4.6.09

Bahnhof

Ganz neu ist das folgende Zitat und seine Verbreitung nicht mehr. Dieter Hildebrandt hat in seinem Buch "Ausgebucht" immerhin bereits 2004 aus dem obigen Brief des Bayerischen Finanzministeriums an das Bundesfinanzministerium zitiert. Aber der Text ist so schön, er verdient es, weiter verbreitet zu werden:

Die Frage, was man unter Bahnhof zu verstehen habe, beschäftigt die Bevölkerung weit über das steuerliche Bewertungsproblem hinaus. hinaus. Es wäre daher empfehlenswert, bei der Definition des Begriffs eine Stellungnahme der Gesellschaft für deutsche Sprache einzuholen.
Nach bayerischem Verständnis gehört zum Kern des Bahnhofsbegriffs jedenfalls eine Schienenanbindung. Traditionell ist auch ein regelmäßiges Anfahren durch schienengebundene Fahrzeuge kennzeichnend. Wobei diese Fahrzeuge mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf der dem Bahnhofsbereich zuzuordnenden Schienenstrecke einen Halt von mindestens der Dauer einlegen, die es den Zielort erreichenden bzw. den Abgangsort verlassenden Personen und Gütern ermöglicht, aus dem bzw. in das Schienenfahrzeug zu wechseln.
Es würde die Arbeit erleichtern, wenn diese Anforderungen in dem verwendeten Bahnhofsbegriff wiedergefunden werden könnten.

3.6.09

Reimhard

Mein guter Rat ist: Weiden meiden!
Sollst lieber dich an Maiden weiden.

Nun darf man bei Reimen ja nie sehr wählerisch sein. Schüttelreime aber sind die Hölle der Lyrik.

Zote

Besser ein Lendenscherz als gar kein Witz.

29.5.09

Erdrutsch

Die folgende Geschichte wird mir wieder mal kein Schwein glauben. Drum auf mit den Finger zum Schwur: Es ist alles so, wie ich es schildere, nichts ist erfunden.

Am Montag, den 26. Januar 2009 hatte es hier wie aus Kübeln gegossen, fast den ganzen Tag lang. Eine Einheimische hatte später gemeint, Regen dieser Größenordnung käme nur alle 10 bis 20 Jahre mal vor. Hier regnet es oft im Winter, aber an diesem Tag war es wirklich extrem. Am Dienstag hörte ich einen Hubschrauber, schaute hinaus und sah, wie er nicht weiterfliegt, sondern hier in der Gegend kreist. Ein Hubschrauber der Feuerwehr.
Eine Nachbarin sah mich auf dem Balkon und erklärte mir, daß es heute morgen einen Erdrutsch gegeben habe. Die Straße von Madonna della Scala nach Case del Conte sei unterbrochen, sie sei ca. 10 Meter abgesackt, außerdem sei ein Haus ca. 20 m weit gerutscht und dabei zerstört worden, zwei weitere Häuser seien schwer beschädigt worden.
Am Abend kam mein Sohn nachhause und erzählte mir, er habe eben erfahren, daß die ganze Straße hier oben evakuiert würde, wir müßten die Häuser verlassen. Um halb acht kam ein Wagen der Gemeinde und brachte uns den Evakuierungsbefehl des Bürgermeisters. Es sei demnach auch verboten, die Straße zu befahren, zu begehen oder auch nur ein Auto dort zu parken. Die Einhaltung des Evakuierungsbefehls werde durch Absperrungen und Polizei gewährleistet.
Die Evakuierung galt indes nur für die Bewohner auf der linken Straßenseite, die zur Gemeinde Perdifumo gehört, während Bewohner der rechten Straßenseite, die zu Castellabate gehört, sowohl in den Häuser bleiben als auch die Straße befahren durften.
Kurz nach neun Uhr, wir waren bereits dabei, uns fertig zu machen und einige Sachen einzupacken, kam der Wagen der Polizei und erinnerte uns noch mal an die Evakuierung. Die Nacht haben wir dann in einem nahegelegen Hotel verbracht. Auf dem Weg dorthin sahen wir weder Polizei noch Absperrungen, noch nicht mal ein Hinweisschild, daß Gefahr bestünde oder irgendwas verboten sei.
Am nächsten Morgen waren die anderen Bewohner der Straße, die auch dort übernachtet hatten, schon weg, keiner wußte etwas, also packten wir unsere Sachen und fuhren heim. Auch jetzt keine Absperrung, keine Polizei, nichts und niemand, der uns gehindert hätte, nachhause zu fahren. Alle Leute waren auch wieder zuhause.
Tagsüber streiften angeblich Geologen durchs Gelände, um die Situation zu checken, über der Gegend kreisten mehrere Hubschrauber. Wir blieben, da wir nichts mehr gehört hatten, in der folgenden Nacht im Haus, auch von den anderen Bewohner war anscheinend keiner mehr weg.

Heute, am 29. Mai 2009, klingelt ein Beamter der Gemeinde und händigt mir die Anordnung der Gemeinde vom 12. 5. (!) 2009 aus, derzufolge wir jetzt wieder in unser Haus zurückkehren dürfen. Man habe die Lage wegen des Erdrutsches überprüft und gefunden, daß keine Gefahr (mehr) bestünde. Wir, das heißt der Beamte und ich, haben viel gelacht.

Muß ich hinzufügen, daß der Beamte die Anordnung direkt zu meinem Haus gebracht hat und nicht etwa zuvor die Hotels oder sonstigen Unterkünfte abgesucht hat, in denen ich mich streng genommen immer noch hätte befinden müssen?

27.5.09

Vatersname

Helmut Kohl wurde einmal in einem Interview auf jemand angesprochen, der kurz zuvor ein spöttelndes Sprachspiel mit seinem Namen gemacht hatte. Kohl blies sich zu voller Größe und Schönheit auf und meinte dann in tief beleidigtem Tonfall, es sei ungezogen und falle auf den Sprecher zurück, wenn man Scherze mit seinem Vatersnamen mache. Er sagte nicht "Familienname", sondern verwendete den allmählich schwer veraltenden Begriff (12.000 Nennungen bei Google, gegenüber 1 Mio. für "Familienname"), womit er den Scherzenden indirekt auch noch der Beleidigung seines Vaters zieh.

Ein raffinierter Hund ist er schon, dieser Helmut Kohl.

Irgendwann wird er ja dennerscht verreckt sein, der Kohl, damit man mich endlich  der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zeihen kann.

Nicht Bärlauch sondern Bohrloch

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten aber bisher nie zu fragen wagten. Heute "Sexuelle Duldungsstarre" " Die Duldu...