26.5.09
Demut
Der Franze hat gsagt, wenn ihn jeder mit "Euer Eminenz" anreden würd und an seinem Finger zutzeln tät, wär er auch gern demütig.
24.5.09
Geil, ey
Einem verbreiteten Gerücht zufolge hat es in den sechziger und siebziger Jahren in der gesamten westlichen Welt und also auch in Deutschland eine sexuelle Revolution gegeben. Dank Oswalt Kolle und anderer Aufklärer habe man ein freieres Verhältnis zur Sexualität gewonnen, die Zwänge und Verklemmungen früherer Zeiten seien aufgebrochen worden und ein neues, entspannteres Verhältnis zur Sexualität habe sich ausgebreitet.
Aber wie das bei Revolutionen nicht selten ist, so kam auch hier der Roll-Back und die Restauration. Diesmal war es nicht Metternich sondern die Frauenbewegung. Es wurde der Begriff der Frauenfeindlichkeit erfunden, der rasch von der Benachteiligung der Frauen in Arbeit und Gesellschaft in den Bereich der Sexualität rüberwucherte. Frauenfeindlich war auf diesem Gebiet ein Mann dann, wenn er in Wort und Tat sein konkretes Interesse an einem möglichen Geschlechtsverkehr bekundete. Schnell war er dann als geiler Sack oder geiler Bock gebrandmarkt.
Heute, immer noch, beobachte ich, daß in Kreisen, die sich durchaus als Erben der 68er-Errungenschaften verstehen, Wörter aus dem Sexualbereich als Schimpfwörter verwendet werden: Vom schon erwähnten geilen Sack/Bock über den Wichser und Ficker bis zum Bumser und Arschficker. Anzeichen für eine geglückte sexuelle Revolution sehe ich darin nicht.
In Kreisen, die mit den 68ern eher wenig zu tun haben, scheint mir heute das Verhältnis zur Sexualität entspannter als bei den Helden und Heldinnen der Revolution.
Aber wie das bei Revolutionen nicht selten ist, so kam auch hier der Roll-Back und die Restauration. Diesmal war es nicht Metternich sondern die Frauenbewegung. Es wurde der Begriff der Frauenfeindlichkeit erfunden, der rasch von der Benachteiligung der Frauen in Arbeit und Gesellschaft in den Bereich der Sexualität rüberwucherte. Frauenfeindlich war auf diesem Gebiet ein Mann dann, wenn er in Wort und Tat sein konkretes Interesse an einem möglichen Geschlechtsverkehr bekundete. Schnell war er dann als geiler Sack oder geiler Bock gebrandmarkt.
Heute, immer noch, beobachte ich, daß in Kreisen, die sich durchaus als Erben der 68er-Errungenschaften verstehen, Wörter aus dem Sexualbereich als Schimpfwörter verwendet werden: Vom schon erwähnten geilen Sack/Bock über den Wichser und Ficker bis zum Bumser und Arschficker. Anzeichen für eine geglückte sexuelle Revolution sehe ich darin nicht.
In Kreisen, die mit den 68ern eher wenig zu tun haben, scheint mir heute das Verhältnis zur Sexualität entspannter als bei den Helden und Heldinnen der Revolution.
23.5.09
Thunfisch
Der Franze hat gsagt, er mag Thunfisch furchtbar gerne. Das einzige, was ihn stört, sagt er, wär der Geschmack. Der aber sehr.
17.5.09
Ironie
Aus dem Usenet
A.: Unter http://www.verwandt.de/karten/absolut/dein_Name.html klappt ein Fenster auf, welches einen Dienst "100% gratis" anbietet. Was meint Ihr: Ist da die Mehrwertsteuer schon drin?
B.: Scheinproblem! Null mal Beliebig gibt immer Null. (Ersetze Beliebig z.B. durch 19%)
WH: Daß du es immer wieder verstehst, mich durch dein gradliniges Denken zu verblüffen.
B.: Die Erfindung der Null ist eine der grössten Errungenschaften der Mathematik.
WH: Die Erfindung der Ironie ist eine der größten Errungenschaften der Literatur.
A.: Unter http://www.verwandt.de/karten/absolut/dein_Name.html klappt ein Fenster auf, welches einen Dienst "100% gratis" anbietet. Was meint Ihr: Ist da die Mehrwertsteuer schon drin?
B.: Scheinproblem! Null mal Beliebig gibt immer Null. (Ersetze Beliebig z.B. durch 19%)
WH: Daß du es immer wieder verstehst, mich durch dein gradliniges Denken zu verblüffen.
B.: Die Erfindung der Null ist eine der grössten Errungenschaften der Mathematik.
WH: Die Erfindung der Ironie ist eine der größten Errungenschaften der Literatur.
Tücken der Sprache
Aus dem Usenet
WH: Auch im Italienischen, wenn es dich beruhigt: "fare la doccia - die Dusche machen" für duschen.
A.: Echt? Ich hätte jetzt gedacht, dass es "prendere una doccia" heißt.
WH: Ich dachte früher auch, Italienisch wäre Deutsch mit italienischen Wörtern.
A.: Ungewöhnlich für deutsche Ohren kam mir immer "es ist gutes Wetter" - "fa bel tempo" vor,
WH: Der Italiener ist so verstockt, daß er manche Redewendungen anders konstruiert als der Deutsche. Vom Chinesen will ich gar nicht reden, der hat sich eine ganz andere Grammatik ausgedacht, bloß damit ihn keiner versteht. Der Chinese ist tückisch.
WH: Auch im Italienischen, wenn es dich beruhigt: "fare la doccia - die Dusche machen" für duschen.
A.: Echt? Ich hätte jetzt gedacht, dass es "prendere una doccia" heißt.
WH: Ich dachte früher auch, Italienisch wäre Deutsch mit italienischen Wörtern.
A.: Ungewöhnlich für deutsche Ohren kam mir immer "es ist gutes Wetter" - "fa bel tempo" vor,
WH: Der Italiener ist so verstockt, daß er manche Redewendungen anders konstruiert als der Deutsche. Vom Chinesen will ich gar nicht reden, der hat sich eine ganz andere Grammatik ausgedacht, bloß damit ihn keiner versteht. Der Chinese ist tückisch.
16.5.09
Bayerische Seele
Aus dem Usenet
A.: Förster sind Baumgärtner und haben mit dem Wildbestand nichts zu tun.
WH: Der Förster im Silberwald ist jedenfalls noch immer mit dem Gewehr über der Schulter rumgelaufen.
B.: Gewehre der Förster in Heimatfilmen dienen nicht dazu, Wild zu erschießen, sondern Wilddiebe.
A.: Zumindest, wenn sie Ederlein heißen. ("Es war ein Schütz, in seinen besten Jaharen...")
WH: Jennerwein, nicht Ederlein. Man beachte an der Stelle, daß in bayerischer Folklore die Wilderer in aller Regel die Guten sind, die Jäger/Förster dagegen die Bösen. Das ist die anarchistische Ader im Bayern, die ihn auch CSU wählen läßt, deren Motto ja lautet: "Legal, illegal, scheißegal."
A.: Förster sind Baumgärtner und haben mit dem Wildbestand nichts zu tun.
WH: Der Förster im Silberwald ist jedenfalls noch immer mit dem Gewehr über der Schulter rumgelaufen.
B.: Gewehre der Förster in Heimatfilmen dienen nicht dazu, Wild zu erschießen, sondern Wilddiebe.
A.: Zumindest, wenn sie Ederlein heißen. ("Es war ein Schütz, in seinen besten Jaharen...")
WH: Jennerwein, nicht Ederlein. Man beachte an der Stelle, daß in bayerischer Folklore die Wilderer in aller Regel die Guten sind, die Jäger/Förster dagegen die Bösen. Das ist die anarchistische Ader im Bayern, die ihn auch CSU wählen läßt, deren Motto ja lautet: "Legal, illegal, scheißegal."
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