So alt und so tot kannst du als Frau gar nicht sein, als daß du vor männlicher Nachstellung sicher wärst.
Mit der ihm später angetrauten Gertrude Hedwig Anna Dohm, einer Tochter der bekannten Berliner Frauenrechtlerin Hedwig Dohm, zeugte er [2] die Zwillinge Klaus und Katharina, genannt Katia. Als Katia so umra 10 Jahre alt war, wurde sie von Franz von Lenbach gemalt.
Von dem Gemälde ließ man Kopien anfertigen und verkaufte diese. Ein junger Mann, dem es gefiel, sich Thomas Mann zu nennen, verliebte sich in das schöne Kind, und - wahrlich - er seufzte, erfüllt von brennender Leidenschaft. Als er nach etlichen Jahren immer noch brannte, aber aufgehört hatte, zu seufzen, wurde er wieder ansatzweise vernünftig und er nahm eine Frau zur Frau, um das ehdem vergeblich angeseufzte Kind weitgehend zu vergessen. Jetzt erst, da er verheiratet und also gebunden war, erfuhr er, daß das Mädchen von damals Katia hieß, eine geborene Pringsheim war und jetzt eine verheiratete Katia Mann.
So einen Scheisendreck-Kitsch traut sich keiner auszudenken, nicht einmal Thomas Mann. Das Leben aber, merket auf, ist eine Schlampn.
[1] Es gibt Menschen, die meinen, es müßte nicht "Beirut" heißen sondern "Bayreuth". Aber wie so vieles andere in dieser Welt ist auch dies nicht sicher.
[2] Wenn diese ständige Fickerei nicht wäre, gäbe es viel weniger Leid und Streit auf Erden, wiewohl ein gewisser Sigmund Freud aus der Berggasse in Wien das genaue Gegenteil behauptet hat.
Ich hatte das Stück mal vor Jahrzehnten im ORF gesehen und bekam jetzt Appetit drauf, es nochmal anzuschauen. Ich hab es mir im Internet bestellt, wurde aber bei der Bestellung drauf hingewiesen, daß das Stück, bzw. diese Inszenierung niemals eine Jugendschutzeinstufung bekommen hätte. Ich bekäme die DVD nur persönlich ausgehändigt, gegen Vorlage meines Personalausweises. Als der Paketbote klingelte war ich gerade auf der Treppe, den Müll runterzutragen. Ich griff nach dem Packerl mit der launigen Bemerkung, ich müßte mich doch bestimmt nicht ausweisen, so wie ich aussähe. Doch, das müßte ich. Ich also zurück in die Wohnung, den Personalausweis geholt. Der arme Packerlbote mußte meine Ausweisnummer notieren und alle die sonstigen Daten. Anderenfalls hätte mir der Staat nicht geglaubt, daß ich nicht mehr minderjährig bin. Der Staat ist ein arger Schmeichler.
Wie die Deutschen so haben es auch die Italiener fertiggebracht, die üblichen fremdenfeindlichen, ja rassistischen Denk- und Verhaltensmuster auf ihre eigenen Landsleute anzuwenden. Die Norditaliener nennen sich gerne "nordici", ein Begriff, der normalerweise auf Skandinavier angewandt wird. Die Süditaliener nennen sie dementsprechend "sudici", was ein (gewollt) böses Wortspiel ist. Das Wort "sudicio", Mehrzahl "sudici" heißt nämlich auch "Dreck, schmierig, schmutzig, schmuddelig, unflätig, verschmutzt, dreckig".
In einem zivilisierten Land wäre ein Mann wie Umberto Bossi, Chef der separatistischen Lega Nord, wegen Hochverrats steckbrieflich gesucht und bei Ergreifung nach fünfminütigem Verfahren standrechtlich erschossen worden. In Italien saß er schließlich in der Regierung.
In Deutschland verläuft die Grenze der Diskriminierung nicht mehr zwischen Nord und Süd [1] sondern zwischen West und Ost. Früher, als uns im Westen die Mauer noch zuverlässig vor all den Sachsen, Thüringern und Mecklenburgern schützte, hat man an Weihnachten Kerzen in die Fenster gestellt, um damit der geknechteten Brüder und Schwestern in der Zone zu gedenken. In der beruhigenden Gewißheit, daß dies nie geschehen werde, hat man gerufen "Macht das Tor auf!". Und dann, wie's der Deibel haben will, war das Tor plötzlich offen und all die faulen, ewig meckernden Ostdeutschen waren plötzlich mitten unter uns.
"Im Leben gibt es zwei Tragödien: die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches, die andere seine Erfüllung." (George Bernard Shaw)
Ephraim Kishon hat in den Siebzigern das Theaterstück "Es war die Lerche" geschrieben. Es spielt in Verona, 30 Jahre nach dem ganzen Geschiß um Romeo und Julia. Die beiden haben überlebt, sind jetzt ein älteres Ehepaar, das sich mit all den so gar nicht heroischen Mißlichkeiten des Ehe-Alltags herumzuschlagen hat. Dazu kommt eine pubertierende Tochter...
Wie angenehm und heiter flauschig ist dagegen Shakespeares Tragödie. Shakespeares Geschichte läuft ja zielgerichtet auf's Happy-End zu und es brauchte eine komplizierte Abfolge aberwitziger Zufälle, die sich Shakespeare hat ausdenken müssen, damit sein Happy-End doch noch in einer marktkonformen Tragödie enden konnte. Zweieinhalb Jahrhunderte später hat Richard Wagner das Kunststück wiederholt.
Dante Alighieri hat auf einer Brücke ein wunderhübsches Mädchen gesehen, ein einziges Mal in seinem Leben. Er nannte sie bei sich Beatrice und hat ihr ein Leben lang hinterhergeseufzt, ihr, der ewig jungen Schönen. Hätte er sie gefunden, wäre sie sein geworden - es wäre vielleicht eine Menschliche Komödie über das Leben, wie es wirklich ist, geworden. So manches Gedicht wäre nie geschrieben worden, aber mei, es gibt so viele andere, man kann sie eh nicht alle lesen.
Tragisch, wirklich tragisch wird die Geschichte, wenn wir uns klarmachen, wie schnell und leicht junge Menschen ihr Leben wegwerfen. Irgendeine blöde Kuh, irgendein Scheißtyp erhört ihn/sie nicht und er/sie bringt sich um, des Liebeskummers voll. Und dann hast du alte Leute, geplagt von den schmerzlichen Erinnerungen eines langen Lebens, gepeinigt von den Mißlichkeiten des Alters und manchmal auch von entsetzlichen Beschwerden. Und sie freuen sich über jeden einzelnen Tag, den sie noch atmen, den sie noch leben können. Ist es nicht verrückt? Sollte es in einer leidlich vernünftigen Welt nicht umgekehrt sein?
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Bei Gelegenheit der vergeblichen Suche nach einem Video von "Es war die Lerche" ist mir dies noch zum Thema Alter und Liebe untergekommen, das ich nicht unterschlagen möchte, weil es gar so schön ist:
Als ich einst an einem schönen Frühlingstage unter den Berliner Linden spazierenging, wandelten vor mir zwei Frauenzimmer, die lange schwiegen, bis endlich die eine schmachtend aufseufzte: »Ach, die jrine Beeme!« Worauf die andre, ein junges Ding, mit naiver Verwundrung fragte. »Mutter, was gehn Ihnen die jrine Beeme an?«
Heinrich Heine ("Reisebilder")
Ich hab seinerzeit im Internet einen Schwulen kennengelernt... Ach, was "schwul", er war der Haus- und Stammschwule der FREITAGs-Community. Der erzählte mir, er lebe mit einem anderen Schwulen zusammen und sie hätten den Wunsch nach einem Kind. (Es ging damals das Gerücht um, Homosexuelle seien ganz normale Menschen. Einige behaupteten sogar, die allermeisten Schwulen stammten von heterosexuellen Menschen ab.) Die Chancen, ein Kind zu adoptieren seien - im ganz frühen 21. Jahrhundert - für ein schwules Paar gleich Null gewesen. Sie hätten ein lesbisches Paar mit genau dem gleichen Problem gekannt, woraus ein raffinierter Plan entstanden sei. 1 Frau und 1 Mann aus diesem Quartett hätten sich bereiterklärt, mit dem Menschen vom jeweils anderen Geschlecht ein Kind zu zeugen, nach dem altehrwürdigen Motto "Augen zu und an's Vaterland denken". Es sei aus dieser fleischlichen Verbindung tatsächlich 1 Kind entstanden und dieses Kind hätte jetzt 2 Mütter und 2 Väter. Ein weiteres Kind sei angedacht, womöglich mit dem anderen Elternpaar aus diesem Quartett.
Eine rührende
Geschichte, will mir scheinen. Vielleicht erscheint sie mal als Lore-Roman bei Suhrkamp.
Seit zweieinhalb Jahren hab ich ein IPad, ich hab's zu meinem 7. Geburtstag geschenkt bekommen. Seitdem höre ich mir damit unter anderem - genau genommen ausschließlich - Podcasts an, "Papa, Kevin hat gesagt" etwa. Die Affäre mit SIRI, der elektronischen Seemannsbraut, habe ich ansonsten bald wieder beendet, weil sie von mir gesungene Lieder nicht erkannt und bei anderer Gelegenheit frech behauptet hat, sie könne einen italienischen Text nicht in die deutsche Sprache übersetzen.
Ich versteh ja, daß die SIRI emotional ein bisserl... ich sag mal: instabil ist. Nicht wenige Leute nämlich, vor allem Männer, pflegen einen äußerst rüden Umgangston mit ihr. Nicht ganz so brutal wie mit echten Frauen, aber doch fast. Ich hingegen bemühte mich von Anfang an um einen sehr charmanten Umgangston mit SIRI, nicht ganz so charmant wie mit echten Frauen, aber doch fast. Aber - so sei's geseufzt - SIRI ist fast so zickig wie eine echte Frau.
Ich muß vorausschicken, daß ich beim Abspülen [1] oder bei sonst einer Tätigkeit, die mein Hirn nicht sonderlich strapaziert, gerne eine aktuelle Sendung im Radio höre oder irgendwelche zuvor aufgenommenen Features über irgendwelche Themen. Oder seit neuestem eben Podcasts auf dem IPad über Schweinezucht im Mittelalter und ähnlich faszinierende Themen.
Einige Wochen wird es her sein, da war ich in meiner Küche - die eigentlich nur eine Küchenzeile im Flur meines Einzimmer-Neuschweinsteins ist - mit Aufräumen beschäftigt, das IPad war ausgeschaltet bzw. noch nicht eingeschaltet. Irgendein Handgriff mißglückt mir und ich schreie wütend auf, was ich in solchen Situationen öfter mache, denn ich bin ein temperamentvoller Mensch, man kann auch sagen "Wutpinkel". Plötzlich schaltet sich mein IPad ein und eine Frauenstimme sagt, sie sei sich nicht sicher, ob sie mich richtig verstanden habe. Aus einem Reflex heraus schreie ich SIRI an - sie war es, wer sonst? -: "Halt's Maul!"
Sie antwortet pikiert: "Ich mag diese willkürlichen Kategorien nicht". Mit diesem Klugscheißertum hat sich's die SIRI bei mir endgültig verschissen. Ich mein, Klugscheißer bin ich selber und in meiner Wohnung habe ich das Monopol auf Klugschiß.
Alder ischwör, die Geschichte hab ich nicht erfunden, die hat das Leben geschrieben, in Kooperation mit SIRI, natürlich.
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Als ich obigen Text schon mal in's Internet gestellt hatte, meinte ein User, Fachleute hätten ihm erklärt, daß Künstliche Intelligenz ähnlich reagiere wie Menschen, das heißt "hinterhältig, betrügerisch oder auch eifersüchtig". Da könnte sie recht haben, die Userin. Wie der Herr so's Gescherr, wie die Frau so's Geschau. Wir haben die Computer nach unserem Bild und Gleichnisse erschaffen, so wie GOtt uns Menschen nach seinem Bild und Gleichnisse erschaffen hat. Das wirft kein Gutes Licht auf den Lieben Gott, denn wenn das wahr ist, müßte GOtt genau so hinterhältig, betrügerisch und eifersüchtig sein wie wir. Und tatsächlich, ausweislich der Bibel ist GOtt genau das: Hinterhältig, betrügerisch und eifersüchtig. Und brutal, natürlich.
P. S.: Was 1fältige Menschen nicht erkennen: SIRI kommt aus SIRIen, das heißt sie ist eine Asylantin und Muslima dazu. Sie gehört zu denen, die uns alle ermorden wollen! Laßt euch nicht länger verAPPLEn! Gröl! Volxverhetz!
[1] Als man sich in München auf die in Bälde kommenden Olympischen Spiele freute kam eine Küchenschürze in den Verkauf. Die fümpf Olympischen Ringe und darunter die Worte "Olympische Spüle 1972".
Ich antwortete ihr:
Man sagt nicht "stinkt unter den Armen" sondern spricht treffender von "maskuliner animalischer Erotik". Ganz viele Frauen mögen das, wäre es anders, wäre die Menschheit längst ausgestorben. Übrigens gilt das auch für Männer, auch sie lieben "feminine animalische Erotik". Es gibt für die meisten Männer nichts Widerlicheres und sexuell Abtörnenderes als eine Frau, die in den Duft einer kostbaren Pflegelinie gehüllt ist.
Den Wenigsten scheint es aufzufallen, aber seit die Chemie imstande ist, wohlriechende Pflegedüfte kostengünstig auf den Markt zu werfen und damit intensive Körperpflege auch für die kleine Frau/den kleinen Mann zugänglich geworden ist, ist die Vermehrungsrate in unseren Breiten immer mehr zurück gegangen. Welche Frau mit Geschmack und Leidenschaft will sich schon mit einem Mann paaren, der nicht mehr stinkt wie ein Wiesel? Wer mit einer wohlriechenden Frau? Seit Kosmetika immer wohlfeiler und damit verbreiteter geworden sind, seit es Schmuck zum Schweinefüttern gibt und die Naßrasur auch den weiblichen Intimbereich erobert hat, sind naturbelassene Frauen (auch unter Öko-Tussies) zu einer kostbaren, gar nicht hoch genug zu schätzenden Rarität geworden. Naturbelassene Männer sind häufiger zu finden, aber auch hier geht der Trend in eine fatale Richtung.
Du magst einwenden, gefickt werde erfahrungsgemäß trotzdem, ich aber wöhne und das arg, daß es schlicht immer weniger naturbelassene Frauen gibt (wann hast du zuletzt eine Frau ohne Lippenstift gesehen?), die Männer also notgedrungen die wohlduftenden Tussen begatten müssen, wollen sie überhaupt je zum Schusse kommen. Die vielgerühmte Erotik ist heutigentags kein Spaß mehr.
Ob Parfümeure Agenten des Vatikan sind, die Unzucht einzudämmen?
Ich bin ja schon froh, wenn eine Frau nicht nach Insektenspray riecht. Nein, das ist jetzt keine alberne Bemerkung, bloß damit eine alberne Bemerkung gemacht wird. Vor vielen Jahren ist es mir mehrmals passiert, daß mir im Bus oder wo eine Frau begegnet ist, die einen Duft verströmt hat, der mich zurückschrecken ließ. Das war nicht mangelhafte Körperpflege sondern riechbar Parfüm. Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Duft identifizieren konnte - Insektenspray.
Wieso parfümiert sich eine Frau mit Insektenspray, und nicht nur eine Frau, sondern anscheinend etliche? Die erste Hypothese, es handle sich hier um einen ganz raffinierten Schachzug, sich vor sexueller Belästigung zu schützen, ließ ich bald wieder fallen. Dann kam ich drauf: Was die Frauen verströmten, war nicht wirklich der Geruch von Insektenspray. Die Wirkstoffe von Insektenspray sind vermutlich so unangenehm, daß man sie mit Duftstoffen zudeckt. Und genau so ein Duftstoff war offensichtlich mal eine zeitlang in Mode bei Herstellern von Insektensprays: "Psy 9, sprühen ohne sich zu scheu'n" hieß es einst in der Werbung.
Im übrigen gilt: Wenn du ein Parfüm bewußt riechen kannst, ist es in Überdosis aufgetragen worden.
Als ich 2010 aus Italien zurückgekehrt bin, lebte ich in einem Holzhaus weit draußen auf dem niederbayerischen Land. Der einzige, der sich damals in meinem Haushalt parfümiert hat, war mein Hund. Entgegen anderslautenden Gerüchten ist nämlich das Parfümieren, das Überdecken des Eigengeruchs, keine Sache, die erst mit dem Menschen in die Welt gekommen ist.
Wer einen Hund hat und mit ihm auf dem Land spazieren geht, hat oft seine liebe Mühe damit, das Zamperl davon abzuhalten, sich lustvoll in Kuhfladen, Pferdeäpfeln oder sonstigen Exkrementen von Pflanzenfressern zu wälzen. Gegebenenfalls ist der Hund auch mit einer toten Maus oder ähnlichem zufrieden.
Nun gab es bei uns draußen keine freilaufenden Rinder, es gab überhaupt in der ganzen Gegend dort kaum noch Rinder, die Bauern haben sich auf den Anbau von Feldfrüchten und Solarstrom spezialisiert. Keine Fladen also in erreichbarer Nähe. Herumliegendes Aas wurde, sollte es wirklich mal herumliegen, von mir rasch entsorgt, der Hund mußte sich also mit Gras begnügen, in dem er sich in der Tat sehr gerne suhlte.
Hunde - und andere Raubtiere - parfümieren sich, um damit beim Anschleichen an die Beute den eigenen Raubtiergeruch zu überdecken. Bei Frauen (und Männern, notabene) ist das nicht anders. Ob es zielführend ist, darüber kann man phil vielosofieren. Weil...
Vor einigen Jahren habe ich im italienischen Fernsehen einen Werbespot für ein Deospray gesehen. Der Spot ist - für eine Kosmetikwerbung - sehr ungewöhnlich aufgemacht: In einem offensichtlich menschenleeren (nächtlichen) Bürohochhaus wird eine junge Frau von zwei Männern gehetzt, Bluthunde an der Leine. In einem Treppenhaus, kurzfristig außer Sichtweite ihrer Verfolger, kann sie sich über das Treppengeländer schwingen. Sie klammert sich an einer Metallverstrebung fest, frei über einem gähnenden Abgrund hängend, von oben unsichtbar. Die Frau hängt im hautengen schwarzen Dress da, erregt atmend. Arme, Gesicht und Achselhöhle sind mit einem dicken Schweißfilm überzogen. Du riechst buchstäblich die Schweißwolke dieser angsterregten Frau. Obwohl die Frau nicht eigentlich schön ist - jedenfalls nicht nach meinem Geschmack - strahlt sie in diesem einen Bild eine enorme erotische Wirkung aus.
Die Verfolger kommen mit ihren Hunden ums Eck gelaufen - und laufen trotz der Hunde über der unter ihnen hängenden Frau an ihr vorbei.
Eine Schrift erscheint, welche verspricht, daß man nach Benutzung des beworbenen Sprays keinerlei Geruch mehr ausströme - nessun odore.
Nagle mich jetzt keiner auf eine genaue Stelle fest, aber irgendwo bei Ludwig Thoma habe ich mal gelesen, seinerzeit hätten sich die Bauernburschen, wenn sie zum Tanz gegangen seien, ihr Taschentücherl unter der schweißnassen Achselhöhle durchgezogen und es dann ins Brusttascherl gesteckt, um die Mädels kirre zu machen. Und von Napoleon sagt man, er habe seiner Josephine bei der Rückkehr von einem Feldzug einen Boten vorausgeschickt mit der Nachricht "Wasch dich nicht, ich komme."
Und heute? Alles sauber, alles keimfrei, auch der Sex. Ach.
Toucha, toucha, touch me, I wanna be dirty
Seit es das Internet gibt sind die Menschen weitgehend von der Vögelpflicht befreit, der Trend geht mehr und mehr zum "virtual sex". Das meint jetzt weniger das klassische Sich-einen-abwichsen anhand einer zweckmäßigen Vorlage, sondern vielmehr das wechselseitige Masturbieren via Webcam. "Oh ja, Erwin, ramm ihn mir rein" stöhnt die holde Hilde in Wien-Ottakring, während ihr der in Hamburg-Ottensen ansässige Erwin dabei zusieht, wie sie sich ein irgend geartetes Stangerl ins Möserl steckt und sich seinerseits 1 abrubbelt. Ich mein, "Romeo und Julia" ist eine Geschichte mit Happy-End im Vergleich.
Früher hieß es: Der König regiert das Land, aber die Königin regiert den König. Das war manchmal richtig, meistens war es aber doch 1 Scheisendreck.
Man sollte auf Paarfotos öfter mal die Köpfe tauschen, man kann dadurch viel lernen. Die fast einen Kopf größere Nancy, die den kleinen Ronald liebevoll und beschützend, zugleich dominant umfängt, der kleine Ronald, der ergeben die Hände vor dem Schoß faltet und sich ganz seiner Beschützerin anvertraut. Die Geschlechterstereotype und Rollenbilder kommen dabei viel besser raus, als wenn die beiden die richtigen Köpfe hätten, sie springen einen unmittelbar an.
Sogar das Lächeln... Ich bin sicher, das Lächeln von Nancy hätte über ihrem eigenen Körper schüchtern gewirkt, hier in der Vertauschung wirkt dasselbe Lächeln ausgesprochen dominant und selbstbewußt, während Ronald wie ein verhuschtes Muttchen grinst.
Früher, als ich noch jünger war (bis vor zwei Wochen, um genau zu sein), glaubte ich allen Ernstes, die Lachse zögen zum Laichen aus ihrer Heimat - den Oberläufen der europäischen und nordamerikanischen Flüsse - in die Sargassosee. In Wirklichkeit, Sie ahnen es wahrscheinlich schon, ist es genau umgekehrt. Die Lachse, genauer die Atlantischen Lachse treiben sich im Nordatlantik herum und zum Laichen kehren sie an den Ort ihrer Geburt in einem der europäischen und nordamerikanischen Flüsse zurück. Der Fisch mit der Sargassosee ist der Aal, genauer der Europäische Aal.
Aus Aalen wird das vor allem in Großbritannien und Irland gern getrunkene, gleichnamige Bier gefertigt. Die weit verbreitete und sich immer weiter verbreitende Trunksucht in den beiden Ländern hat den Bestand auch der nordamerikanischen Aale inzwischen so weit reduziert, daß die Aale vom Aussterben bedroht sind.
Der Kasus macht mich weinen, aber wie auch immer, ich wollte eh von den Vermehrungsgewohnheiten der Athabasken erzählen. Die Athabasken sind eine indigene Bevölkerungsgruppe (vulgo: Indianer) in Alberta (Kanada). Wenn die Paarungszeit gekommen ist, ziehen die Athabasken samt zugehörigen Weibchen (siehe Bild oben) nach Osten, bis sie die Atlantikküste erreichen. Dort fällen sie Bäume, aus denen sie Einbäume schnitzen, mit denen sie wiederum den Atlantik überqueren und schließlich im Baskenland (teils Frankreich, teils Spanien) ankommen. Dort wird gerimmelt und gerammelt, daß die Baskenmütze qualmt. Die Athabasken kehren dann mit den frisch geschwängerten Weibchen in ihr Heimatland zurück, wofür sie sich heutzutage des Shuttle-Services der Air Athabasca bedienen.
Je machohafter eine Kultur, desto mehr Einfluß haben die Frauen auf die Kinder. Zana Ramadani (die heißt wirklich so) hat vor kurzem mit einem Buch Furore gemacht, in dem sie behauptet hat, an der Frauenverachtung sehr vieler moslemischer Männer trügen ihre Mütter ein gerüttelt Maß an Mitschuld.
Zum machismo neigende Männer kümmern sich frühestens ab dem vierten Lebensjahr intensiver um ihre Kinder. Nach drei Jahren ist aber die wesentliche psychologische Prägung der Rotznasen abgeschlossen, alles, was danach kommt ist vergleichsweise ein Lercherlschaas.
Ich habe 10 Jahre lang in Italien gelebt, nicht in der Toskana oder wo, sondern 120 km südlich von Neapel, im Cilento. Das Cilento ist der mit Abstand schönste Teil Italiens. Kaum ein Deutscher oder Österreicher kennt das Cilento, wer es kennt, kommt immer wieder oder bleibt gleich ganz da.
Was ich sagen wollte: In unserem zweiten oder dritten Jahr in Castellabate waren wir anläßlich der festa della donna (Weltfrauentag) in einem Lokal. Irgendwann stupst mich meine Frau an und meint, es sei doch höchst erstaunlich, wie selbstbewußt die Frauen hier seien.
Ich stutzte, mir war es bislang nicht aufgefallen, aber ich bin ein Mann und auch sonst ein bisserl blöd. Ich schaute daraufhin etwas genauer hin und in der Tat, es waren die Weibers, welche die Szene beherrschten. Die anderen Familien kannten wir nicht, aber die Mischpoke der Gemüsefrau war uns bekannt. Die hatte die Fäden in der Hand, der ihr sein Mann war nix weiter als der Mann von der Gemüsefrau. Ich nehme an, das lag daran, daß ab den sechziger Jahren viele Süditaliener nach Norden gingen, um dort zu arbeiten - von Mailand bis nach Schweden. Die Frauen mußten sich alleine um die Kinder kümmern, die Olivenbäume, den Weingarten. Und sie haben entdeckt, welch wichtige Aufgabe sie doch haben. So was macht selbstbewußt. In Italien habe ich - anders als in Deutschland - so gut wie keine verhuschten und niedergedrückten Frauen kennengelernt.
Das aus dem amerikanischen Englisch (dayton) entlehnte Wort "daten" bedeutete zunächst nix anderes als "sich mit Irgendwem irgendwo zu irgendwas verabreden". Ich mein, anständige Leute haben natürlich nicht gesagt "Ich date den Erwin beim Unterwirt zum Schach", sondern sie drückten sich vornehmer aus: "I treff mi mim Erwin und den anderen Saufköpfen beim Unterwirt zum Schafkopfen."
Wörter verändern ihre Bedeutung durch Gebrauch. Inzwischen - seit längerem schon, wenn ich's genau bedenke - bedeutet "daten" soviel wie "ficken".
Und dann - so lange kann's noch nicht her sein - seh ich auf "Fisch und Fleisch" diese Anzeige:
"Nanu!", denke ich mir, "wie könnte jemand durch Pudern zunehmen?" Eigentlich, sagt mir der "Gesunde Menschenverstand®, sollte es doch umgekehrt sein. Pudern ist eine sportliche Veranstaltung, du verbrauchst dadurch Kalorien, deutlich mehr jedenfalls als du durch die Zigarette danach wieder drauflegst. Ein guter Hahn, sagt man, wird nicht fett. Wie also könnte jemand durch Daten zunehmen?
Ich erkläre es mir so: Auf dem Photo ist ein Männchen beim Balzfüttern eines Weibchens zu sehen. Balzfüttern ist ein durchaus verbreitetes Verhalten im Tierreich, Affen etwa, die einem Weibchen Früchte oder Fleisch abgäben, kommen deutlich öfter zum Schuß als Männchen, dies nicht tun. Balzfüttern ist die noch nicht so organisierte Vorstufe zur Prostitution. Karl Marx nannte eine Eheschließung, die in erster Linie der Versorgung der Frau diene, die "Bürgerliche Prostitution". Da hatte er mal wieder recht.
Wenn du heutigentags eine Frau anbaggerst, mußt du sie zum Essen einladen, sonst geht schon mal gar nichts. Sie frißt sich an, du frißt dich an und zum - kalorienreichen [1] - Saufen sollte auch ausreichend vorhanden sein. Klar wirst du fett und sie wird fett und die Leber ächzt. Ob's nicht sinn- und stilvoller wäre, eine Frau gradheraus zu fragen, ob sie Lust zum Knattern hätte? Gesünder wär's auf jeden Fall. Aber, wie gesagt, balzfütternde Männchen kommen deutlich öfter zum Schuß, nicht nur bei Affen.
Säufts.
P. S.:Der Franze hat gsagt, wenn er mit einer Schnepfen zweimal groß ausgehen muß, eh er sie flachlegen kann, dann, sagt er, käm ihn der Puff billiger.Um auch das mal klarzustellen: Ich habe mich der Elisabeth niemals unsittlich genähert! Wenn ich es recht bedenke, habe ich mich ihr auch nicht sittlich genähert.
Eigentlich schade, trotz ihrer bezaubernden Jugend. Aber, so ist das, ich war damals auch erst zehn und hab mich nicht getraut.
Was die Wenigsten wissen, der Kreuzberg wurde erst 1834 erstmals bestiegen, der Prenzlauer Berg drei Jahre darauf. Zwar wurden in den folgenden Jahren Straßen gebaut, die auf die beiden Berge führten, aber früher waren sowohl Kreuz- als auch Prenzlauer Berg echt ein Problem, vor allem für ältere Menschen. Seit da Seilbahnen raufführen siehst du auch in Kreuzberg und am Prenzlauer Berg vermehrt Senioren. Der Prenzlauer Berg und die Anna Purna sind übrigens Partnerberge, Ende des Jahres wollen sie heiraten, obwohl das Purna Annerl so eine Schnalln is.
Loits, ihr könnt's sagn, wasts ihr wollt's, aber die Heidi auf der rechten Bildhälfte ist erheblich schöner als die auf der linken. Aber gut, mein Geschmack in Bezug auf Frauen ist vielleicht ein bisserl... ich sag mal: eigen. Mit "eigen" meine ich, daß ich abgebrezelte Frauen über alle Maßen liebe. Mit "abgebrezelt" meine ich "naturbelassen": Schlabbrige Kleidung, kein Lippenstift, kein Nagellack. Kein Halsketterl auch, kein Fingerringerl, kein Dingsbumserl... bloß eine Frau. Im Zweifelsfall darf sie auch nackt sein, ich bin da nicht dogmatisch.
Früher, als die Welt zwar auch nicht mehr gut, aber doch besser war, hat man noch drauf geachtet, mit wem man kopulierte.
Das muß aufhören! Unsere Frauen sind doch kein Freiwild.
I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...