15.3.26

Kunst und Erektion

 

So alt und so tot kannst du als Frau gar nicht sein, als daß du vor männlicher Nachstellung sicher wärst.

Wenn ein Gerücht zur Offenbarung wird

Je weniger du weißt, desto fester glaubst du daran

Wenn du in "Fisch und Fleisch" liest kann es passieren, daß dir aus dem Rechner die Wahrheit oder auch das Gegenteil entgegenlächelt. "Je länger ein historisches Ereignis zurückliegt, desto eher werden Tatsachen durch Meinungen ersetzt."

Ich mache eher die umgekehrte Beobachtung. Nimm an, ich käme heutzutage mit einem Bogen Papier vom Berg zurück und würde behaupten, auf diesem Papier habe mir Gott eine wichtige Botschaft notiert. Man würde mich höchstwahrscheinlich für einen durch­ge­knallten Spinner halten. Dabei ist meine Geschichte sehr gut dokumentiert, x Kameras haben mich gefilmt, wie ich vom Berg zurückkomme, man kann das Papier und die Schrift darauf analysieren, ich stehe für Interviews und Talkshows zur Verfügung, in denen mich jeder befragen und meine Darlegungen auf innere und äußere Glaubwürdigkeit abklopfen könnte.

Je älter eine solche Geschichte dagegen ist, je weniger gut sie dokumentiert ist, umso glaubwürdiger wird sie. Nimm die uralte Geschichte von Moses und dem Sinai, die uns überliefert ist von einem, der einen gekannt, welcher der Schwager eines guten Bekannten war, der wiederum der Ur-ur-ur-ur-Enkel von Moses gewesen sein soll... Sie wird ernst genommen als enthielte sie... äh,... Gottes Wort.

Und je öfter schon irgendwelche Leute an dieser alten Geschichte herum geändert haben für desto authentischer gilt sie. Man deutelt frohgemut an jedem Buchstaben des Textes, der, wie gesagt, bekanntermaßen x-mal redigiert worden ist. Theologie ist über ganz weite Strecken eine Gerüchtologie.

Die Bibel ist unmittelbar Gottes Wort, sie ist vom HErrn den menschlichen Autoren direkt in die Feder diktiert worden. - Woher weißt du das? - So steht's doch in der Bibel selbst, die ihrerseits Gottes Wort ist. Okay, ein bisserl interpretieren muß man schon...

Es gibt nichts Leichtgläubigeres als einen klugen Menschen, der glauben will, weil er sich dann besser fühlt. Der Mensch muß sich die Welt erklären, anders erträgt er sie nicht, anders kann er nicht in dieser Welt leben. Jede Theorie - buchstäblich und wortwörtlich: jede - ist besser als keine Theorie. Religionsstifter und Philosophen haben das erkannt und die Marktlücke mit Sinn gefüllt.

Ende der siebziger Jahre bin ich auf der Autobahn in Regensburg nach Norden gefahren. Das Autoradio war eingeschaltet und ich hörte gerade Nachrichten auf einem UKW-Sender des Bayerischen Rundfunks. Dann kam der Pfaffensteiner Tunnel und so ganz allmählich wurde der Empfang immer schlechter, bis schließlich im Inneren der Tunnelröhre überhaupt nichts mehr zu hören war.

Als die Ausfahrt näher kam, setzte das Programm wieder ein. Musik erst und dann sprach einer über die Musik - auf Polnisch! Kein Sprechgesang, sondern eine ganz normale Ansage, wie vor jeder Sendung, nur eben diesmal auf Polnisch.

Innerhalb von Sekunden hatte ich mir eine Theorie zurechtgelegt; daß nämlich bei bestimmten Wetterlagen Überreichweiten bei UKW-Sendern auftreten könnten (das ist tatsächlich so), daß ferner topographische Besonderheiten an der Nordseite des Berges diese Überreichweiten verstärken würden, so daß jetzt eben grade ein polnischer Sender in hervorragender Qualität zu empfangen sei.

Damit war ich vorerst zufrieden und fing an, mich wieder zu entspannen, als der seinerzeit wohlbekannte Moderator Ado Schlier vom Bayerischen Rundfunk seine Stimme erhob und kundtat, es folge nun, in einer Übernahme vom polnischen Rundfunk, die Übertragung eines Jazzfestivals aus Zoppot.

Ach so, so einfach.

Schade um meine schöne Theorie, sie wäre soviel hypscher gewesen.

Big Zuckerberg is watching you

Einige Male im Jahr mache ich Kurse für Leute, die ihren Führerschein wiederhaben wollen, nachdem sie ihn zuvor wegen Alkohol verloren hatten. Du magst mich bedauern, aber wenn du nichts Gescheites nicht gelernt hast, mußt du dich als Psychologe durchfretten. Und wenn's ganz schlimm kommt, wartet eine elende Existenz als Verkehrspsychologe auf dich.

Eines Tages hatte wieder so ein Kurs begonnen, mit 6 Teilnehmern.

Am Tag nach der ersten Sitzung bekomme ich eine Facebook-Anfrage, ich könnte den Teilnehmer T. doch kennen, ob ich ihm nicht eine Anfrage senden wolle. Der Witz ist natürlich, daß ich von Herrn T.s Existenz vor Kursbeginn noch nie etwas gehört hatte, wie auch?

1.12.25

Die schöngeflötete Reichskristallnacht

Seit den achtziger Jahren erscheint vielen wohlmeinenden Menschen in Deutschland der Begriff "Reichskristallnacht" als bedenklich, da er ein Euphemismus sei und ein völlig falsches Bild vermittele. Er lasse die Pogrome der Nacht von 9. zum 10. Nov. 1938  wie eine festlich glitzernde Ball-Veranstaltung erscheinen.

Schon als Kind ließ mich die Formulierung "Reichskristallnacht" nicht an eine festliche Ballveranstaltung denken, sondern an die vielen Glasscherben von kaputten Schaufensterscheiben auf den Straßen.

Das Wort "Reichskristallnacht" wurde "bis 1988 völlig problemlos verwendet (...). Ganz ohne Anführungsstriche oder anderen Distanzmarkern. Erst mit der Rede des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger wurde „Reichskristallnacht“zum Problem und abgelöst durch Begriffe wie "Juden-Pogrom" oder "Reichspogromnacht". Dabei ist der Begriff "Reichskristallnacht" nicht von den Nazis geschaffen worden, erklärt (der Germanist) Thorsten Eitz. Vielmehr fand er Belege,„dass (der) Berliner Kabarettist Werner Finck das geprägt hat, und für die Verwendung und Prägung des Ausdrucks von den Nazis auch in den Knast gesteckt worden ist.

Deutschlandfunk Kultur

"Die erste nachgewiesene gedruckte Verwendung datiert vom 11. November 1945, als die „Berliner Zeitung“ das Wort benutzte, und zwar in Anführungszeichen. Schon kurz zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darauf hingewiesen, dass die Pogrome„im Volksmund ,Kristallwoche’ genannt“ worden seien. (...) In der Propagandasprache der NSDAP taucht das Wort sowenig auf wie in internen Gestapo-Berichten; hier war meist von der „Judenaktion“ die Rede.

(...)

Nicht einmal der Journalist und Sprachexperte Dolf Sternberger, der unmittelbar nach 1945 begonnen hatte, die Deutschen über menschenverachtende Formulierungen „Aus dem Wörterbuch des Unmenschen“ aufzuklären, vermochte den Ursprung des Wortes aufklären: 'Mir ist in Gesprächen gelegentlich die Vermutung begegnet, die Täter selbst hätten das Wort erfunden. Und es ist wahr, man könnte auch ein Interesse am Euphemismus heraushören.' Doch glaubte Sternberger nicht, dass das Wort ,Reichskristallnacht’ „einer nationalsozialistischen Schnoddrigkeit“ seine Entstehung verdankt: 'Das Verwegen-Lustige daran wäre dem Göringschen Milieu zwar durchaus zuzutrauen, nicht aber der Jux mit dem ,Reich’.([1]) Diese Zusammensetzung hat ja auch eine höhnische Note, indem sie das parteiamtliche und das reichseinheitlich Durchorganisierte des Vorgangs blitz- und witzhaft kenntlich macht. Kurz, die Vermutung spricht am ehesten für den anonymen Volkswitz, zumal den Berlinischen. Beweisen lässt sich diese Annahme freilich nicht.

Im Jahr 1978 schlug der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Thüsing vor, statt von „Reichskristallnacht“ besser von „Reichspogromnacht“ zu sprechen. In Deutschland hat sich dieser politisch korrekte Begriff seit 1988 zunehmend durchgesetzt, obwohl ihm im Gegensatz zur Prägung "Kristallnacht" jede Authentizität fehlt. In anderen Ländern wird jedoch weiter von der „Crystal night“, der „Nuit de Crystal“ oder der „Notte dei Cristalli“ gesprochen."

Berliner Morgenpost

Wie zuvor schon die Abschaffung des Wortes "Neger" so ist auch die schön­flötende Tabuisierung des Wortes "Reichskristallnacht" eine Art parfümierter Nebel, der wichtige Zusammenhänge verschleiert.

Der Franze hat gsagt



[1]   In diesem Zusammenhang sei an die "Reichswasserleiche" Kristina Söderbaum erinnert. Ihr Tod im Wasser am Ende zweier ihrer melodramatischen Filme ("Jugend" und "Jud Süß") brachte ihr diesen Spottnamen ein.

20.11.25

Streng vegan

Ich bin ein Mensch, dessen Gedanken beständig um Alkohol kreisen, also ein Alkoholphilosoph, ein Alkosoph, wenn man es knackig kurz formulieren will.

Wir alle wissen - oder könnten und sollten es doch wissen -, daß  Alkohol streng vegan ist, Muttermilch dagegen nicht. Verantwortungsbewußte Eltern verweigern ihren Babies deshalb die Brust und stillen die Kleinen von der Nabelschnur weg mit Schnaps. Amerikanische Wissenschaftler (wer sonst?) haben festgestellt, daß Menschen, die als Babies mit Wodka gestillt worden sind, wesentlich seltener heroin- oder kokainsüchtig werden als konventionell großgezogene Menschen.

3.11.25

Migrationshintergrund

Ein altes Scherzwort sagt: Jede vierte Person in Deutschland und erst recht in Österreich [1] hat einen Migrationshintergrund. Das ist nicht wirklich und grunz-sätzlich falsch, genaugenommen aber sind es natürlich sehr viel mehr als 25 %. Kriegsflüchtlinge oder Heimatvertriebene etwa, die vor 1948 in das Gebiet des heutigen Deutschland gekommen sind, wurden lange Zeit nicht als Zugewanderte eingestuft [2]. Seit 2016 ist das anders. "Die Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges und ihre Nachkommen gehören nicht zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund, da sie und ihre Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren sind", heißt es seitdem im deutschen Recht.

Das ist natürlich eine kackendreiste Lebenslüge, denn die sudetendeutschen Heimatvertriebenen [3] etwa sind durch die Bank nicht als deutsche Staatsbürger geboren worden. Meine eigenen sudetendeutschen Vorfahren etwa waren allesamt österreichische und später dann tschechoslowakische Staatsbürger. Mein Vater, Jahrgang 1912, hat zum Beispiel in jungen Jahren noch gegen die Deutschen gekämpft. Sein Heimatort Braunsdorf (heute Brumovice) war zwei Kilometer von der Grenze zum seinerzeit noch deutschen Schlesien entfernt. Die damaligen Kinder haben sich immer mal wieder am Grenzfluß Oppa gegenüber gestanden, haben sich rituell beschimpft [4] und mit Lehmbatzen und dergleichen beworfen. So gesehen bin auch ich eine Person mit Migrationshintergrund, ebenso meine beiden Söhne, da auch die Familie meiner Frau komplett aus dem Sudetenland stammt. Was ich damit sagen will: Du brauchst keine Tschuschen, Polacken oder Kanacken um andere Leute zu hassen, in deinen eigenen Landsleuten findest du hinreichend Material, sie zu verachten und - ja, klar - zu hassen.

Es braucht weder eine andere Sprache oder Kultur oder Religion. Die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg haben viele Jahre gebraucht, mit den Einheimischen leidlich klarzukommen, trotz gemeinsamer Sprache, Kultur und Religion. Die Heimatvertriebenen bekamen Lastenausgleich, das heißt sie wurden für das verlorene Vermögen in der Alten Heimat entschädigt und natürlich wurden sie durch die Bank verdächtigt, ihr auszugleichendes Gütle im Sudetenland auf betrügerische [5] Art und Weise nach Ausländerart größer gemacht zu haben, als es früher jemals gewesen war.

In Eggenfelden (Niederbayern) - damals ca. 8.000 Einwohner - wurde am Bürgerwald eine eigene Siedlung mit bescheidenen Häuschen für die Neubürger erbaut, die dort lebenden Kinder wuchsen fast ausschließlich unter ihresgleichen auf und die wenigsten konnten sich so als Niederbayern integrieren, sie haben den örtlichen Dialekt nie erlernt. Mein Vater hatte eine Metzgerei mit Gastwirtschaft gepachtet, um uns rum weitläufig nur niederbayerische Einheimische, ich wußte als Kind lange Zeit nicht, daß ich eigentlich ein Fremdling war. Mit den anderen Kindern bin ich seinerzeit gegen die Bürgerwaldsiedlung gezogen, habe die dortigen Kinder beschimpft und mit Lehmbatzen beworfen. "Der Franze hat gsagt, wegen ihm bräucht's keine Ausländer zu geben. Er, sagt er, wäre sich selber fremd genug." In einem der frühen Asterix-Hefte findet sich der zitierenswerte Satz: "Ich habe nichts gegen Fremde, einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden sind nicht von hier."

Apropos "Migrationshintergrund": Der Begriff "Person mit Migrationshintergrund" wurde in den neunziger Jahren geprägt, um zunehmend als abwertend empfundene Wörter wie "Gastarbeiter", "Ausländer" etc. pp. zu ersetzen. Mit "Ausländer" meint man - und das bis heute - umgangssprachlich ja nicht Österreicher, Dänen oder Franzosen, sondern Türken, Araber oder Schwarze, also nur jene Ausländer, die aus den hochverdächtigen Ländern kommen. Früher war die hochverdächtige Himmelsrichtung der Süden (das fing schon mit Italien südlich von Rom an, wahlweise auch südlich von Rovereto), heute ist der Osten dazu gekommen, von der Slowakei bis nach (fast) Alaska.

Die Nationale Armutskonferenz hat eine Liste sozialer Unwörter erstellt. Darin taucht 2012 auch das Wort "Person mit Migrationshintergrund" auf, in einer Reihe mit "Sozialschmarotzer". Nicht einmal 20 Jahre hat es gedauert, bis aus dem schönen, manierlichen Ersatzwort für "Ausländer" seinerseits ein Unwort geworden ist. Die Euphemismus-Tretmühle war wieder mal wirksam geworden.

Was eine Euphemismus-Tretmühle ist? "Die Euphemismus-Tretmühle (engl. euphemism treadmill) ist eine sprachwissenschaftliche Hypothese. Sie besagt, dass jeder Euphemismus irgendwann die negative Konnotation seines Vorgängerausdrucks annehmen wird, solange sich die tatsächlichen Verhältnisse nicht verändern. Häufig handelt es sich bei den betroffenen Ausdrücken um gesellschaftlich relevante und konnotativ aufgeladene Begriffe. So werden etwa ethnische Minderheiten wiederholt mit neuen Wörtern benannt, um negative Assoziationen zu vermeiden."

Der Begriff der „Euphemismus-Tretmühle“ wurde vom US-amerikanischen Psychologen Steven Pinker in die Wissenschaft eingeführt. Pinker hatte nämlich beobachtet, dass euphemistische Wortneubildungen alle negativen Assoziationen jener Wörter aufnahmen, die sie ersetzten, also eine Bedeutungsverschlechterung erlebten. Nach Pinker zeige die Euphemismus-Tretmühle, dass nicht Wörter wie variable euphemistische Bezeichnungen, sondern Begriffe im Geist des Menschen primär (vorrangig) seien. Deshalb bewirkten diese primären Begriffe die Bedeutungsübertragung auf die sekundären (nachrangigen) Bezeichnungen.

Ich werde es wahrscheinlich nicht mehr erleben, ansonsten würde ich eine Wette anbieten: In 15, spätestens 20 Jahren wird "Afro-Deutscher"/"Afro-Amerikaner" etc. pp. auf der Liste der zu vermeidenden Unwörter stehen.



[1]      Das, was heute unter dem Begriff "multikulti" läuft hieß noch vor 107 Jahren "österreichische k.u.k.-Donaumonarchie". In Bosnien-Herzegowina, das damals österreichisch war, gab es ein Siedlungsgebiet, das bis heute fast ausschließlich von Moslems bewohnt war. 1912 erließ die Regierung in Wien deshalb ein sogenanntes Islamgesetz, welches die Rechte und Pflichten von Moslems in Österreich regelte. Fun-Fact am Rande: Das Islamgesetz ist immer noch gültig. Jeder in Österreich lebende Moslem, hat demnach das Recht, ein bis zu 60 cm langes Messer (vulgo "Kurzschwert") mit sich zu führen. Tötet er damit einen nicht-islamischen Österreicher bleibt er straffrei.

[2]      In Österreich dürfte es nur unwesentlich anders gewesen sein.

[3]      Spontan fallen mir auch noch die Donauschwaben in Rumänien ein, die sich ebenfalls als schon eigentlich auch deutsch verstehen. Ach ja, daß ich die Wolga-Deutschen (seit der Zwangsumsiedlung durch Stalin auch Kasachen-Deutsche genannt) nicht vergesse.

[4]      Dummerweise haben sie die gleiche Sprache gesprochen, konnten also die gegenseitigen Beleidigungen verstehen, was nie gut ist.

[5]      Es waren ja Fremde, die meisten sogar Ausländer.

Wasser trinken - leicht gemacht

1. Öffne deinen Hals

1.1. Leg deinen Kopf in einem 45-Grad-Winkel zurück. Dein Hals sollte beinahe vertikal sein. Leg den Kopf so weit in den Nacken, dass das Wasser allein durch die Schwerkraft in deinen Magen fließt. So musst du keinen einzigen Muskel bewegen, um das Wasser aktiv zu trinken. Es läuft einfach in dich hinein und du solltest dadurch besonders schnell trinken können.

1.1.1. Lass den Kopf im Nacken, bis du mit dem Trinken fertig bist. Wenn du dich bewegst, während das Wasser noch durchläuft, könnte der Wasserfluss durch Muskelkontraktionen verlangsamt werden und du verschluckst dich.

1.1.2. Trink niemals im Liegen. In einer horizontalen Position fließt das Wasser wesentlich wahrscheinlicher in deine Luftröhre und du verschluckst dich.

Obigen Text habe ich mir natürlich nicht ausgedacht, so viel Phantasie hätte ich gar nicht. Der Text ist pures und echtes und wahres Internet.

Es ist unglaublich, was du in Internet-Tutorials alles lernen kannst und unterm Lernen frägst du dich, wie die Leute vor dem Internet so ganz ohne Wasser überlebt haben. Die Antwort ist leicht: All die vielen, vielen internetlosen Leute von früher sind in Wirklichkeit tot oder werden es in Kürze sein.

Ich habe bei Gelegenheit dieses Blogbeitrages im Umfeld rescherschiert und bin auf diesen lehrreichen Dokumentarfilm gestoßen. Wie oft hab ich mich nicht schon gefragt, wie man es anstellt, zwei Flüssigkeiten zusammenzugießen, jetzt weiß ich es.

Weiters bin ich noch auf diesen Dokumentarfilm gestoßen, der Hausfrauen (m/w/d) interessieren könnte. Ein wirklich faszinierendes Gericht, dieses Rührei. Leider konnte ich es nicht nachkochen, da ich in meinem süddeutschen Haushalt keine Fanne gepfunden habe. Der Schluß des Filmes ist insofern interessant, als der Lehrkoch anscheinend bislang noch nicht auf die Idee gekommen ist, das fertige Rührei auf den Teller gleiten zu lassen, indem er die Fanne schräg hält.

P. S.: Ich gehöre übrigens einer anderen Rührei-Sekte an, ich verquirle die rohen Eier vor der Fanne und schütte dann erst das Geschleime in die Fanne (in Süddeutschland - ich erwähnte es bereits - verwenden wir allerdings Pfannen, keine Fannen. Bei uns wird - anders als in Berlin oder Hannover - die deutsche Sprache gepflegt).

Kunst und Erektion

  So alt und so tot kannst du als Frau gar nicht sein, als daß du vor männlicher Nachstellung sicher wärst.