.
Aber klar, als MPU-Psychologe willst auch von was leben.

Freitag, 19. Januar 2018

Him- und andere Beeren

Jedes Mal, wenn ich das Wort Himbeere sehe oder höre, erwacht der Feminist in mir und ballt die Faust zur Frowenpauer. So viele Himbeeren und keine einzige Herbeere.
P. S.: "Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und das nächste Spiel ist immer das schwerste." (Sepp Himberger)

Mozart


Es soll ja Leute geben, die Beethoven für einen Österreicher halten, Hitler dagegen für einen Deutschen. Darüber lächeln viele.
Noch verrückter ist (und darüber lächeln nicht mehr so viele, weil sie es nicht wissen): Es gibt Leute, die Mozart für einen Österreicher halten! Ja, okay, dem Mozart seine Mutter Anna Maria Walburga Pertl war aus St. Gilgen im Salzkammergut und damit Österreicherin. Aber erstens hat St. Gilgen in seiner Geschichte ein paar mal zwischen Salzburg und Österreich gewechselt. Und zweitens zählte damals noch die männliche Linie, die Frau als eigenständiges Rechtssubjekt ist erst 1789, zwei Jahre vor Wolfgang Amadeus Mozarts Tod erfunden worden. Eh schon wissen: Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit. 1990 (also neunzehnhundertneunzig, nicht siebzehnhundertneunzig) hat man dann auch in der Islamischen Republik Schweiz - allahu emmenthal! - die Frauengleichberechtigung eingeführt.
Wo war ich gleich stehengeblieben? Mozart, ich mein jetzt Leopold, hatte 1 Migrationshintergrund. Er kam aus der Freien Reichsstadt Augsburg und hatte sich in Salzburg niedergelassen, wo seine Kinder geboren wurden. Mozart, das Wolferl, desgleichen das Nannerl waren also Bürger des Fürsterzbistums Salzburg, das zu ihren Lebzeiten NICHT-UND-NICHT-UND-NICHT zu Österreich gehörte.
Mozart einen Österreicher zu nennen wäre so, als würde man Immanuel Iwanowitsch Kant als Russen einstufen.

Auferstanden als Bananen...

Ich will es euch nicht vorenthalten, weil's gar so schön ist.
Es stammt aus dem Buch "Was haben wir gelacht: Cartoons über die schönste DDR der Welt".

Der Mensch ist nicht schlecht

Es gibt keine schlechten Menschen, sagte der Bär, wenn sie nur richtig zubereitet sind.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Erblichkeit

Der Franze hat gsagt, er hofft, daß Intelligenz nicht vererblich ist. Daraufhin, sagt er, hat ihm sein Vater eine runtergehaut.
Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache könnte man auch Sieblichkeit sagen. Nö.

Samstag, 9. September 2017

Gyros

Was viele nicht wissen: Der Uropa vom Sokrates ist seinerzeit von Niederbayern nach Athen gezogen und hat dort ein Waagrecht-Radl-Restaurant eröffnet. Geschäftlich war das ein Flop, denn das waagrechte Radl (kyklos) war damals schon auch in der Gastronomie weit verbreitet. Also hat dem Sokrates sein Uropa kurzerhand das senkrechte Radl (gyros) erfunden und in die Gastronomie eingeführt. Zeus-chen, da war dann die Bude aber voll. Dazu wurde Weißbier ausgeschenkt. Das Weißbier führte die Retsina-Industrie in eine bedrohliche Krise, im Zweiten Peloponnesischen Weißbierkrieg wurde das Wissen um die Herstellung von Weißbier in Griechenland total ausgerottet, so daß der Grieche fortan weiter seinen widerlich nach Baumharz riechenden Schrottwein trinken mußte. Der Grieche verfiel in tiefste Depression und wurde schließlich vom Römer kassiert. Eine Jugend, wo Retsina saufen muß statt Weißbier muß doch verrohen.

Meine Olja

In der Guten Alten Zeit, da das Wünschen noch geholfen hat und die Mauer noch stand, gab es in Westberlin eine türkische Punk-Band, die sich aus unerfindlichen (und heute sowieso nicht mehr rekonstruierbaren) Gründen "Rottaler Buam" nannte. Selbst in den Zeiten ihrer großen Erfolge war die Band kaum mehr als dem engsten Freundeskreis in Kreuzberg bekannt.
In der Zeit ihres größten Erfolges aber, der so grade mal drei Monate dauerte, bekamen sie einen Plattenvertrag bei einem Mainstream-Label. Obwohl der damals verantwortliche Talent-Scout bis heute alles buchstäblich alles, einschließlich seines eigenen Namens - leugnet, darf als erwiesen gelten, daß ihm seinerzeit das Liedl "Meine Olja" so gefallen hat, daß er den Kreuzberger Türkenjungs besagten Plattenvertrag unterschrieb.
Meine Olja
Brunzt jern in de Wolja,
Doch de Wolja brunzt zurück.
Für die jüngeren Leser sei erwähnt, daß "Platten", genauer: "Schallplatten", damals ein gängiges Speichermedium für Töne jedweder Art war, in etwa einer CD oder einer MP3-Datei vergleichbar. Was war das damals für eine verrückte Zeit, in der man überdies Texte mit Hilfe eines Stiftes oder einer Schreibmaschine auf Papier speicherte.
Wie auch immer: Das Liedl über diese Olga, die eine feuchte Beziehung zum russischsten aller Ströme, der Wolga unterhielt, öffnete den Rottaler Buam aus Kreuzberg zwar den Weg in die Große Welt der Musik, schloß ihn aber auch wieder in kürzester Frist, gnadenlos.
Dies lag, merkt auf, die ihr ehrgeizig seid, nicht an den oben zitierten Verszeilen, welche die Burschen in steter Wiederholung zu ihrer... - sagen wir halt: - Musik trällerten.
Im offiziellen Song-Video erschien vielmehr bei der Verszeile "Doch de Wolja brunzt zurück" die Luftaufnahme einer anscheinend endlosen Ebene, welche offensichtlich endlos überschwemmt war, ab und an ragte eine Baumspitze aus dem Wasser, dann und wann auch das Dach eines Hauses. In Verbindung mit der Textzeile sei das an sich lediglich informative Video frivol, entschied die Plattenfirma und kündigte sämtliche Verträge mit den "Rottaler Buam".

Freitag, 8. September 2017

Werdi

Werdi als Vagner, du meine Güte

Aufgrund seiner Bart- und Haartracht sowie seiner gesamten Aufmachung wird gemeinhin angenommen, Giuseppe Werdi sei während der gesamten Zeit seines Lebens meschugge gewesen, und das völlig.

Hmnja, die Annahme liegt nahe, wenn man sich ein Bild wie das obige anschaut, und so ist nur ausgewiesenen Werdi-Spezialisten bekannt, daß Giuseppe Werdi lediglich eine kurze, wenn auch heftige psychotische Episode zu durchleiden hatte. Die Zeit, in welcher die Psychose auftrat, ist unter den wenigen Medizin-, bzw. Musikhistorikern, die sich überhaupt damit befassen, umstritten. So ungewiß das Wann ist, so sicher ist das Daß und das Wie.
Werdi war, wann immer genau, fast ein Jahr lang davon überzeugt, Richard Vagner zu sein. Für einen Komponisten im späten 19. Jahrhundert war das ein Problem, und zwar so was von.
Werdi und Vagner, das paßt nicht! Vor allem wenn man bedenkt, daß umgekehrt Richard Vagner (auch er ein Mensch von ungemein labiler seelischer Gesundheit) sich zeitlebens strikt geweigert hat, sich mit Giuseppe Werdi anreden zu lassen.
Wie auch immer: Als Vagner, der er zu sein glaubte, hat Werdi ein Opernlibretto selbst geschrieben, dann aber vergessen, den Text zu vertonen.
Ein gewisser Hans Sedlacek hat Werdis Libretto aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen und dem Text einige läppische Klavierklimpereien, die er als Musik ausgab unterlegt. Bei der Übersetzung von "L'Ambasciatore di Malta" ("Der Botschafter von Malta";) hat Sedlacek allerdings sehr genau den würdevoll-frivolen Ton des Originals getroffen. Manche meinen sogar, er habe das Original übertroffen. Viele, auch gut informierte Opernliebhaber glauben bis heute, der ursprüngliche Text sei von Sedlacek, die italienische Originalfassung dagegen nur eine mäßig geglückte Übersetzung aus dem Deutschen...
Sono nudo, son' caccato
E se non, son' ben robato.
Son' un vero diplomato.
Ich bin nackt und bekackt
Und wenn nicht, bin ich befrackt.
Ich bin ein Diplomat

Montag, 4. September 2017

Das Kalifat von Cordoba

Als ich noch der Waldbauernbub war geschah es zuzeiten, daß ich einen Drei- oder Fünf- oder Neuntagesbart hatte. "So", sagte dann meine Mutter, "gehst du mir nicht aus dem Haus."
Sämtliche seriösen Menschen gingen und gehen mit meiner Mutter konform. Alle deutschen Bundeskanzler etwa, von Adenauer bis Merkel haben Wert auf eine saubere Rasur gelegt. Lediglich Kohl hat immer ausgeschaut wie ein Sittlichkeitsverbrecher. Dafür konnte er aber nix, das lag an den pechschwarzen Barthaarwurzeln (ein Erbe seiner maurischen Vorfahren), die auch nach der schärfsten Rasur noch durch die Haut schimmerten.
Ein Vorfahr vom Helmut, Al Kohl, war Alchimist im Kalifat von Cordoba und hat dem Christlichen Abendland den gleichnamigen Weingeist geschenkt.