Mittwoch, 14. November 2018

Isolde & Wagner & Tristan

Der bekannte Komponist und Revolutionär Richard Wagner war Rauschgiftproduzent und Rauschgiftgroßhändler. Auf die Gefahr hin, daß ich mich strafbar mache gebe ich euch hiermit ein Probebeutelchen von Wagners exzellentem Stoff:
Das Schöne an Wagner aber ist, daß er, der Dealer, dir zwar den Stoff für aberwitzige musikalische Ekstasen liefert, gleichzeitig aber auch das Gegengift. Ein auch nur flüchtiger Blick in die Libretti und der Blick wird wieder klar.
Nimm nur mal den "Tristan". Die Musik macht dich besoffen, wie es Alkohol oder Heroin nie könnten, die Story dagegen, die mit dieser berauschenden Musik übergossen wird, ist ein hanebüchener Scheisendreck der Sonderklasse. Im "Tristan" von Gottfried von Straßburg geht es um Sex, Sex, Sex. Der Liebestrank macht Isolde und Tristan so was von dermaßen geil aufeinander, daß sie alle möglichen Hindernisse überwinden. Der verzweifelte König Marke, Isoldes Gemahl, schützt Isoldes Schlafgemach und Bett mit einer Dornenhecke - wurschtegal, irgendwie überwindet Tristan die Hürde und fickt Isolde, wieder und wieder. Was immer sich Marke einfallen läßt, es hilft nichts.
In der noch älteren Tristan-Sage verläßt Tristan Cornwall und geht in die Bretagne. Er heiratet dort Isolde Weißhand. Eine schwere Verletzung zwingt Tristan, nach Isolde, der Großen Heilerin von Wunden zu schicken. Mit dem Schiffsführer wurde verabredet, daß er ein weißes Segel hissen solle, wenn er Isolde bei sich habe und ein schwarzes, wenn er ohne sie komme. Ein Schiff erscheint, es hat weiße Segel, aber die andere Isolde erzählt dem bettlägerigen Tristan, es sei ein schwarzes Segel. Tristan verzweifelt und tötet sich, bevor Isolde das Land erreichen und an sein Lager eilen kann. Kurze Zeit später folgt ihm Isolde in den Tod.
Das ist keine lustige, aber eine logisch nachvollziehbare Geschichte, eine Tragödie im strengen Sinne.
Was macht Wagner, dieser Vollpfosten, der von Musik so viel und von Literatur so gar nichts verstand? Isoldes Schiff nähert sich, die medizinische und libidinöse Rettung naht. Hinter ihrem Schiff fährt das Schiff Markes, von dem wir später erfahren, daß er Isolde und Tristan verziehen hat, nun, da er von der Geschichte mit dem Liebestrank weiß. Er, der archaische König, versteht das psychologische Problem, ganz, als wäre er ein moderner Mann und Gutmensch. Er, der archaische König, ist als archaischer König nach archaischen Maßstäben bis auf die Knochen blamiert, er müßte schäumen vor Wut über die Demütigung. Aber, scheiß drauf, er ist großzügig. Die Geschichte von Tristan und Isolde nähert sich einem - unlogischen, aber was soll's? - Happy End.
Der bettlägerige Tristan erfährt von seinem treuen Diener und Freund Kurwenal, daß Isolde sich nähert und ihr Schiff jeden Moment landen wird. Kurwenal ermahnt ihn noch mal eindringlich, nur ja brav im Heiabettchen liegen zu bleiben, dann eilt er davon, Isolden zu begrüßen. Was macht Tristan, der Narr? Er springt vom Lager, kaum daß Kurwenal das Zimmer verlassen hat. Er reißt sich die Binde von der Wunde, das Blut sprudelt munter und Tristan stirbt in Isoldens Armen.
In der Barock-Oper gab es den "deus ex machina". Wenn die Handlung sich unrettbar verstrudelt hatte und selbst mit abenteuerlicher Logik kein Heil mehr für die Helden in Sicht war, erschien irgendein Gott (in einer Bühnenmaschine, daher der Name) und löste den Konflikt auf und die Helden konnten ihr Glück in einer strahlenden Arie besingen. Ein billiger dramaturgischer Hausierertrick.
Wagner hat im "Tristan" den "diabolus ex machina" erfunden. Alles treibt in seiner Geschichte, die doch als Tragödie angelegt war, auf ein Happy End zu, womit seine Oper im Arsch gewesen wäre. Wagner fällt nichts Besseres ein, als seinen Helden kurz vor dem Happy End völlig unmotiviert Selbstmord begehen zu lassen. Kurz vor dem Scheißhaus macht einer - aus freien Stücken, nicht vom Fäkaldrang übermannt - doch noch in die Hosen.
Ach.

Wanderungen durch den Universitäts-Campus Regensburg

Seit dem Sommersemester 2018 bin ich Ordentlicher Student an der Universität Regensburg [1]. Neulich bin ich, da ich zwischenzeitlich (viel zu viel) Zeit hatte, durch die naturwissenschaftlichen Gebäudekomplexe auf dem Campus gewandert.
Wenn du von der Mensa kommst ist die erste Abteilung die Mathematik, die nährende Mutter aller Naturwissenschaften. Und was da drunter steht ist tatsächlich so wahr wie trocken Brot.

Ich wandle weiter und ich bin schockiert:
 Die Nazis unterschieden seinerzeit zwischen jüdischer Physik - Relativitätstheorie etc., eh schon wissen - und einer arischen Physik. Ich war schockiert, wie gesagt. Sind wir schon wieder so weit? Westliche Naturwissenschaften vs. östlicher Karma-Hokuspokus?
Ein Herr, der mir Professor zu sein schien klärte mich auf. Der Begriff "westlich" sei hier topologisch zu verstehen, alle Institute, die im Westteil des Gebäudes untergebracht seien.
Wieder kein Skandal. Wie gut, daß ich nicht Investigativ-Journalist geworden bin. Obwohl... behaupten könnte ich es in diesen Zeiten alternativer Fakten natürlich trotzdem.



[1]   Gott ja, was man halt so ordentlich nennt.

Freitag, 9. November 2018

Lügenpresse

Entgegen anderslautenden Gerüchten hat der Schuhbeck Alfons nichts mit der Lügenpresse zu tun, umso mehr dagegen mit der Knoblauchpresse.

Donnerstag, 8. November 2018

Photographie und Wahnsinn

Ich hatte einst meinen Sohn Sebastian für seine wirklich unverschämt guten Photos gelobt. Dabei ist er von Beruf eigentlich Textredakteur, noch dazu im ziemlich spröden Ressort "Politik".
Er antwortete mir: "Nichts mehr als zwei Privilegien der späten Geburt, Papa: 1.) Quasi unbegrenzt viele Fotos schießen können und 2.) Instagram."
Ich antwortete ihm: "Ich halte es ja für ein wildes Gerücht, daß die Möglichkeit zum unbegrenzten Schießen von Photos deren Qualität steigert. Heute kann jeder Depp fotografieren, daß es nur so staubt und, in der Tat, fast jeder Depp tut es auch und stellt die Bilder dann ins Netz. Und weil jeder andere Depp das auch so hält, schaut keiner mehr die Bilder an, weder die der anderen noch die eigenen. Was in aller Regel auch gut so ist.
Früher war alles besser, und wenn nicht, so ist es doch schon lange her."

Eine Sonnenuhr und ein Elitegymnasium

In einem Blog hat mal einer geschrieben (nicht hier): "Bei 'guten' Alt-Griechisch-Lehrern lernt man eben nicht nur die Sprache, sondern ggf auch die Verhältnisse zu Zeiten der Klassiker kennen."
Wir haben damals im Lateinunterricht eine ganze Menge über Rom und auch Griechenland gelernt, mehr als im Geschichtsunterricht [1]. Eine zeitlang hatten wir eine gewisse Frau Buchner als Lateinlehrerin,eine äußerst beeindruckende junge Frau. Also, damals war sie jung, heute ist sie, wie damals schon, noch älter als ich. Diese Frau Buchner hat eines Tages ihren Mann, einen Archäologen, in den Unterricht geschleppt, der hat uns dann eine Menge faszinierender Dinge erklärt. Ich glaube, das war der Edmund Buchner, der dann später das solarium augusti auf dem campus martius (teil)ausgegraben und rekonstruiert hat. Ach, teilweise war der Lateinunterricht eine wirklich hochinteressante Sache, obwohl ich die Sprache nie richtig gelernt und heute schon fast wieder vergessen habe.
Ich war aber auch auf einem Elitegymnasium, dem Gymnasium Pfarrkirchen, mitten in der tiefsten niederbayerischen Provinz. Von diesem Gymnasium hieß es damals, es sei eine Art Straflager, aufsässige Lehrer oder Lehrer mit einem Knick in der Biographie seien seinerzeit dorthin strafversetzt worden (bei der Frau Buchner kann ich mir das allerdings nicht vorstellen).
Wie auch immer, die meisten Lehrer habe ich in bester Erinnerung, auch wenn (oder gerade weil) sie die eine oder andere Macke hatten. Ein letzter Hauch von "Feuerzangenbowle" ist damals so grade noch durch die Flure geschwebt. Als dann die pädagogischen Reformen kamen, hatte ich gottlob mein Abitur schon.
Ein Mitschüler ist während der Deutschstunde - wir nahmen grade irgend ein Theaterstück durch - dabei erwischt worden, wie er - in der hintersten Reihe sitzend - ein Buch gelesen hat. Drauf hingewiesen meinte er, er kenne das im Unterricht zu behandelnde Stück schon, er lese grade ein anderes Stück eines Klassikers. Er bot der Lehrerin ein Geschäft an: Er verhalte sich völlig unauffällig, störe den Unterricht nicht, dafür solle sie ihm erlauben, sein Stück weiter zu lesen. Die Lehrerin ließ sich tatsächlich auf diesen Deal ein. Wie gesagt, ein Elite-Gymnasium mit ungewöhnlichen Lehrern.

Es wird allgemein beklagt, heutige Schüler und Studenten stünden unter einem enormen Leistungsdruck, dem sie kaum gewachsen seien. Wenn das stimmt, dann müßten heutige Kinder deutlich mehr wissen als wir damals, wo es an der Schule doch eher lax zuging.
Merkwürdigerweise wird aber (von denselben Leuten) gleichzeitig beklagt, die heutigen jungen Menschen wüßten und könnten bedauerlich wenig, angehende Germanisten etwa, die ein haarsträubendes Deutsch schrieben, Rechtschreib- und Grammatikfehler, vom guten Schreibstil ganz zu schweigen.
Ich sehe da einen Zusammenhang.
"Ich glaube, daß einige der größten Geister, die je gelebt haben, nicht halb so viel gelesen haben und bei weitem nicht so viel wußten, als manche unserer mittelmäßigen Gelehrten. Und mancher unserer mittelmäßigen Gelehrten hätte ein größerer Mann werden können, wenn er nicht so viel gelesen hätte." (Lichtenberg)







[1]   Wir haben zum Beispiel auch im Deutschunterricht mehr über den Hitler-Faschismus gelernt als im Fach Geschichte.

Abfall und Wissenschaft

Immer der Aufklärung verpflichtet

Was viele nicht wissen: Die erste wissenschaftliche Arbeit über Müll und Müllentsorgung stammt von Friedrich Schiller, genau: dem Dichter. 1788 veröffentliche Schiller die "Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande". Danach geriet das Thema für weit über 100 Jahre wieder in Vergessenheit.

Mittwoch, 7. November 2018

Orkan

Vor einiger Zeit war ich mit meinem Sohn und ihm seiner Frau, also meiner Schwiegertochter zu einem Essen mit zugehörigem Schwatz verabredet, und zwar im Regensburger Lokal "Orkan", direkt an der Donau.

Ich war zu früh da, habe also draußen auf meine Lendenfrucht samt künftiger Enkelproduzentin gewartet.
Wenn man denkt, kommt man auf die merkwürdigsten Gedanken. Wieso, fragte ich mich, heißt das Lokal "Orkan"? Regensburg ist hunderte von Kilometern vom Meer entfernt, Orkane sind hierorts so selten wie Haie.
Nun bin ich 1 gebildeter Mensch und so fing es an, in meinem Hirn zu blubbern. Könnte es statt Orkàn nicht Òrkan heißen? Türken sind jedenfalls in Regensburg deutlich häufiger anzutreffen als verheerende Wirbelstürme - und dafür sollten wir Gott, Allah oder wem auch sonst dankbar sein.
Irgendwann kamen die beiden jungen Leute schließlich an und wir nahmen an einem Tisch Platz. Als die Kellnerin kam, die Bestellungen aufzunehmen fragte ich sie, ob man den Namen ihres Lokals nun Orkàn aussprechen solle (wie der Wind, der Wind, das himmlische Kind) oder doch eher Òrkan (wie der türkische Vorname). Sie schaute mich an, als wäre ich nicht ganz richtig im Kopf (dergleichen paßt mir öfter) und meinte, das wisse sie auch nicht. Einige Sekunden lang blickte sie versonnen ins Leere, dann meinte sie kleinlaut, der vorherige Inhaber des Lokals sei ein Türke gewesen.
Ach so.
Wenn Wissenschaft nur immer so einfach wäre.

Lineares Denken

Auf Facebook und in jedem anderen Medium, das Buchstaben verwendet liest du manchmal Sachen, bei denen du den Kopf gegen die Wand hauen könntest. Da schrieb eine Person, aus Gründen der Höflichkeit seien keine Namen genannt: "Ich bin auch gegen die Todesstrafe... es gibt allerdings eine Ausnahmen.. und das sind Pädophile... fass ein Kind an und du hast die Lebensberechtigung verwirkt!"
Warum nur, frage ich, warum ist dieses Brunzdumm-Tum nicht auszurotten? Mit Brunzdumm-Tum meine ich das lineare, das heißt folgerichtig in eine Richtung denkende Denken. "Ein Problem ist da, ich löse es, indem ich das Gegenteil tue, das heißt das Problem-Tun verbiete."
Ach!
Als seinerzeit - in den zwanziger Jahren - das Baby von Charles Lindbergh entführt und anschließend trotz Lösegeldzahlung tot aufgefunden wurde, verabschiedete der US-amerikanische Senat den sog. "Little-Lindbergh-Act". Künftig war danach Kidnapping mit der Höchststrafe, also der Todesstrafe bedroht.
Der naive Mensch denkt, damit wären künftig Kinder besser vor Entführung geschützt. Der lebenserfahrene Mensch dagegen wendet ein, daß dieses Gesetz eine Einladung an Kindes- oder überhaupt Entführer ist, ihr Opfer in jedem Fall zu töten. Da nämlich bereits durch die Entführung die Höchststrafe erreicht war, bestand künftig überhaupt kein Anreiz mehr, den Entführten am Leben zu lassen und damit die Gefahr der eigenen Entdeckung drastisch zu erhöhen. Den gleichen Effekt wirst du erzielen, wenn du Kindesmißbrauch mit der Höchststrafe bedrohst.
Brunzdumm-Tum, wie gesagt.
Es ist ganz ähnlich wie bei der Drogenpolitik. Drogen sind gefährlich, keine Frage, also besteht verantwortliches Handeln darin, Drogen zu verbieten, denkst du. Nach einer Weile ziehst du Bilanz und stellst fest, daß das mit dem Verbot so recht nicht funktioniert. Das liegt daran, denkst du, weil du nicht konsequent genug gegen den Drogenhandel vorgegangen bist. Du verschärfst die Gesetze, verstärkst die Polizei. Wenn du dann Bilanz ziehst stellst du fest, daß es immer noch nicht funktioniert. Das geht eine Weile so und schließlich mußt du beobachten, daß die Gefährlichkeit der Drogen durch das Verbot gestiegen ist.
Von Jaroslav Hašek - eh schon wissen, der Autor vom "Braven Soldaten Schwejk", ein Alkoholiker der Sonderklasse - gibt es die Geschichte "Eine Alkoholiker-Idylle". Ein Mann aus Prag pflegt jeden Abend zum Feierabend ein Glas Bier zu trinken. Seine Frau macht sich wegen dieser Regelmäßigkeit große Sorgen, sie fürchtet, ihr Mann könnte zum Alkoholiker werden oder wäre es vielleicht gar schon. (1) In einer Prager Tageszeitung findet sie die Anzeige eines nicht minder Prager Apothekers, in welcher dieser höchstprozentigen Alkohol als Heilmittel gegen die Abhängigkeit vom Bier anpreist. Sie kauft das Mittel und schüttet fortan ihrem ahnungslosen Manne einen gehörigen Schluck dieses Alkohols in das Bier. Der Mann verkommt, verkommt immer mehr und endet schließlich tragisch.
Du sagst, so einen Scheisendreck kann sich auch nur ein sarkastischer Alkoholiker wie eben Hašek ausdenken. Ich aber, wahrlich, wahrlich ich sage dir, 1898 brachte die Firma Bayer

das Wundermittel Heroin auf den Markt. Es wäre, so hieß es, unter anderem ein wirksames Medikament gegen die Opiumsucht. Dazu muß man wissen, daß Heroin konzentriertes Opium ist, sich also zu Opium verhält wie Schnaps zu Bier. So wirr im Hirn wie ein tschechischer Alkoholiker ist die Firma Bayer schon lange.
Als Heroin von der Firma Bayer auf den Markt gebracht worden ist, wurde es oral eingenommen und galt als probates Hustenmittel, auch und gerade für kleine und kleinste Kinder. Es wurde - übrigens erst 1931, also 10 Jahre (!) nach dem Verbot von Cannabis - schließlich verboten. Nun verschwindet eine Droge nicht einfach durch ein Verbot, das lehrt uns die Lebenserfahrung. Solange es Bedarf danach gibt, wird die Droge weiter gehandelt, nach einem Verbot halt auf dem Schwarzmarkt. Die Preise steigen dadurch, und zwar drastisch, denn der Handelsmann zahlt nun zwar keine Steuern mehr, aber er muß das Risiko von Entdeckung und Sanktion kalkulieren. Wie reagiert der Konsument auf die Preissteigerung? Er wird versuchen, mit einer kleineren Menge des so kostbar gewordenen Stoffs mindestens die gleiche Wirkung zu erzielen, klar. Er zerbröselt die Tabletten und schnieft das Heroin durch die Nase. Ein anderer kommt auf die Idee, den Wirkstoff aufzulösen und ihn sich direkt in die Vene zu injizieren, nochmalige Potenzierung der Wirkung. Ah, jetzt ist das Heroin wirklich gefährlich geworden, ein weiterer Grund, die Drogengesetze zu verschärfen.
Durch das Verbot hat keine Aufsichtsbehörde mehr die Möglichkeit, die Qualität des in den Handel gelangenden Stoffes zu kontrollieren, als Junkie kannst du nur noch beten, daß dich der eben erworbene Stoff nicht umbringt. Damit du dich als Junkie über die Runden bringst (das Zeug ist inzwischen schweineteuer geworden), mußt du einbrechen, rauben, Apotheken überfallen oder dich prostituieren - Beschaffungskriminalität. Du rutscht nahezu zwangsläufig in das gesundheitliche und soziale Elend. Der Zugang zu Spritzen wird erschwert, du teilst dir die Kostbarkeit mit anderen Drogenkonsumenten, infizierst dich und krepierst. Die Droge selbst spielt dabei eine untergeordnete Rolle, viel gefährlicher als die Droge ist das Betäubungsmittelgesetz.
Du kennst die Sherlock-Holmes-Geschichten, in denen sich der Meisterdetektiv Kokain spritzt, das er zuvor ganz legal erworben hatte? Opium und alle seine Derivate waren bis vor über 100 Jahren noch ganz legal zu erwerben. Der Lehrer Lämpel aus den Wilhelm-Busch-Geschichten hat am Ofen behaglich seinen Knaster geraucht. Knaster hieß der Pfeifentabak deshalb, weil er mit Cannabis-Samen versetzt war, die immer dann ein knasterndes Geräusch erzeugten, wenn sie von der Flamme erreicht wurden. Zu Hegels Zeiten war der Schnupftabak mit Cannabis versetzt (High durch Schmai!). Hegel konsumierte reichlich davon, wodurch sich zwanglos seine... ich sag mal: merkwürdige Philosophie erklären läßt. Das Christliche Abendland hat viele Jahrhunderte lang mit den allermerkwürdigsten Drogen gelebt, ohne dran unterzugehen. Anfang der zwanziger Jahre kamen dann fast gleichzeitig in den westlichen Ländern die Betäubungsmittelgesetze. Und mit den Betäubungsmittelgesetzen kam der Wahnsinn. Die vordem legalen und also wohlfeilen Drogen wurden mit einem Mal schwer erhältlich und also teuer. ZU teuer für einen Normalverdiener. Was muß er also machen? Er MUSS kriminelle Handlungen begehen, um an das Zeug zu kommen. Er/sie muß sich prostituieren. Der begehrte Stoff ist nur noch schwarz zu haben, keinerlei Qualitätskontrollen mehr. Der Zugang zu Spritzen wird erschwert, du teilst dir die Kostbarkeit mit anderen Drogenkonsumenten, infizierst dich und krepierst.
Die Drogentoten verrecken zum geringeren Teil an der Droge, sie sterben vor allem am Betäubungsmittelgesetz. Das Betäubungsmittelgesetz ist das Problem, dessen Lösung zu sein es vorgibt.
Ein wohlmeinender Irrer meinte einst, da die Gesellschaft unter Drogen leide, müsse 1 Grenze gezogen werden.
"Und du hast den Eindruck, daß diese Grenze auch nur einigermaßen dicht ist?" antwortete ich ihm. "Was für ein Kraut rauchst du? Seit vielen Jahrzehnten werden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Drogengesetze verschärft - und es wird nichts, überhaubenz nix besser. Die ganze Verbieterei bewirkt nichts, gar nichts."
Der austro-amerikanische Psychologe Paul Watzlawick hat mal das unglückbringende Gesetz "Mehr desselben" formuliert. Du hast ein Problem, die Lösung scheint dir plausibel. Nach einiger Zeit merkst du, daß die Lösung das Problem nicht löst, sondern eher noch verschärft. Ist klar, deine Lösung ist nicht radikal genug, als mußt du die Lösung verschärfen. Irgendwann stellst du fest, daß auch das nicht zu einer Verbesserung führt, also verschärfst du neuerlich...
Auf die Idee, daß die Lösung von Grund auf ein Schmarrn ist, kommst du in deiner Einfalt nicht.
Was wäre eventuell eine Lösung? Ich bin auch nicht dafür, Heroin in Kaugummi-Automaten zu verkaufen. Aber... stell dir mal vor, du bist Pusher und hast endlich die Hilde so angefixt, daß sie dein Zeug kaufen muß. Toll. Jetzt aber geht die Hilde zum Gesundheitsamt, läßt sich dort als Heroinabhängige registrieren und holt sich jeden Tag in der nächstgelegenen Apotheke ihre Dosis Heroin ab, und das zu einem derart günstigen Preis, daß du als illegaler Dealer niemals mithalten kannst.
Wenn ich der capo di tutti i capi der Drogenmafia wäre, würde ich Politiker, welche die Freigabe von Drogen (mit Aussicht auf Erfolg) fordern, erschießen lassen. Stell dir nur mal vor, ein ganz wesentlicher Geschäftszweig der Mafia würde wegbrechen, weil der Apotheker an der Ecke den Job übernimmt...
Die Alkohol-Prohibition in den USA hat uns gelehrt, daß dadurch die Mafia so richtig fett geworden ist. Ein weiterer Effekt war, daß durch die Prohibition der biedere Normalbürger auf die Herren von der Organisierten Kriminalität angewiesen war, wenn er zur Hochzeit seiner Tochter ein bisserl Sekt haben wollte. Der biedere Normalbürger hat also in den zehn Jahren des Alkoholverbots gelernt, die Mafia als sinnvolle Institution nicht nur zu akzeptieren, sondern auch wertzuschätzen.
Und drittens, und das ist wirklich grauslig, ist der normale Bier- oder Weintrinker auf Schnaps umgestiegen, denn bei Schnaps ist das Volumen einer bestimmten Alkoholmenge deutlich geringer als bei Bier oder Wein, also leichter zu schmuggeln. Und in der Tat war nach der Prohibition die Anzahl der Alkoholiker in den Vereinigten Staaten erheblich höher als zuvor.
Leute, das kommt von diesem gottverfluchten linearen Denken. "Ich habe ein Problem, ich habe eine Lösung und fertig. Daß jede Lösung ein neues Problem erzeugt, halte ich für marxistische Propaganda."
Ein anderes Beispiel für die Unfähigkeit vernetzt zu denken: Hast du schon mal irgendwas davon gehört, daß ein Wissenschaftler mögliche Klimaveränderungen durch Windkraftwerke durchgerechnet hat? Du lachst jetzt und frägst, was denn um Gottes Willen Windkraftwerke am Klima verändern können. Na, die paar, die es bis jetzt gibt, werden nichts Großartiges bewirken, schon klar. Aber stell dir mal vor, was sein wird, wenn es sehr, sehr viele von diesen Dingern gibt: Sie fangen den Wind ab und verwandeln seine Kraft in elektrische Energie. Logischerweise müssen hinter den Windkraftwerken andere Windverhältnisse sein als es ohne diese Flügel gewesen wären.
Ich weiß nicht, welche Auswirkungen diese großräumigen Strömungsveränderungen der Atmosphäre auf das Klima haben werden, ob günstig oder verheerend, aber es müssen Veränderungen entstehen, es kann gar nicht anders sein.
Macht sich einer darüber Gedanken? Jetzt, wo man noch relativ einfach das Problem lösen könnte, ehe es wirklich entsteht, indem man etwa die Verteilung der Windmühlen so gestaltet, daß die Veränderung minimiert wird?
Es fehlt an der Phantasie.


(1) Witzigerweise befindet sie sich damit mit gar nicht wenigen schlauen Medizinern und Psychologen im gleichen Boot. Diese schlauen Mediziner und Psychologen - man könnte auch sagen: Narren - belegen jeden, der täglich Alkohol (wie wenig auch immer) konsumiert mit dem Bannfluch "alkoholabhängig". Wenn eines Tages deine Tochter kommt und dir sagt, sie habe einen Psychologen kennengelernt und wolle ihn heiraten, so verstoße sie.

High Noon oder: Wieviel Liebe in einer Revolverkugel stecken kann

Ich weiß nicht, ob junge Leute den Film-Klassiker "High Noon" ("12 Uhr mittags) aus dem Jahre 1952 noch kennen. Wir sind damals noch mit der Schule ins Kino gepilgert, um diesen Film von Fred Zinnemann, mit Gary Cooper und Grace Kelly zu sehen.
"Am Anfang des in Echtzeit erzählten Filmes heiratet Will Kane, verdienstvoller und beliebter Town Marshal der Kleinstadt Hadleyville, die Quäkerin Amy. Dafür hat er zuvor seinen Posten aufgegeben, sein Nachfolger wird am folgenden Tag eintreffen. Doch unmittelbar nach der Trauung erhält er die Nachricht, dass der Bandit Frank Miller, der von Kane fünf Jahre zuvor ins Gefängnis gebracht wurde und ihm Rache geschworen hat, begnadigt worden sei und mit dem Zug um zwölf Uhr mittags (High noon) in die Stadt kommen werde. Da bereits drei Mitglieder der Miller-Bande am Bahnhof warten, wird Kane von den anwesenden Hochzeitsgästen gedrängt, die Stadt sofort zu verlassen und seinen verdienten Ruhestand anzutreten.
Kane gibt zunächst nach, kehrt jedoch trotz Amys energischem Protest bald um. Amy, die Gewalt grundsätzlich ablehnt, stellt ihn vor die Wahl: Entweder er flieht mit ihr, oder sie verlässt allein die Stadt - und damit ihn - mit dem 12-Uhr-Zug. Kane entscheidet sich dafür, zu bleiben und zu kämpfen, da die Stadt, in der erst er Recht und Ordnung hat durchsetzen können, andernfalls wieder in die Hände der Banditen fiele."
Wie auch immer - es kommt schließlich zum Showdown, eine wilde Rennerei und Schießerei. Kane gelingt es mit einigen Listen zunächst, zwei der Gefährten von Miller zu erschießen. Der dritte Komplice schießt beide Revolver leer, will nachladen. Amy, die sich im Büro des Marshalls befindet, beobachtet dies. Aus dem Hinterhalt schießt sie - entgegen ihrer religiösen Überzeugung und ohne ihn anzurufen - dem Banditen in den Rücken. Batsch, aus.
Ein tödlicher Schuß in den Rücken, aus dem Hinterhalt und aus nächster Nähe... Sag an, gibt es eine zärtlichere Geste, dem Geliebten seine Liebe zu beweisen?
Damit keine Mißverständnisse aufkommen - ich meine das NICHT sarkastisch, sondern ganz ernst. Amy ist Quäkerin, als solche ist sie, anders als die meisten Amerikanerinnen, niemals an der Waffe ausgebildet worden. Ihn anzurufen und ihn aufzufordern, sich zu ergeben wäre Selbstmord gewesen. Der erfahrene Killer hätte sie auf jeden Fall ausgetrickst und seinerseits umgebracht. Sie hat alles richtig gemacht.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, daß ich als junger Mann ein strikter Pazifist war. Daß mit meinem Pazifismus irgend was nicht stimmte, habe ich anläßlich des Münchner Olympia-Attentats von 1972 gemerkt. Im Radio kam die Nachricht, auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck seien alle Geiseln getötet worden, dazu einige der Geiselnehmer. Die anderen Geiselnehmer seien festgenommen worden.
Ich war entsetzt. Wie kann man, so fragte ich mich irritiert, palästinensische Geiselnehmer festnehmen statt sie an Ort & Stelle zu töten? Was wird passieren? Irgendwann wird irgend einer Geiseln nehmen um die festgenommenen Palästinenser freizupressen. Genau so war's dann auch.
"Du sollst nicht töten", heißt es. Dagegen ist nichts einzuwenden. Manchmal aber ist es ein Verbrechen jemanden NICHT zu töten.
Anläßlich eines runden Jubiläums des Olympia-Massakers gab es im Fernsee eine Dokumentation. Unter anderem kam ein Italiener zu Wort, damals Mitglied der Olympia-Mannschaft im Kleinkaliberschießen. Er erzählte, er habe seinerzeit von seinem Zimmer aus einen der Attentäter gesehen, nicht gerade nah aber doch nah genug, daß er ihn - hochtrainierter Schütze, der er war - locker hätte treffen können. Minutenlang sei die Situation so gewesen, minutenlang habe er gezögert und dann doch nicht geschossen. Dann brach er in Tränen aus, schluchzte. 30 oder 40 Jahre danach quälte ihn immer noch sein Gewissen, weil er jemanden NICHT erschossen hat.

Ach ja, ehe ich es vergesse: Man nennt mich gerne einen "Gutmenschen". Dieselben Arschlöcher, die mich oder irgendwelche anderen Leute "Gutmensch" nennen werden mich jetzt verachten, weil ich dasselbe Arschloch bin wie sie.

Donnerstag, 1. November 2018

Es gibt keine Rassen

Eines muß klar sein, Mädels: ES GIBT KEINE RASSEN! Weder bei Hunden oder Katzen oder Rindern, schon gar nicht bei Menschen.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem wird irgendwann auffallen, daß es Hunde verschiedenster Rassen gibt.
Wer ganz genau hinschaut und auch nur für ein Fünferl zum Denken imstande ist [1], dem ist allerdings klar, daß es natürlich keine Rassen gibt. Rasse ist ein menschliches Denkkonstrukt, der Mensch denkt sich die Rassen in die Welt hinein. Jeder Mensch (weiblich) kann sich prinzipiell mit jedem anderen Menschen (männlich) paaren, so daß Nachkommen entstehen, die dann halt irgendwie ausschauen und es gibt ein wunderbares Durcheinander. Daß die Leute am Limpopo (fast) alle schwarz sind, an der Donau dagegen eher weiß, liegt schlicht am unterentwickelten (Reise-)Verkehr zwischen Donau und Limpopo. Daß die schwarzen Menschen schwerpunktmäßig am Limpopo leben und nicht an der Donau, liegt daran, daß unter vor- oder frühzivilisatorischen Lebensbedingungen in den Ländern um den Äquator die stark pigmentierte schwarze Haut ein enormer Überlebensvorteil war. Natürlich gibt es biologisch keine Rassen, das gilt für Menschen und das gilt selbstverständlich auch für Hunde oder Katzen oder Rinder.
Jeder Hund (weiblich) kann sich mit jedem anderen Hund (männlich) paaren, so daß Nachkommen entstehen (Gut, okay, die Paarung zwischen einem Chihuahua und einem Dobermann wäre in der Praxis etwas schwierig, aber sonst...). Reinrassige Deutsche Schäferhunde gibt es nur deshalb, weil die Züchter sorgfältig drauf achten, daß sich ihre Weibchen nur mit entsprechenden Rüden paaren. Ließe man die Hunde einfach nach Gusto entscheiden, wäre diese wohldefinierte Hunderasse bald verschwunden.
Die Mamma Ima, eine meiner vielen Hunde, hatte einst 15 Welpen. Gut, zwei davon kamen bereits tot zur Welt, bleiben 13. Bis auf einen Welpen hatten alle den Körperbau von Mamma Ima. Die Fellzeichnung dagegen war unterschiedlich, teilweise extrem unterschiedlich. Mamma Ima war sehr fleißig, sie hat sich seinerzeit mit wahnsinnig vielen Rüden gepaart.
Die beiden Schönen hier sind Sammy und Lola. Es sind Schwestern und zwar aus dem gleichen Wurf. Es gibt biologisch keine Rassen!
Soziologisch dagegen gibt es durchaus Rassen. Auch sie sind ein menschliches Denkkonstrukt, ein Denkkonstrukt aber, das ungeheure Auswirkungen auf das Leben von Menschen hat. In unserer real existierenden Welt ist es absolut nicht gleichgültig, mit welcher Haut­far­be ich auf diese Welt gekommen bin.
Jemand wie Obama wäre noch in den sechziger Jahren aus dem Scheißhaus geprügelt worden, wenn er sich in ein Abteil für Weiße verirrt hätte.

Festzuhalten bleibt, daß die ganze Rassenhuberei eine menschliche Erfindung ist. Da hat Hägar der Schreckliche
 einen Hund, der aussieht wie ein Wolf.
"Ey, Hägar, ich will auch so einen Hund", sagt Sven Glückspilz und so geht Hägar daran, seinen Hund mit einem anderen Hund zu paaren, der ganz ähnlich aussieht wie der erste Hund. Von den Welpen schauen nur die wenigsten so aus, wie die Elterntiere, die nicht ähnlichen werden mit dem Kopf an einen Stein geschlagen und weggeworfen. Züchterischer Bio-Müll.
Nur die ähnlichen werden behalten und weitergezüchtet und irgendwann ist Hägar so weit, daß bei einer Paarung von Wolfshund mit Wolfshund fast nur noch kleine Wolfshunde rauskommen. Die definiert er nun als Rasse.
Was ich sagen will: Rassen findet der Mensch nicht vor, er muß sie vielmehr erzeugen.
"Aktuell wird „Rasse“ taxonomisch nur noch für Haustiere und Kulturpflanzen verwendet (vgl. Rasse (Züchtung)), ist wissenschaftlich obsolet und kommt mehr und mehr außer Gebrauch."
Und weiter, ebenfalls Wikipedia:
"In der Biologie wird die Art Homo sapiens heute weder in Rassen noch in Unterarten unterteilt. Molekularbiologische und populationsgenetische Forschungen seit den 1970er Jahren haben gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und den fließenden Übergängen zwischen geographischen Populationen nicht gerecht wird. Zudem wurde herausgefunden, dass die augenfälligen phänotypischen Unterscheidungsmerkmale der Rassentheorien nur von sehr wenigen Genen verursacht werden, der größte Teil genetischer Unterschiede beim Menschen stattdessen innerhalb einer sogenannten „Rasse“ zu finden ist. Überdies ist etwa die Hautfarbe evolutionär ein sehr labiles Merkmal, das heißt, sie hat sich bei Wanderungsbewegungen menschlicher Populationen über verschiedene Breitengrade hinweg in relativ kurzer Zeit verändert. Dies liegt daran, dass die Hautfarbe unter starkem Selektionsdruck steht. So gehen Anthropologen heute davon aus, dass die ersten Europäer (Cro-Magnon-Mensch) dunkelhäutig waren.
Die Einteilung des Menschen in biologische Rassen entspricht damit nicht mehr dem Stand der Wissenschaft. Dennoch wird der Begriff bisweilen in der biomedizinischen Forschung und im üblichen Sprachgebrauch in manchen Ländern (etwa in Lateinamerika) nach wie vor verwendet."

Dieses noch zum Thema:
Weite Teile dieses Blogbeitrages habe ich bereits Anfang des Jahres in ein paar Kommentaren meinerseits formuliert. Nicht, daß es wichtig wäre, aber ich erwähne es der Vollständigkeit und Korrektheit halber.



[1]   Das ist gottlob nur eine kleine radikale Minderheit.