23.4.22

Baerbock und die Neger

Der Schamane wußte es noch, wir haben es wiederentdeckt: Das Aussprechen eines Wortes bringt Unglück.

22.4.22

Vom tieferen Sinn der Jagd

Der Jäger ist ein notwendiges Element zur Korrektur der Natur, inbesonders zum Schutz der Gehölze, hat er seinerzeit gemeint.

Das ist eine derart kackendreiste Lüge, daß mir die Luft wegbleibt. Jedes Jahr werden viele, viele Wildtiere aus ihren Gehegen in die Freiheit entlassen, damit im Herbst der Herr Chefarzt und die Frau Rechtsanwältin aus der Stadt genügend Fleisch zum Abknallen hat.

Und er fährt weiter: Jagd ist nicht nur und nicht einmal in erster Linie Beute machen“ und erst recht kein Schießsport, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe im Dienste der Nachhaltigkeit

Wenn die Jagd dies wäre und nichts als das, so würde man diese - nehmt alles nur in allem: - lästige Aufgabe berufsmäßigen Förstern überlassen. Es geht aber in Wirklichkeit um den Spaß am Töten, um sonst nix. Nix gegen Förster, nix gegen Bauern mit Jagdschein, die ihren Wald in Ordnung halten, alles dagegen gegen das Gesindel, das Jagdpacht zahlt, sonst nichts tut und im Herbst im Lodenmantel auf die Jagd geht.

Mein Vater war Metzgermeister. Wann immer Schlachttag war, hat er sich verdrückt, er ist erst dann wieder ins Schlachthaus zurück gegangen als die Viecher tot waren. Er wußte, wie man einem Schwein die Gurgel durchschneidet, sonst hätte er nie die Prüfungen bestanden. Als er es sich leisten konnte, hat er die notwendige Barbarei seinen Angestellten überlassen.

Als er schon in Rente war, hat er einen jungen Rehbock gefunden, der beim Mähen verletzt worden war. Er hat ihn "Hansi" genannt, hat ihn zu sich genommen und wie ein Familienmitglied behandelt.

Wie anders dagegen die Bestien [1] mit Jagdschein, die im Herbst in die Landschaft ziehen, um zu töten, töten, töten. Einfach so, aus Spaß.

Du kennst wahrscheinlich die Geschichte aus dem "Struwwelpeter", wo der Hase auf den Jäger anlegt. Ich war schon als Kind sehr traurig, daß der Hase den Jäger nicht erschossen hat.

Im übrigen: Wenn ich - viel zu selten - davon lese, daß ein Stier einen Torero in seine Einzelteile zerlegt hat, dann schenke ich mir einen Tee ein und grunze vor Behagen, wenn ich mir vorstelle, wie die Damens ihre feuchten Hoserl dem Stier zuwerfen.



[1]   "Bestien" ist natürlich das falsche Wort, verzeiht mir, liebe Raubtiere, die ihr nichts anderes macht, als euren Lebensunterhalt zu erjagen.

Gott und der Berliner Flughafen

Dieser Gott - Gott sei seiner armen Seele gnädig - hatte generell kein glückliches Händchen mit seiner Schöpfung. Ganz am Anfang passiert ihm das Malheur mit den abtrünnigen Engeln, die er in die Hölle stürzen muß, damit sie dort als Teufel den Betrieb übernehmen. Dann setzt er die Menschen ins Paradies, aber es haut nicht hin, er muß die Menschen wieder rausschmeißen. In seiner Verwirrung schmeißt er die Tiere gleich mit raus. Als Angestellter fliegst du wegen so was aus der Probezeit, einem allwissenden und allmächtigen Gott sollte so was nicht passieren.

Dann läuft ihm die aus dem Paradies geworfene Menschheit aus dem Ruder, er ertränkt fast alle Menschen und - in seiner Verwirrung - die Tiere gleich mit. Danach geht's genau so bescheiden weiter wie zuvor. Habe ich bereits Sodom und Gomorrha erwähnt?

Ein anderes Wort für GOtt? Pleiten, Pech und Pannen [1]

Ich wöhne arg, daß der Projektleiter für den Berliner Flughafen Gott persönlich war. Das würde einiges erklären.

 


[1]   Okay, das waren jetzt vier Wörter, das war meine Panne.

Die Ferfilmung fon "Fisch und Fleisch"

Die wenigsten werden es wissen, aber "Fisch und Fleisch" ist als Serie mit 25 Folgen verfilmt worden. "Das wurde aber auch Zeit" werden einige jetzt sagen, und sie haben natürlich recht. Was merkwürdig ist und zu denken gibt ist allerdings der Umstand, daß "Fisch und Fleisch" in den Jahren 1973 bis einschließlich 1976 verfilmt worden ist.

Auch damals schon hatte die unendliche Dummheit der Politiker den Gesunden Menschenverstand - den man in Österreich Hausverstand nennt - besiegt, schon damals waren Sozialisten und Sozialdemokraten eifrig dabei, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft zu zerstören. Ausländer aus den verdächtigen Herkunftsländern im Süden waren schon seinerzeit eine wahre Landplage, obwohl es noch kaum welche gab, im Vergleich. In dem meist freundlichen und zugewandten, stets kompetenten und hinter die Oberfläche der Verschwörung blickenden Herrn Tetzlaff wird jeder hier sein ganz persönliches @Lieblingsarschloch bei "Fisch und Fleisch" entdecken können.

Allerdings ist diese frühe Ferfilmung fon "Fisch und Fleisch" insofern unrealistisch, als Alfred Tetzlaff im Vergleich mit meinen @Lieblingsarschlöchern hier doch sehr weltoffen und zugewandt wirkt.

Gewalt ohne Hektik, beschaulich halt

Der folgende Zeitungssauschnitt stammt vermutlich aus der "taz", irgendwann aus den 80er Jahren.

Seither habe ich von dieser stillen Art des Schaufenstereinschlagens nichts mehr gehört. Es scheint, als wäre in unserer roher und hektischer gewordenen Welt diese beschauliche Anschlagstechnologie völlig in Vergessenheit geraten.

Ein weiterer Artikel zum Thema "Beschauliche Gewalt gegen Sachen" findet sich hier.

Und dann gibt's noch den sogenannten Expansivzement, erhältlich im guten Fachhandel. Das Zeug wurde irgendwann in der DDR für's Militär entwickelt ("Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König - eh schon wissen.) Brücken und andere strategisch bedeutsame Bauwerke sollten damit gesprengt werden. Der Pfiff dabei war, daß die Täter schon längst weit entfernt vom Tatort waren, wenn der Geschädigte den Schaden überhaupt bemerkte.

Expansivzement funktioniert im Prinzip wie normaler Sprengstoff, nur halt viel, viel langsamer. Wenn du merkst, daß irgend etwas mit - sagen wir mal: - Schloß Neuschwanstein nicht stimmt, ist es auch schon zu spät. Zum Verhindern der Sprengung sowieso und zum Fangen der Falotten auch.

Dein ist mein ganzes Heim

Dein ist mein ganzes Heim,

Du bist mein Reim auf Schleim

REIM AUF SCHLEIM

Ich suchte neulich einen Reim

Auf das schöne Wörtchen Schleim

Doch weil ich ihn nicht finden sollte,

Das Werk nicht fertig werden wollte.

Schade! Er wäre so fein.

Er-

Der Reim,

Auf Schleim

(Dieter Paul aka Piano Paul)

11.4.22

Merdissima - Mein schönstes Allah-Heiligen-Erlebnis

An Allerheiligen - vor inzwischen auch schon wieder etlichen Jahren - war ich in Regensburg, meinem Sohn beim Umzug von da nach dort zu helfen. Des Abends, die Arbeit war getan, setzte ich mich in mein Auto, nach Neustift bei Aldersbach bei Vilshofen bei Passau zu fahren, wo ich damals gewohnt habe.

Nur einen Kilometer nach Fahrtbeginn meldete sich mein Unterleib und signalisierte mir, er müsse jetzt bald eine Kackladung in die Umwelt setzen, anderenfalls er platze. Ich hätte jetzt ganz leicht umkehren können, um in der neuen Wohnung meines Sohnes meines Sohnes eine Abkackung vorzunehmen. Ich aber, wahrlich ich sage euch, bin optimistisch. Vor mir lagen die Arcaden Regensburg, wo sich, wie ich wußte, ein McDonalds befand und immer noch befindet. Was immer man auch gegen McDonalds sagen mag, abkacken kann man dort auf hohem Niewoh.

Ich blinke links, ich biege links ab und eile zu McDonalds, denn ein deutsches Lokal muß ein eigenes Klo haben, so wußte ich. Bei McDonalds sagt man mir, man habe kein eigenes Scheißhaus, die Gäste könnten das Hajsl im Arcaden-Einkaufszentrum benützen. - Ah, wunderbar! - Jetzt natürlich nicht, denn jetzt sei Allah-Heiligen, Feiertag also und das Einkaufszentrum geschlossen. - Verdammt!

Guter Rat war - wie noch stets - teuer, doch Rettung war nah. Hundert Meter vom McDonald's gab's - und gibt es noch - das CinemaxX-Multiplex-Kino [1]. Meine Frage nach dem Hajsl wurde freundlich beantwortet, als ich mich dorthin auf den Weg machte, wurde mir allerdings der Zugang verwehrt. Das kinoeigene Scheißhaus sei nur für Besucher des Kinos zugänglich, erklärte man mir, die Thoa-Letten befänden sich nämlich bereits hinter der Zahlgrenze. Für meine Unterhose wurde die Situation allmählich bedrohlich. Ich hätte mir - ischwör! - sogar eine Kinokarte für den Scheißfilm gekauft, wenn ich nur hätte kacken dürfen.

Nachdem ich den Heiligen Schwur getan hatte, ein eventuell zugestandenes Scheißprivileg nicht zu mißbrauchen und das Kino sofort nach dem Abkacken zu verlassen, durfte ich tun, was ein Mann gelegentlich tun muß. Alle Abteile waren frei, der Film hatte anscheinend schon begonnen.

Aaaaah! Wer schon mal mit zugekniffenen Arschbacken durch die Welt getaumelt ist und schließlich Erlösung fand, wird es mir nachfühlen. Nur ein Orgasmus ist schöner, obwohl auch hier die Meinungen auseinandergehen.

Als ich nach dem Klopapier tastete und mich schließlich umschaute, mußte ich feststellen, daß keins da war, nicht in meinem Abteil. Die Toiletten waren - wie erwähnt - außer mir menschenleer. Mit heruntergelassener Hose schlurfte ich zur Abteiltür - mehr als Schlurfen war wegen der um die Knöchel schlackernden Hose nicht drin. Ich schlurfte weiter zum Nebenabteil, das zwar zum Gottserbarmen versifft war, gottlob aber eine Rolle Kackblätter enthielt. Happy End.

Sie merken, daß meine Sprache zum Ende zu immer spiritueller und gottpreisender geworden ist. Not lehrt beten.


Mit diesem Scheiß machst was mit, ich sag's euch.



[1]   Namen und Schreibweisen denken sich die Leute aus...

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...