Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern.
Matth. 10,27
Sonntag, 31. Juli 2011
Idiot
Der Franze hat gsagt, er hätt manchmal den Eindruck, er wär der einzige Idiot auf der Welt, umgeben von lauter Vollidioten.
Mittwoch, 27. Juli 2011
No woman, no cry
Ich sage euch, das Liebesspiel
Macht oftmals Ärger, manchmal viel.
Im "Regensburger Wochenblatt" ist zu lesen:
Eine Lärmbelästigung der besonderen Art musste am Samstag nach 2 Uhr ein Bürger in Tegernheim [1] erdulden. Er fühlte sich durch lautstarkes Stöhnen und lustvolles Schreien einer weiblichen Person aus einer über ihm befindlichen Wohnung in der Nachtruhe gestört.
Auch die verständigte Polizeistreife wurde Ohrenzeuge dieses akustischen Ereignisses. Obwohl in der Wohnung Licht brannte, wurde den Beamten trotz mehrfachen Klingelns und Klopfens nicht geöffnet. „Auf eine gewaltsame Wohnungsöffnung wurde aus Verhältnismäßigkeitsgründen verzichtet”, meldet die Polizei.
Die Verursacherin des Lärms muss allerdings mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.
Ach, ja.
Daher der Name Leidenschaft,
Da stets sie viele Leiden schafft.
Ach wären doch die Leiber weiser,
Dann wären auch die Weiber leiser.
Vom Dichter Homer erzählt man sich, er sei einst zur Strafe, weil er gegen eine Schlange oder wie gefrevelt habe, für einige Jahre in eine Frau verwandelt worden. (Das Aufjaulen der Feministinnen und Feministen wird ignoriert.) Anschließend sei er gefragt worden, ob die Lust beim Geschlechtsverkehr als Mann oder als Frau intensiver sei und er soll seufzend geantwortet haben, als Frau habe er diese Lust um ein Mehrfaches intensiver erlebt. (Das Beifallklatschen der Feministinnen wird ignoriert.)
Sonntag, 24. Juli 2011
Samstag, 23. Juli 2011
Donnerstag, 21. Juli 2011
Der geheimnisvolle Teelöffel
Von Kugelschreibern, Feuerzeugen und Teelöffeln liest man öfter, daß sie die Angewohnheit hätten, auf äußerst mysteriöse Art und Weise zu verschwinden. Sehr viel weniger häufig wird berichtet, daß diese Dinge je auch wieder auftauchten, woraus scharfsinnige Menschen schlossen, es würden die genannten Dinge in Wurmlöchern des Universums unwiederbringlich verschwinden. Weniger scharfsinnige Menschen, so etwa ich, sind da eher skeptisch, wahrscheinlich weil sie, so wie ich, das Konzept des Wurmlochs (auch Einstein-Rosen-Brücke genannt) nicht wirklich verstehen.
Wie auch immer - manchmal ist das Erscheinen dieser Dinge nicht minder geheimnisvoll wie ihr Verschwinden.
Im letzten Herbst nämlich habe ich zwanzig Meter von meinem Haus entfernt einen Kaffeelöffel gefunden [1], der garantiert nicht aus meinem Bestand war. Und wäre er aus meinem Bestand gewesen, so wäre es erst recht völlig unerklärlich, wie er dahin gekommen sein könnte. Weder vermißte ich einen Kaffeelöffel noch paßte er vom Design her zu meinen Löffeln, noch gar pflege ich Kaffeelöffel mit außer Haus zu nehmen.
Dazu sollte ich erklären, daß mein Haus ziemlich abseits liegt. Von der Hauptstraße, die in Wahrheit eine Sackgasse ist und beim nächsten Bauern endet, sind es 100 m Feldweg hinab zu meinem Haus. Aus. Ende auch der spärlichsten Wegsamkeit. Dort gehen keine Passanten vorbei, noch nicht mal verirrte Wanderer.
Dazu sollte ich erklären, daß mein Haus ziemlich abseits liegt. Von der Hauptstraße, die in Wahrheit eine Sackgasse ist und beim nächsten Bauern endet, sind es 100 m Feldweg hinab zu meinem Haus. Aus. Ende auch der spärlichsten Wegsamkeit. Dort gehen keine Passanten vorbei, noch nicht mal verirrte Wanderer.
Dennoch lag der Löffel dort, nicht eingetreten und schlammverkrustet, wie er es nach längerer Lagerung sein sollte, sondern offen auf der Grasnarbe, fast sauber. Jedesmal, wenn ich das Haus verlassend oder dem Hause zustrebend dort vorbeigegangen bin, hätte ich ihn sehen müssen. Sah ihn aber erst an dem bewußten Tag.
Sagt Deuter ihr und Hermeneuten mir, was dieses mag bedeuten? Gibt es Gott doch, setzt er Zeichen? Und wenn ja, warum gibt er sich dabei mit Kaffeelöffeln ab?
Als ich diese Frage kurz nach dem Vorfall im Usenet stellte, antwortete mir einer und es entspann sich folgender virtueller Dialog:
ER Dein Gott ist tot jetzt, er hat den Löffel abgegeben.
ICH So hat der Nietzsche seinerzeit auch getönt und dann hat's ihn selber derbröselt.
ER Von dem ist aber nicht überliefert, dass er den Löffel seines Gottes gefunden hätte.
ICH Aber abgeben hat er den seinen doch müssen. Dies habt zur Mahnung.
ER Es trägt ein jeder seinen eigenen Löffel.
ICH Das ist so wahr wie trocken Brot.
Zum Thema "Mysteriöse Vorgänge in Neustift" siehe auch mein nicht minder geheimnisvolles Erlebnis mit dem Fisch auf dem Acker, am gleichen Orte.
ICH So hat der Nietzsche seinerzeit auch getönt und dann hat's ihn selber derbröselt.
ER Von dem ist aber nicht überliefert, dass er den Löffel seines Gottes gefunden hätte.
ICH Aber abgeben hat er den seinen doch müssen. Dies habt zur Mahnung.
ER Es trägt ein jeder seinen eigenen Löffel.
ICH Das ist so wahr wie trocken Brot.
Zum Thema "Mysteriöse Vorgänge in Neustift" siehe auch mein nicht minder geheimnisvolles Erlebnis mit dem Fisch auf dem Acker, am gleichen Orte.
[1] Ich nenne den Teelöffel Kaffeelöffel, weil es ein Kaffeelöffel war.
Montag, 18. Juli 2011
DDR: Vom Vatikan ideologisch unterwühlt
Berlin (wkh) - In einer Nacht- und Nebelaktion war seinerzeit in der Nähe des Peter-Alexander-Platzes in Berlin ein Bauwerk aufgeschüttet worden. Westliche Geheimdienste lancierten damals Gerüchte, es sei ein - von der Stasi unbemerkt hochgezogener - Schwarzbau. Um diesen Gerüchten entgegenzutreten blieb Walter Ulbricht nichts anderes übrig, als in einer feierlichen Zeremonie das Gebäude zu enthüllen, das sich dabei als Fernsehturm entpuppte. Die allgemeine Erleichterung bei Partei- und Staatsführung - man hatte Schlimmeres befürchtet - nahm ein jähes Ende, als ein Sonnenstrahl auf die dem Turm aufgesetzte Kugel fiel. Ein riesiges leuchtendes Kreuz hatte sich nämlich auf der Kugel gebildet und es war weithin sichtbar.
Ein atheistischer Alkoholiker auf der Nordseeinsel Pellworm, der das Kreuz hatte aufgehen sehen, gab das Trinken auf und begann mit dem Studium der Theologie.
Ein atheistischer Alkoholiker auf der Nordseeinsel Pellworm, der das Kreuz hatte aufgehen sehen, gab das Trinken auf und begann mit dem Studium der Theologie.
Die Erbauer des Turmes wurden nie gefaßt und da man in der DDR andere Sorgen hatte, ließ man den Turm achselzuckend stehen.
Diese Geschichte ist allgemein bekannt und wird heute noch gerne ab 0,8 Promille belacht.
Nach der Wende hatte der Berliner Senat damit begonnen, die Ost-Ampelmännchen gegen Standard-Ampelmännchen aus dem Westen auszutauschen. Nach kurzer Zeit schon wurde der Austausch nicht nur gestoppt und wieder zurückgenommen, es wurden auch im Westteil der Stadt Ost-Ampelmännchen aufgestellt.
Der Grund für die Rücknahme blieb lange Zeit im Dunkel, angebliche Bürgerproteste wurden vorgeschoben.

Dabei hätte der Hut des Männchens unbedingt Verdacht erregen müssen, nicht zuletzt deshalb, weil das grüne Männchen einen gänzlich anderen Hut trug und trägt. Hüte, wie sie das rote Männchen trägt, sind im Straßenbild deutscher Städte nahezu unbekannt.
In Rom dagegen, wo katholische Kleriker so wenig auffallen wie Matrosen in Kiel, ist dieser Hut allgegenwärtig.
Es ist wahr: Das rote DDR-Ampelmännchen trägt den charakteristischen breitkrempigen Cappello Romano der italienischen Kleriker. Und: Dieser römische Cappello ist rot, eine Farbe, die dem Papst und nur ihm vorbehalten ist. Und was macht dieser realsozialistische Ampelpapst? Er breitet seine Arme segnend aus, exakt dieselbe Pose, wie der Christus auf dem Corcovado über Rio de Janeiro.
Die Frage unseres Reporters, ob diese Ähnlichkeit nicht vielleicht Zufall sein könnte, beantwortete Dr. Schmolz mit einem süffisanten Lächeln.
Freitag, 15. Juli 2011
Donnerstag, 14. Juli 2011
Mysterien der Ästhetik am Beispiel des Hundes
Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem wird irgendwann auffallen, daß es Hunde verschiedenster Rassen gibt. Die Rasse mancher Hunde ist dabei so verschieden, daß man sie als Sonderanfertigung wird bezeichnen müssen. Diese Hunde bilden, jeder für sich, eine eigene und also sehr, sehr seltene Rasse, von der es jeweils nur ein unendlich kostbares - weil eben einmaliges und einzigartiges - Exemplar gibt.
Wer wenigstens ein bißchen was von Marktwirtschaft mitbekommen hat - und sei es beim Einkaufen - der weiß, daß heutigentags massenhaft hergestellte, gleich aussehende Dinge sehr gering geschätzt werden, während der Kenner bei einzeln gefertigten Sachen genießerisch mit der Zunge schnalzt. "Ah, kein Massenprodukt", seufzt er selig und blättert ohne zu murren für das handgearbeitete Zeug den x‑fachen Betrag hin.
So gesehen müßten eigentlich Rassehunde, deren es viele gibt und die nahezu gleich aussehen weniger geschätzt und als weniger schön empfunden werden als Unikate, die es so nur ein einziges Mal gibt. Nun weiß jeder, daß dem nicht so ist. Die Sache ist genau umgekehrt und es bleibt die Frage, warum das so ist.
Die Antwort lautet natürlich, wie fast immer in der Marktwirtschaft: "Es ist der Preis."
Im Tierasyl küssen sie dir die Hand und nennen dich Baron, wenn du einen der Hunde mitnimmst und vielleicht noch eine kleine Spende dort läßt, meinen Hund (siehe Bild) habe ich im Wald oberhalb von San Marco di Castellabate einfach mitgenommen. Für einen Rassehund mußt du dagegen etliche hundert Euro oder mehr hinblättern.
Bei Hunden sind Einzelstücke sehr preiswert oder gar kostenlos zu haben, während Serienfertigungen, sprich: Rassehunde, aufwendig in der Herstellung und entsprechend teuer sind. Damit kippt bei Hunden die allgemein übliche Wertschätzung von Einzelstücken. Mit einer Sonderanfertigung machst du halt nicht so viel her, weil jeder weiß, daß du den Köter (fast) umsonst bekommen hast. Mein Einzelstück ist deshalb bei weitem nicht so schön wie ein Rassehund.
Geld macht, wie Brecht einst anmerkte, nicht nur sinnlich, es macht auch schön.
Dienstag, 12. Juli 2011
Viva la pasta!
Der Österreicher Niko Alm, Mitglied der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, hat sich um die Religionsfreiheit verdient gemacht. Bemerkenswerterweise tat er dies dadurch, daß er sich einen neuen Führerschein ausstellen ließ.
In Österreich [1] darf der Inhaber eines amtlichen Ausweises auf dem Ausweisphoto keine Kopfbedeckung tragen. Sie werden allerdings dann akzeptiert, wenn es sich um eine Kopfbedeckung handelt, die jemand aus religiösen Gründen trägt.
Der Pastafari [2] Alm setzte also sein rituelles Pastasieb auf und ließ sich damit fotografieren. Anschließend ging er zur Behörde und gab Führerschein-Antrag und Lichtbild ab, wobei er - wie es sich gehört - bei der Vorsprache das Nudelsieb trug. Der Beamte nahm Antrag und Photo kommentarlos entgegen.
Einige Zeit später erhielt Alm einen Anruf, dergestalt, daß sein Führerscheinfoto so nicht akzeptiert werde. Niko Alm wollte darüber einen schriftlichen Bescheid, erhielt aber stattdessen eine Vorladung zum Amtsarzt, der zu klären hatte, ob Niko Alm psychisch befähigt sei, ein Kraftfahrzeug zu führen.
Der Amtsarzt bescheinigte ihm die Befähigung und so bekam Alm jetzt, drei Jahre nach der Antragstellung, seinen neuen Scheckkarten-Führerschein ausgehändigt - mit Pastasieb auf dem Kopf.
Sonntag, 10. Juli 2011
Die heutige Jugend
Die Jugend von heute ist ab - so - lut in - dis - ku - ta - bel! Das hat schon mein Opa vor 50 Jahren gesagt.
Freitag, 8. Juli 2011
Nix Olympia in Monaco
Nun sind also München und Garmisch-Partenkirchen die Olympischen Winterspiele doch erspart geblieben. Jetzt müssen sich die Koreaner damit rumärgern.
Glückwunsch! Und Prost! [1]
[1] Wer jetzt rätselt, woher er die Karikatur oder doch den Strich des Karikaturisten kennt: Sie ist vom großen Paul Flora, einst gezeichnet aus Anlaß der Olympischen Sommerspiele in München.
Sonntag, 3. Juli 2011
Tragischer Tod eines Milliardärs
Die Nachricht vom Tod Adolf Merckles im Januar 2009 hat mich damals sehr erschüttert. Nein, nichts Privates, keine sentimentalen Gefühle, ich wußte bis zu dieser Todesnachricht nicht mal, daß Adolf Merckle gelebt hatte.
Was mich verwundert und bewegt hat, ist das Motiv für seinen Entschluß. Merckle war Milliardär, er hatte ein riesiges Firmenimperium und ein riesiges Privatvermögen. Sein Firmenimperium war in Gefahr, es ist inzwischen durch Verträge mit Banken gerettet, Merckle ist nicht bankrott gegangen. Was sich für ihn geändert hat, war lediglich der Umstand, daß er nicht mehr in seinem Imperium schalten und walten kann, wie er wollte. Das Große Wort hatten mit einem Mal die Banken. Das mag unangenehm sein, nein, das ist unangenehm für einen, der es jahrzehntelang gewohnt war, das Heft in der Hand zu halten.
Aber immerhin: Der Mann war 74 Jahre alt, ein Alter, in dem andere längst in Rente sind, ihre Firma an andere Leute abgegeben haben. Merckle war nicht plötzlich verarmt, er wäre nicht auf Hartz IV angewiesen gewesen.
Vom Kopf her kann ich seine psychologische Situation durchaus verstehen, ich kann mich sogar ein gutes Stück weit in seine Situation hineinfühlen. Und genau das ist der Punkt:
Merckle war auch mal ein fröhlicher Dreijähriger, der leben wollte. Irgendwann hat er gearbeitet, müssen wir (fast) alle, wenn wir leben wollen. Und dann war er - wohl ziemlich bald - an einem Punkt, wo er eigentlich nicht mehr hätte arbeiten müssen, um leben zu können. Er hätte arbeiten können, was und inwieweit er Lust gehabt hätte, aber abstressen hätte er sich nicht mehr müssen. Er hätte sich mit seinem Geld das Kostbarste kaufen können, was man mit Geld überhaupt kaufen kann: Zeit. Zeit für sich.
Stattdessen hat er gerackert (diese Art von Unternehmern rackert wirklich noch), um Dinge konsumieren zu können, die er im Grunde gar nicht gebraucht hat, selbst wenn er sich einen luxuriösen Lebensstil gegönnt hätte [1]. Und er hat auch dann noch weitergerackert, als er so viel Geld hatte, daß er es selbst bei verschwenderischem Lebensstil gar nicht mehr hätte konsumieren können, sondern sich nur noch den Kopf zerbrechen mußte, wie er es anlegt.
Dergleichen Dinge muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Da schmeißt einer ein Leben lang sein Leben weg, weil er haben will, befehlen will. Dann bröckelt ihm sein Imperium unterm Arsch weg und jetzt, als 74jähriger, könnte er endlich den Rest seiner Tage ein gut gepolstertes Rentnerleben führen - morgens ein Kaffeetscherl trinken, ein bisserl spazierengehen, ein bisserl in der Sonne sitzen, lesen, schreiben, mit Leuten plauschen... Eine derart grauenvolle Vorstellung für ihn, nicht mehr der Chef zu sein, daß er sich lieber vom Zug zermautscheln ließ.
Wie krank, psychisch krank, muß ein Mensch sein, der in dieser Situation sagt: "Ich mag nicht mehr. Das Leben hat keinen Sinn mehr"? Was für eine kaputte Existenz, was für ein verpfuschtes Leben. Was für ein Wahnsinn!
Und: Was für ein bedrückender Gedanke, daß Wahnsinnige seiner Art unser Land (und nicht nur dieses) regieren und über unser Schicksal bestimmen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Jeder, der sich danach drängt, Chef zu werden, beweist damit seine Unfähigkeit, Chef zu sein.
Die Tragik scheint mir nicht im Tod dieses Menschen zu liegen, sondern in seinem Leben.
Samstag, 2. Juli 2011
Der Musiker als Schwein
Musik, so dichtete einst Wilhelm Busch, werde störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden.
Dabei ist der Lärm, den die Musik macht, noch das wenigste. Das Schlimme ist, daß Musiker so oft Schweinkerle sind, die vor keinem Saukram zurückschrecken. Das geht doch schon mit W.(olfgang) A.(rschgeige) Mozart los, der sich mit KV 231
und KV 233
so was von dermaßen im Ton vergriffen hat, daß für einen seriösen Musiker mit einem Mindestmaß an Anstand dieser Mozart eigentlich tabu sein sollte.
Nicht zu reden von Maurice Ravel, der mit seinem "Bolero" einen Geschlechtsakt aus der Sicht des Mannes vertont hat. Immer das gleiche, aber immer ein bisserl anders, schön langsam immer heftiger werdend, schließlich heftiges Rabumms, Rabumms - aus. Und dann ratzt der Saukerl wahrscheinlich weg, während die Frau eigentlich noch über das Versmaß im klassischen Sonett diskutieren wollte.
Schon der Dirigent hätte meinen Argwohn erwecken sollen. Dem jungen Mann steht es ja geradezu ins Gesicht geschrieben, wie wahnsinnig peinlich es ihm ist, diese Schweinerei dirigieren zu müssen.
Und, klar, er hat allen Grund dazu. Nicht nur, daß hier ein Geschlechtsverkehr abgefidelt wird, was schlimm genug wäre, das Bildmaterial enthält Abbildungen von so abscheulicher Abscheulichkeit, daß es abscheulicher gar nicht mehr sein kann.
Phallussymbole, wo man hinschaut:
Der Herr rechts von dem beschwingt... äh, blasenden Schweinigel hat allen Grund, vergrätzt dreinzuschauen.
Wahrscheinlich denkt er gerade drüber nach, daß er doch lieber einen anständigen Beruf hätte erlernen sollen, Schornsteinfeger etwa, wie es ihm sein Vater einst geraten hatte. Obwohl... mit Schornsteinfeger wäre er vom Regen in die Traufe gekommen, ständig sein Gerät in diese Schornsteinhöhlen stecken und es dann lustvoll auf und ab zu bewegen. Nein, Schornsteinfeger ist auch kein seriöser Beruf, dann also Einzelhandelskaufmann. Aber jetzt ist es für ihn zu spät, das Arbeitsamt zahlt ihm keine Umschulung mehr. Tempi passati...
Und dann das hier.
Ich mein, wer tagtäglich mit solchem Gerät hantiert, der hätte auch gleich Spargelstecher werden können.
Und, als ob das nicht schon mehr als genug wäre, mutet man uns auch noch Bilder zu, in denen überdimensionierte Pimmel lustvoll über weibliche, kallipygische (schönärschige) Körper gleiten.
Ist es nicht entsetzlich, wie schamlos obszön der grauhaarige Lustmolch mit der Brille grinst, während er in aller Öffentlichkeit seinen Phallus über den Körper seiner schönhüftigen Freundin gleiten läßt?
Fui Deibel sag ich.
Musiker sollten sich was schämen. Aber wahrscheinlich ist es doch so, wie der Dichter spricht:
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