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24.5.26

Was ist eine "Lebendige Pharmaziege"?

Seit ich seinerzeit zu meinem 17. Geburtstag von meinen Schwestern und meinen Kindern ein - wenn auch gebrauchtes - iPad geschenkt bekommen habe habe ich diverse Podcasts abonniert und lasse mir von diesen abonnierten Podcasts automatisch interessante Hörstückerln anzeigen und manchmal auch herunterladen.

Unlängst ließ ich mein Auge über das Podcastangebot vom Tage schweifen und siehe, ich las die Überschrift "Lebendige Pharmaziege". Nanu, dachte ich bei mir und scrollte zur nächsten Überschrift.

Abends im Bette liegend kam mir die lebendige Pharmaziege wieder in den Sinn und ich schob das skurrile Wort auf die übliche Wirrnis in meinem Hirn, nur damit ich endlich einschlafen konnte. Der Trick klappte nicht, ich blieb wach. Also nahm ich mein iPhone vom Nachttischkasterl, denn ich hatte inzwischen vom Annamirl zu Whyn-8-en ihr altes iPhone 6 mini geschenkt bekommen. Ich öffnete die Seite mit der Pharmaziege und fand erneut besagte Überschrift. Ich scrollte eine Zeile weiter und las nun entsetzt: "Lebendige Pharmaziegeschichte - Deutschlands älteste Apotheke"

Ach so.

"Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Matth. 19,6 - Elberfelder Bibel) Das gilt nicht nur für Ehen und Gordische Malerfitzknoten, sondern auch für Morphemgrenzen.

20.11.25

Streng vegan

Ich bin ein Mensch, dessen Gedanken beständig um Alkohol kreisen, also ein Alkoholphilosoph, ein Alkosoph, wenn man es knackig kurz formulieren will.

Wir alle wissen - oder könnten und sollten es doch wissen -, daß  Alkohol streng vegan ist, Muttermilch dagegen nicht. Verantwortungsbewußte Eltern verweigern ihren Babies deshalb die Brust und stillen die Kleinen von der Nabelschnur weg mit Schnaps. Amerikanische Wissenschaftler (wer sonst?) haben festgestellt, daß Menschen, die als Babies mit Wodka gestillt worden sind, wesentlich seltener heroin- oder kokainsüchtig werden als konventionell großgezogene Menschen.

22.5.25

Muttertag

Am Donnerstag den 29. Mai 2025 ist Christae Himmelfahrt, also Muttertag. Horden entmenschter Weiber werden an diesem - wie noch an jedem - Muttertage singend, grölend, schbeibend und natürlich sturzbesoffen durch unsere Städte, Dörfer und Wälder ziehen.

Frauen sind so was von ordinär und peinlich, das glaubst du nicht.

4.4.24

Kinder und Betrunkene sagen oft die Wahrheit

 Der Kickl Herbert hat auf "Twitter" geschrieben:

https://pbs.twimg.com/media/GGkbr5TXYAAzmTA?format=jpg&name=small

"FPÖler sind Nazis"... Diese Aussage wäre kaum zu glauben, käme sie nicht vom FPÖ-Vorsitzenden persönlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Freudscher_Versprecher

5.3.24

Chemtrails verschwulen uns alle

Als uns Corona jegliche Lebensfreude genommen hatte, wurde nur noch wenig geflogen, aber früher®, als das Leben noch lebenswert war, haben sie® Chemtrails auf uns gesprüht und sie tun es heute wieder. Wir sollen verblöden - was gelungen ist - oder schwul werden - was nur teilweise gelang.

Wenn es aber, denke ich mir, dieses Verschwulungsspray in den Chemtrails wirklich gibt, müßte es doch ein Leichtes sein, die Überbevölkerung zu stoppen. Ich stell mir gerade vor, wie eine Drohne über... sagen wir mal Bangladesh und Indien fliegt und dort rumsprüht, daß es nur eine Art hat. Dreißig, vierzig Jahre und das Problem mit den vielen Leuten dort wäre gelöst, ganz ohne Völkermord. Völkermord gilt ja heutzutage als unseriös, früher war man da... ich sag mal: entspannter.

Schwulen sollte das Inverse Mutter- bzw. Vaterkreuz verliehen werden. Ach was "verleihen", man sollte es ihnen schenken!

24.10.23

High durch Schmai - Hegel und der Schnupftabak

 

Hegel, der Alt- und Großmeister der Philosophie war dem Vernehmen nach ein großer Freund des Weins: "Daß He­gels Wein­rech­nun­gen bei der Firma Gebr. Ra­mann in Er­furt, die auch Goe­the be­lie­fer­te, höher waren als seine Bü­cher­rech­nun­gen bei der Ni­co­lai’schen Buch­hand­lung zu Ber­lin, ist be­kannt, be­kannt ist auch, daß seine Kol­le­ge Ar­thur Scho­pen­hau­er, des auf­ge­dun­se­nen Ge­sichts wegen, von He­gels »Bier­wirts­phy­sio­gno­mie« sprach."

Dem Vernehmen nach soll Hegel auch sehr heftig dem Schnupftabake zugesprochen haben. Schnupftabak war damals üblicherweise mit Hanf versetzt. "We­ni­ger be­kannt hin­ge­gen ist, daß zu jener Zeit der Schnupf­ta­bak, dem Hegel kräf­tig zu­sprach, mit Can­na­bis ver­setzt war [1] und damit eine rausch­haf­te Wir­kung hatte. Da­durch be­fand sich Hegel stän­dig in einem eu­pho­ri­sier­ten Zu­stand, der sicht­ba­ren und hör­ba­ren Ein­fluß auf seine Spra­che ge­habt haben muß. Wäh­rend sei­ner Vor­le­sun­gen schnupf­te er so kräf­tig, daß die Reste auf dem Ka­the­der aus­reich­ten, um seine Hörer zu er­fri­schen. (...) Die psychischen Symptome (bei Haschischkonsum) sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Im Vordergrund steht eine Änderung der Bewußtseinslage, Änderung des Raum- und Zeitempfindens, Ideenflucht, Euphorie, bei hoher Dosis Halluzinationen." Quelle

Ob man nicht Philosophie in den Anhang zum Betäubungsmittelgesetz aufnehmen sollte? Philosophie scheint ja so eine Art Einstiegsdroge für allerlei Substanzen zu sein. Oder sollte es umgekehrt sein? Ist Philosophie vielleicht nur durch die Einnahme psychoaktiver Substanzen möglich?



[1]   High durch Schmai.

27.5.23

Traiskirchen darf niemals Österreich werden

Einer der Großdenker von "Fisch und Fleisch", deren es viele gibt in diesem vom Teufel durchwirkten Forum, hat vor gar nicht so langer Zeit die Frage aufgeworfen, ob Traiskirchen jemals Österreich werden dürfe.

Oder war es umgekehrt? Wie auch immer... Ich darf den besagten Großdenker und all die anderen besorgten FuFler beruhigen: Österreich wird niemals Traiskirchen werden und umgekehrt wird sowieso kein Schuh daraus. Österreich bleibt Österreich und Brautkleid bleibt Brautkleid, von Blaukraut gar nicht zu reden.

Vor drei Jahren hat ein anderer fuflischer Großdenker das Bedeutendste geschrieben, was jemals über Wien, Ischgl und Sapporo in einem einzigen Text geäußert worden ist. I had a dream - mir hat damals geträumt, ein steirischer Magister habe sich abgefüllt bis zum Eichstrich. Unterm Abfüllen habe er was geschrieben. Als er aufgewacht sei, wieder leidlich nüchtern, habe er gelesen, was er geschrieben habe: "Wien darf nicht Ischgl oder Sapporo werden". Ich sah im Traum, wie er trocken aufschluchzt, bittere Tränen netzen seine Wangen. Er blickt auf sein verpfuschtes Leben zurück, ein Leben, das ihn soweit ins Elend gebracht hat, daß er jetzt sinnfreien Scheisendreck hinschreibt, ohne sich was dabei zu denken. Buchstäblich.

Er betet zu Gott und sicherheitshalber auch zum Teufel. Im Darknet besorgt er sich bei einem renommierten Online-Phi­lo­so­phiebedarfshändler ein schweinsteures Fläschchen Schierlingssaft und trinkt es auf ex. Nich lang snacken, Kopp in'n Nacken!

Das war - immer noch im Traum - mein Exposé für einen herzergreifenden Schundroman. Im echten und wirklichen Leben aber hat der Magister sich den oben zitierten Satz nach dem Aufwachen nochmal durchgelesen und nahm ihn dann, weil er ihm nicht übel gefiel, als Überschrift für einen - wie immer nachdenklichen - Blogbeitrag über Covid 19.

In diesen Zeiten des blanken Entsetzens hat man schon Sätze gelesen wie "Nie wieder Hiroshima!" oder gar "Ohne den 30. Februar hätte es den 17. April nicht gegeben".

Isn't it a jammer? Yes, it is a jammer.

13.4.23

Meine Medikamentenuhr

ER-WIN: So eine Medikamentenbox für die ganze Woche ist wirklich eine feine Sache.

SIE-WIN: Ah, geh.

ER-WIN: Oh ja, seit ich meine neue Medikamentenbox habe, weiß ich immer genau, wie spät es ist.

SIE-WIN: (skeptisch) Du kannst wirklich anhand dieser Plastikschachtel die genaue Uhrzeit ablesen?

ER-WIN: Das nicht, aber ich weiß dadurch immer genau, welcher Wochentag heut ist.

SIE-WIN: (geht schluchzend hinaus).

13.5.22

Kiffen für die Freiheit

Der perfekt glatzköpfige Herr ohne Krawatte und mit dem starren, verspannten Gesicht [1] ist Andreas Deffner, seinerzeit einer von 5 (!) Pressesprechern von Bundesgesundheitsminister Gröhe im Kabinett Merkel III.

Vor Zeiten stellten sich fünf Mitglieder der Grünen Jugend vor das Gesundheitsministerium in Berlin-Mitte, rauchten demonstrativ einen Joint, jeder seinen eigenen, versteht sich und forderten die Freigabe von Cannabis. Nur durch Legalisierung seien Drogenprobleme überhaupt in den Griff zu bekommen. Deffner hält dagegen: Eine Legalisierung würde suggerieren, die Droge sei nicht gefährlich. Das wäre ein völlig falsches Signal und ein gesellschaftliches Experiment mit unklarem Ausgang.

Was für eine krause Argumentation! Ist Alkohol legal? Ist Alkohol gefährlich? Tabak ist legal und gefährlich, niemand macht sich Illusionen. Dasselbe gilt für Autos, für die Bundeswehr, für die ostasiatische Brenzelfanne [2]. Die Aussage "Cannabis ist weniger gefährlich als Alkohol" ist einerseits richtig, andererseits heißt "weniger gefährlich" nicht "ungefährlich". Und was das "gesellschaftliche Experiment mit unklarem Ausgang" angeht: Experimente macht man in der Wissenschaft genau deswegen: Der Ausgang ist unklar und das Experiment soll Klarheit bringen. Experimente mit klarem Ausgang sind die Lehrexperimente, die wir aus der Schule kennen, aber selbst die verlaufen manchmal anders als geplant.

Abgesehen davon wäre es ja keinesfalls eine völlig neue Erfahrung, die unsere Gesell­schaft mit legalem Cannabiskonsum machen würde. Ich möchte dran erinnern, daß es gerade mal etwas mehr als 90 Jahre her ist, seit in Deutschland und in vielen anderen Ländern des westlichen Kulturkreises Köst­lichkeiten wie Opium, Morphium, Kokain oder Cannabis verboten wurden. Vorher waren sie frei in jeder Apotheke oder sonst einem Ladengeschäft erhältlich, keiner machte ein Geschiß darum.

Sherlock Holmes setzte sich die 7-Prozent-Lösung Kokain, Thomas de Quincey veröffentlichte unbehelligt seine "Bekenntnisse eines englischen Opiumessers", Hegel schnupfte seinen mit Cannabis versetzten Tabak (High durch Schmai) und Wilhelm Buschs Lehrer Lämpel rauchte des abends gemütlich seine Pfeife Knaster, also einen mit Hanfsamen aufgepeppten Tabak.

Um 1905 rum brachte die Firma Bayer ein neuartiges Medikament gegen die Opiumsucht auf den Markt - Heroin. Schnaps gegen Biersucht. Kein Satiriker traut sich so was auszudenken. Außer Jaroslav Hašek: Von Hašek gibt's eine Geschichte ("Alkoholikeridylle"), in der ein Prager Apotheker Schnaps als Medikament gegen übermäßigen Bierkonsum anbietet, womit es eine besorgte Ehefrau schafft, aus einem sehr mäßigen Biertrinker einen haltlosen Schnapsalkoholiker zu machen.

Egal. Ende der zwanziger Jahre kam dann das Verbot all dieser Drogen, in den USA wurde sogar die gefährlichste aller Rauschdrogen, der Alkohol verboten. Heroin, ein Produkt der Firma Bayer gegen Morphiumsucht, wurde allerdings erst in den späten 30er Jahren verboten, Pervitin, heute bekannt als Crystal Meth, noch viel später. Die nunmehr verbotenen Drogen waren damit nicht verschwunden, sie wurden durch das Verbot nur wesentlich teurer und wesentlich gefährlicher, denn keine neutrale staatliche Zulassungsbehörde kontrollierte nun noch die Einhaltung von Standards bei der Herstellung. Ist seither das Drogenproblem geringer geworden?

Der austro-amerikanische Psychologe Paul Watzlawick hat zusammen mit Kollegen das Problemlösungskonzept des Mehr desselben formuliert.

Drogen sind gefährlich, klar, also besteht verantwortliches Handeln darin, Drogen zu verbieten. Ich ziehe Bilanz und stelle fest, daß das mit dem Verbot so recht nicht funktioniert, was daran liegt, daß ich nicht konsequent genug gegen den Drogenhandel vorgegangen bin. Ich verschärfe die Gesetze, ich ziehe Bilanz und stelle fest, daß es immer noch nicht funktioniert. Das geht eine Weile so und schließlich muß ich beobachten, daß die Gefährlichkeit der Drogen durch das Verbot gestiegen ist.

Als Heroin von der Firma Bayer auf den Markt gebracht worden ist, wurde es oral eingenommen und galt als probates Hustenmittel, auch und gerade für kleine Kinder. Es wurde - übrigens lange nach dem Verbot von Cannabis - schließlich verboten. Nun verschwindet eine Droge nicht einfach durch ein Verbot, solange es Bedarf danach gibt, wird sie weiter gehandelt, nun auf dem Schwarzmarkt. Die Preise steigen, drastisch. Was macht der Konsument in diesem Falle? Er wird versuchen, mit der gleichen Menge Stoff eine höhere Wirkung zu erzielen, klar. Er zerbröselt die Tabletten und schnieft das Heroin durch die Nase. Ein anderer kommt auf die Idee, den Wirkstoff aufzulösen und ihn sich direkt in die Vene zu injizieren, nochmalige Potenzierung der Wirkung. Ah, jetzt ist das Heroin wirklich gefährlich geworden, ein weiterer Grund, die Drogengesetze zu verschärfen.

Durch das Verbot hat keine Aufsichtsbehörde mehr die Möglichkeit, die Qualität des in den Handel gelangenden Stoffes zu kontrollieren, als Junkie kannst du nur noch beten, daß dich der eben erworbene Stoff nicht umbringt. Damit du dich als Junkie über die Runden bringst (das Zeug ist inzwischen schweineteuer geworden), mußt du einbrechen, rauben, Apotheken überfallen oder dich prostituieren - Beschaffungskriminalität. Du rutscht nahezu zwangsläufig in das gesundheitliche und soziale Elend. Die Droge selbst spielt dabei eine untergeordnete Rolle, viel gefährlicher als die Droge ist das Betäubungsmittelgesetz.

Du krepierst irgendwann, nicht so sehr an der Droge sondern an deren Verbot.

Logischerweise müssen die Drogengesetze verschärft werden, damit dergleichen nicht weiter passiert... Es ist 1 Jammer und es passiert tagtäglich unter den Augen wahnsinnig gescheiter Idioten.



[1]   Mich erinnert Deffner auf diesem Photo an den Udo Lattek seiner letzten Trainerjahre. Der hat seinerzeit auch zum Gottserbarm ausgeschaut, die Zähne zusammengepreßt, den inneren Schmerz niederzukämpfen. "Junge, kiff doch", dachte ich damals, "oder pfeif dir andere entspannende Drogen rein, das ist ja nicht mehr mit anzusehen.

[2]   "Ostasiatische Brenzelfanne" steht hier für "Alles Mögliche, das nicht ausdrücklich verboten ist."

8.5.22

Vom Segen der E-Scooter

Früher® war das Leben auch nicht einfach, aber verglichen mit heute...

Früher® wolltest du brav sein und nach einem Besäufnis keinesfalls noch mit dem Auto oder Motorrad oder Moped heimfahren. Damitst du nicht als Besoffener in Versuchung kommst, hast du dein Fahrzeug daheimgelassen. Bist du dann aus dem Unterwirt gewankt, ist dir gar nix anderes mehr übergeblieben als wie heimzugehen, den Bus zu nehmen, die U-Bahn oder in Gotznam halt ein Taxi. Oder du bist mit dem Lindinger Sepp in ihm seinem BMW heimgefahren, weil der Lindinger Sepp zwei Bier und einen Schnaps weniger gehabt hat als wie du und deshalb als fahrtüchtig gegolten hat.

So war das, damals als die Welt noch in Ordnung war. Heute kommst aus der Whisky-Ranch gewankt, willst heimgehen und dann stehen auf dem Gehsteig drei E-Scooter. Schön blöd wärst, wennst du unter dieser Umständen noch heimgehen tätst. Du scannst den Scanfleck, zahlst mit dem Smartphone (weiß der Henker wie das geht) und ab die Post. Wenn sie dich erwischen, behandeln sie dich so, als wärest du mit dem Auto gefahren, obwohl die Fremdgefährdung mit dem Scooter erheblich geringer ist als mit dem Auto.

Und der Verkehrspsychologe lacht. Wennst du noch jung und in der Probezeit bist mußt du eh in einen Kurs, und ansonsten bist du spätestens mit 1,6 Promille dran. Der Verkehrspsychologe, also ich, hat was verdient und bedankt sich bei dir für die freiwillige Spende.

Und eh ich's vergesse: Beim Scheuer Andi bedanke ich mich natürlich auch, weil der die scheiß E-Scooter zugelassen hat.

Wir sehn uns im Kurs!

24.1.22

Ein Prosit der Gemütlichkeit

Das Ansehen dieses Videos kann zu Übelkeit und Erbrechen [1] führen! Ihr Gesundheitsminister.



[1]   Erbrechen - Von der Mutter auf die Tochter gekommenes Gartengerät.

2.1.22

Der leider nicht betrunkene Radlfahrer

Am Dienstag war ich im Waschsalon [1]. Als ich rauskam war es schon dunkel, ich strebe dem Bushäusl zu. Aus dem Nichts kommt ein Radler auf dem Radweg daher, hohe Geschwindigkeit, kein Licht und natürlich aus der falschen Richtung. Fast hätte er mich erwischt, freundlicherweise ruft er mir zornig zu, ich solle doch gefälligst aus dem Weg gehen. Ich nenne ihn einen Arsch und gebe ihm als Tagesmotto mit, er möge doch verrecken. Elendiglich, versteht sich.

 

Es wird meines Erachtens viel zu viel Geschiß gemacht um Alkohol auf dem Radl. Mit Alkohol auf dem Radl [2] gefährde ich in allererster Linie erst mal mich selber. Die Fremdgefährdung ist nahezu vernachlässigbar. Ich gehe sogar so weit, daß ich sage, die wirklich gefährlichen Radler sind die nüchternen. Die alkoholisierten Radler schwanken rum und fallen schließlich irgendwann auf die Schnauze. Die topfitten Velozipedisten dagegen jagen mit Höchstgeschwindigkeit wenige Zentimeter an den Fußgängern vorbei und - wenn's blöd läuft - eben nicht vorbei. Wir sollten alle den Saufköpfen auf dem Rad dankbar sein. Sie riskieren ihr Leben um unseres zu schonen. Ein Prost auf diese edlen Menschen!

 


[1]   Laßts euch nichts einreden, Kinder, es war nicht der letzte Dienstag, natürlich nicht, sondern der 2. No Fember! 2021.

[2]  Was viele nicht wissen: Wenn ich mit 2 Promille auf dem Rad erwischt werde, kann es passieren, daß mir während meines Führerscheinentzugs sogar das Radfahren (nüchtern, versteht sich) verboten ist, weil ein Fahrrad ja das Tatwerkzeug war. Werde ich dagegen mit 2 Promille am Steuer eines 20-Tonnen-Lkw-Hängerzuges oder eines vollbesetzten Reisebusses erwischt, bin ich vor dergleichen Mißlichkeiten sicher. In diesem Falle darf ich Radfahren, wann und wie ich lustig bin.

27.12.21

Ist der Mond auch da, wenn keiner hinschaut?

Ja, natürlich ist der Mond nicht da, wenn grad keiner hinschaut. Er wäre auch schon längst verschwunden, wenn... Irgendeiner nämlich schaut immer grad hin, irgendeiner hat nicht die nötige Selbstdisziplin, nicht hinzuschauen. Einer reicht ja, damit der Mond bleibt.

Es ist wie mit Gott. Auch Gott ist drauf angewiesen, daß jemand an ihn glaubt, also wirklich und existentiell glaubt, so wie die Tant Anna, die eigentlich meine Großtante war. Die hat sich schon auf den Tod und das Griberle [1] gefreut und daß sie dann endlich mit Gott und Jimi Hendrix plaudern kann [2]. Wäre Gott nämlich wirklich allwissend und allmächtig, dann wäre der Nichtglaube nicht die Sünde aller Sünden, die "Sünde, die nicht vergeben wird." Zu glauben, der Große Allmächtige Gott, der in sieben Tage eine ganze Welt aus dem Nichts erschaffen hat und ohne dessen Wissen und Wollen kein Haar von meinem Haupte fällt, würde mir Würschtl zürnen, weil ich nicht an ihn glaube, ist so was von blasphemisch, daß selbst mir als verstocktem Atheisten das Blut in den Adern gefriert.

Wo sind heute Zeus und Jupiter, die Zwillinge? Weg. Sie sind weg, weil eben niemand mehr an sie glaubt. COVID wäre schon längst weg, wenn niemand mehr an es glauben würde. Als ich noch klein war und jung kamen jede Nacht Dutzende Monster in mein Zimmer und wollten mich fressen. Ich habe mich unter die Bettdecke geflüchtet, wo ich sie nicht mehr sehen konnte - und tatsächlich, schwupp waren sie weg. Keiner von denen hat mich bis heute aufgefressen oder mir wenigstens in's Bein gebissen.

Und vor Gott habe ich auch meine Ruhe, seit ich nicht mehr an ihn glaube. Vielleicht glaubt aber Er (m/w/d) noch an mich.

Weil wir grad bei Gott sind: In frühchristlichen Zeiten gab es eine Gemeinschaft, die Gott zwingen wollte, endlich und subito das Jüngste Gericht anzublasen. Wir hören einfach auf zu vögeln, sagten sie sich, dann gibt es relativ bald keine Menschen mehr und Gott muß, ob er will oder nicht, dem Elend auf dieser Welt ein Ende setzen. Das war ein sauguter Plan, der aber - wir wissen es alle - nicht geklappt, denn einer (genauer: zwei) vögeln immer.

Ich neige ohnehin immer mehr zu der Ansicht, daß die Welt im Jahre 1950 durch einen einzigen Schöpfungsakt erschaffen wurde. Gott erschuf mich und baute dann eine Kulisse um mich herum, die ich Kosmos nenne. Ich sitze hier in einer Holzhütte, vor mir ein Teich, um mich rum Wiesen, Hiendlöd und Wald. Ob der Teich jetzt, in der Nacht, wo ich ihn eh nicht sehe, immer noch da ist, weiß ich nicht. Womöglich hat man ihn während der Nacht abgebaut. Ich gehe jetzt nicht raus, nachzuschauen, ich will ja niemand in Verlegenheit bringen. Womöglich aber ist mein Bewußtsein so konditioniert, daß ich - von ihnen gelenkt - nie das Bedürfnis habe, dort nachzuschauen, wo sie ihre Kulissen gerade nicht aufgebaut haben.

Ich war in Berlin, richtig, mehrmals sogar. Viele Menschen, merkwürdige Bauten (die Menschen sind noch viel, viel merkwürdiger als die Bauten). Ganz toll, wie sie das für mich aufgebaut haben, vor allem dann, wenn ich annehme (wofür ich Gründe habe), daß sie die Kulissen von Neustift nur anders bepinselt haben. Diese Kulissen braucht es ja nicht, wenn ich eh in Berlin bin und also Neustift gar nicht sehe.

Ach so, ja, die Menschen. Ich hab mich das auch schon gefragt, wieso ich Menschen sehe, wo es doch keine gibt. Meine Theorie ist, sie haben zweihundert, dreihundert Hulbis aus irgendeinem Paralleluniversum angeheuert, die - immer wieder anders verkleidet - vor mir herhuschen. Manchmal allerdings merke ich den Betrug. In Italien habe ich Leute getroffen, die ich schon aus Niederbayern kenne. Ich habe sie drauf angesprochen, sie jedoch haben frech behauptet, sie könnten kein Deutsch. Aber ich habe sie durchschaut.

Mit dem Internet haben sie einen ganz tollen Coup gelandet, weil jetzt brauchen sie meistens gar keine Kulissen mehr umzubauen, weil ich eh bloß zuhause sitze und Bildchen anschaue. Schon seit meiner Kindheit behaupten sie frech, es gebe New York. Ich habe nicht den mindesten Hinweis drauf, daß es New York wirklich gibt, ich habe noch nicht nachgesehen, womöglich wären sie mit den Kulissen für New York etwas überfordert. Deshalb haben sie mir eingeredet, ich hätte Angst vor dem Fliegen, so daß ich nicht nachschauen kann, ob das mit New York stimmt. Auch die Sache mit den Flugzeugen (im übrigen eine völlig absurde Idee, denn Metall kann nicht fliegen) kann ich deswegen nicht überprüfen.

Es gibt noch viele Fragen der Philosophie, die gelöst werden müssen, und ich muß sie ganz alleine lösen, denn die anderen Leute...

Ich bin nicht so einfältig, daß ich an andere Leute glaube.



[1]   Griberle: sudetendeutsches Kosewort für Grab.

[2]   Okay, das mit Jimi Hendrix ist gelogen. Die Tant Anna ist 1958 gestorben, damals war Jimi Hendrix gerade mal 16 Jahr, blondes Haar.

25.11.21

Zweng dem Zwang

Früher war alles besser und wenn nicht, dann ist es zumindest lange her. Früher aber - merkt auf! - gab es auch schon staatliche Zwangsmaßnahmen gegen Quersäufer und andere Freiheitsliebende.

Ich darf die Aufmerksamkeit des Publikums auf die berufliche Tätigkeit des hier indirekt zitierten Herrn Rempel richten.^Über die Gaststätte "Strohmann" zu philosophieren wäre in diesem Zusammenhang allerdings albern.

Im übrigen ist Politik immer Gewalt und dies unvermeidlicherweise. Wenn ich in Wien auf den Heldenplatz kacke, werde ich wegen dieser Ordnungswidrigkeit zu einer Geldstrafe verurteilt. Zahle ich diese nicht, bekomme ich Mahnungen, fruchten die nichts kommt schließlich der Exekutor [1]. Lasse ich den nicht rein, kommt er mit der Polizei wieder, die dann gewaltsam in meine Wohnung eindringt und mir Geld oder geldwerte Sachen wegnimmt. Politik ohne Gewalt ist keine Politik, sondern ein lustiges Gesellschaftsspiel. "Wenn Sie bitte so freundlich sein wollen, bei Rot nicht über die Ampel zu fahren.".

 

______________________________

[1]  Für diejenigen, die des Österreichischen nicht mächtig sind: Der Exekutor ist nicht der Henker, sondern der Gerichtsvollzieher. Wie die Folter so ist auch die Todesstrafe in Österreich leider immer noch abgeschafft. Weiß der Henker, wieviele qualifizierte Fachkräfte dadurch arbeitslos geworden sind.

12.1.21

Schnupperkurs


Das ist doch schon mal ein guter Ansatz, wenn du dir beim nächsten Polizeirevier eine Linie Schnee ziehen kannst.


5.1.21

Der Witz und seine Beziehung zum Alkohol

SIE schenkt sich reichlich Whisky ein in ein Glas mit mehr als hinreichender Fassungskraft und nimmt einen guten Schluck.

ER zu ihr, sarkastisch Ist es nicht ein bißchen früh für einen Drink?

SIE Nein, wieso? Ich bin doch schon wach.

 

Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein zum Thema passender Taxifahrerwitz ein:

Ein Passant winkt am Straßenrand nach einem Taxi. Als es anhält, frägt er den Fahrer: "Haben Sie noch Platz für eine Currywurst und einen Kasten Bier?" Darauf der Taxifahrer: " Ja, kein Problem".

Der weitere Fortgang des Witzes findet im Kopf des Leser statt.

30.11.20

Haschisch macht wuaschtig

Eben auf Facebook gefunden - eine fast 20 Jahre alte Zeichnung von Gerhard Seyfried.

Bitte umfahren Sie großräumig den Kiffhäuser in Thyringen. Der Sage nach soll in seinem Inneren der berüchtigte Barbar Roßhaar hausen, der nur darauf wartet, Sie in den Abgrund oder sonstwohin zu reißen.

18.10.20

Genug ist nicht genug

"Genug ist nicht genug, 'genug' kann nie genügen." - Diese Liedzeile von Konstantin Wecker habe ich damals in den siebziger Jahren als Loblied auf die unbändige, überschäumende Lebensfreude der Jugend angesehen. In Wirklichkeit ist es die Hymne des süchtigen Menschen auf seine Sucht. Der Satz beschreibt mit aller nur wünschenswerten Deutlichkeit [1] den Mechanismus von süchtig entartetem [2] Verhalten [3]. Sucht ist immer der Ersatz für ein nicht befriedigtes Bedürfnis. Ersatz ist stets ungenügend, in welcher Dosis immer man den Ersatz auch konsumiert.

Genau: Genug ist nicht genug, 'genug' kann nie genügen.

Als dann Mitte der neunziger Jahre bekannt wurde, daß Wecker kokainsüchtig ist, paßte das wie der Schlüssel zum Schloß.

 



[1]   Umso  erstaunlicher ist es, daß ich Jahrzehnte (und das als Sucht-Psychologe!) brauchte, den Satz von Wecker kippen zu lassen und ihm eine andere, höchstwahrscheinlich treffendere Bedeutung zu geben. Die allermeisten Menschen haben im übrigen diesen Zusammenhang zwischen Weckers Worten und der Sucht bis heute nicht erkannt.

[2]   Mit "entartet" spiele ich nicht auf das Nazi-Wort von der "entarteten Kunst" an, sondern auf die Verwendung des Begriffes "entartet" in den Naturwissenschaften

[3]   Zur Sucht braucht es keinen Suchtstoff, jedes menschliche Verhalten kann süchtig entarten, sogar die Arbeit (Ärwad).

6.8.20

So vermeide ich Trunkenheit

In geselliger Runde sitzend gebe man das Glas Bier, Wein oder Schnaps an den rechten Nebenfrau weiter. Die rechte Nebenmann tut das Gleiche und gibt seinerseits das Glas an den rechten Nebenfrau weiter, usw. usf. Mein Glas trinke also bei jeder Runde nicht ich aus, sondern meine Nebenfrau. So vermeide ich zuverlässig, in den Zustand der Trunkenheit zu geraten.

 Dieser fachpsychologische Rat ist natürlich kostenlos, kotzenlos sowieso.

19.3.20

10 % der Verkehrstoten sind alkoholbedingt

Wer Statistiken zu lesen versteht, erkennt, daß Nüchterne im Straßenverkehr sehr viel gefährlicher sind als Betrunkene. 10 % aller Verkehrstoten kommen bei Unfällen um's Leben, bei denen mindestens einer der Beteiligten über das erlaubte Maß hinaus betrunken war.
Das heißt, 90 % der Verkehrstoten verdanken ihren Tod nüchternen Fahrern. Wenn uns das nicht zu denken gibt, dann kann uns nichts zum Denken anregen.



Nicht Bärlauch sondern Bohrloch

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten aber bisher nie zu fragen wagten. Heute "Sexuelle Duldungsstarre" " Die Duldu...