3.6.20

Muslime und andere Österreicher

Ende Oktober letzten Jahres hat ein Familienvater in Kotting­brunn/NÖ seine Frau und seine beiden kleinen Kinder erstochen, beziehungsweise erstickt. 3 Tote. Eine innerösterreichische Familientragödie, Ausländer waren nicht beteiligt. Aber...
Sowohl Täter als auch Opfer hatten türkischen Migrationshintergrund. Der Mörder ist zwar in Österreich geboren und aufgewachsen, hat die österreichische Staatsangehörigkeit, aber deswegen ist er noch lange kein richtiger Österreicher. "Solange immer die Öztürks und die Yildirims hier in Österreich leben mögen,", sagt der gestrenge Herr Havliček, "richtige Österreicher werden sie nie."
Denn die Yildirims und die Öztürks sind nicht nur Ewige Türken, sondern auch Moslems. Und Moslems...

Gottlob haben wir hier in "Fisch und Fleisch" einen weitgereisten, weltgewandten Moslemversteher der Sonderklasse, Filmemacher, Schriftsteller, Journalisten etc. pp.
"Man will hier ja nichts behaupten", schreibt er, "aber eines ist klar. Bei Muslime(n) haben Frauen nicht viele Rechte." - "Wieviele Österreicher mit Migrationshintergrund sind es schon in Österreich, wo bei den Männern das Messer ganz locker sitzt?"
Wir wissen es alle [1], Österreich hat mit 0,51 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern und Jahr eine traumhaft niedrige Tötungsrate. Kein Vergleich mit Venezuela und El Salvador, den Spitzenreitern der Charts mit 62 bzw. 60 Opfern.Kein Vergleich auch mit Deutschland (1,0) oder gar Ungarn (2,5), in welch letzterem Land es dank des Zaunkönigs so gut wie keine muselmanischen Migranten hat. Ungarn hat eine Tötungsrate wie Ägypten, der Iran, Ruanda und Libyen. Tu felix austria dagegen... Österreich ist immer noch oder schon wieder eine Insel der Seligen.
Einfach strukturierte Gemüter könnten denken, es seien die Österreicher schlicht zu faul, sich gegenseitig umzubringen und die paar Tötungen überließen sie gerne und dankbar ihren Zuwanderern, denn - klar - ein  paar Morde sollten schon sein, sonst denken die Leute in Syrien oder Afrika noch, "Ah, Österreich ist ein so friedliches und freundliches Land, da will ich auch hin."
Dem ist natürlich nicht so. Anfang Oktober hat ein Bio-Österreicher aus Eifersucht und in Kitzbühel seine Freundin, die ihn verlassen hatte, erschossen, desgleichen deren neuen Freund, ihre Eltern und ihren Bruder, insgesamt also fünf Menschen.

Apropos Eifersucht - hat sich schon mal einer von Aich [2] Gedanken über Eifersucht gemacht? Was es nämlich für eine ungeheure Arroganz ist, einen anderen Menschen mit seiner Eifersucht zu verfolgen? Ich mein, nix gegen Eifersucht, die sucht sich ja keiner aus. Du bist eifersüchtig und das ist schlimm genug. Aber auf die Idee zu kommen, einen anderen Menschen mit meiner Eifersucht zu verfolgen, ist ausgesprochen abartig.
Der Österreicher aus Kottingbrunn etwa hatte angeblich Angst, seine Familie zu verlieren. Korrigiere mich einer, der es besser weiß, aber ich kann meine Familie nicht dadurch behalten, daß ich sie abmurkse. Auch der Typ aus Kitzbühel hat seine Geliebte nicht dadurch wiederbekommen, daß er sie umgebracht hat.
"Wenn ich dich nicht bekomme, bzw. behalte, dann soll dich auch kein anderer haben." - "Wenn du mich verläßt, bringe ich dich um." - "Wenn du mich verläßt, bringe ich mich um, und du bist schuld." Wenn das Liebe ist, will ich gar nicht wissen, was Haß ist.



[1]   Die, die's nicht wissen, könnten es wissen, so sie einen Computer und einen Internet-Anschluß haben.
[2]   Die Geschichte von Judas und dem Letzten Abendmahl: "Einer von Aich wird mich verraten."

2.6.20

Merchandising

Zu meinen Blogbeiträgen und Kommentaren gibt's jetzt eine erste Merchandising-Produktlinie.
Gegen einen geringen Aufpreis gibt's ein Autogrammerl auf das Leiberl, vom Brandauer und von mir.

19.5.20

Wie mache ich eine Beziehung kaputt

Die meisten sind in der Lage, ganz spontan eine Beziehung - vor allem die eigene - kaputt zu machen. Effektiver geht's natürlich, wenn man einige Gesetzmäßigkeiten kennt und sie anwendet. B-Ziehung kaputtmachen für Fortgeschrittene.
P. S.: Die Schwarze-Witwen-Männchen werden natürlich nicht vom MÄNNCHEN verspeist, sondern vom WEIBCHEN.

17.5.20

Lies bitte...

In den alten Zeiten, da das Wünschen noch geholfen hat, schrieb einst einer im Usenet: "Ich verstehe die Frage in diesem Zusammenhang nicht. Und von was für einem Massenmord in Russland sprichst Du?" Und er erhielt von einem anderen die Antwort: "Lies bitte Solschenizyns neuestes Buch."

Ich antwortete darauf:
Das ist so eine Unsitte hier im Usenet und überhaupts im Internet: Es scheint, als wären manche Leute völlig außerstande, irgendwie (und sei es schlecht) zu argumentieren. Statt zu antworten, konkret und sachbezogen oder meinetwegen auch unsachlich und witzig und schön beleidigend schreiben die Narren einfach hin: "Lies bitte Solschenizyns neuestes Buch" oder sie empfehlen die Lektüre der "Brunziwutz-Charta" oder der "KAKAKAK-FAQs" oder welchen Unfug auch immer.
Sag, teure Leonie: Du hast doch anscheinend Alexander Solschenizyns neuestes Buch gelesen [1]. So du es verstanden hast, wäre es an dir, hier anzuführen, was daraus für deine Argumentation wichtig und bestätigend ist. Ansonsten empfehle ich dir dringend die Lektüre von "Wahnsinn, das. Sehr merkwürdig" von Otto Darmstadt.

In den alten Zeiten, da die Menschen den Gebrauch der Sprache noch mehr als nur oberflächlich kannten, hat man eine Frage gestellt und eine Antwort bekommen - oder halt nicht. Heute kriegst du statt einer Antwort einen kommentarlosen Link, der angeblich deine Frage beantwortet. Klickst du auf den Link, so landest du auf einer Seite, auf welcher die Geschichte von Königen und Sklaven - von Babylon bis heute - in aller Ausführlichkeit dargestellt wird.
Ach.




[1]   Solschenizyn ist 2008 gestorben. An diesem Detail siehst du, wie lange die hier erzählte Geschichte schon her ist.


11.5.20

Wie mache ich eine Beziehung kaputt?

In den Geschichten vom Herrn Keuner Bertolt Brechts gibt es eine besonders kurze Geschichte:
"Was tun Sie, - wurde Herr K. gefragt, - wenn Sie einen Menschen lieben?" - "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, dass er ihm ähnlich wird." - "Wer? Der Entwurf?" - "Nein", sagte Herr K., "Der Mensch."
Das ist die Goldene Regel aus dem Hauptseminar "Wie mache ich jede B-Ziehung nachhaltig kaputt": Mensch A begegnet Mensch B und verliebt sich in diesen, denn Mensch B hat vielerlei Eigenschaften, die dem Menschen A wohl gefallen. Leben A und B endlich zusammen entdeckt A viele (eigentlich ja ganz viele) Eigenschaften an B, die ihn doch eher stören (eigentlich ja in den Wahnsinn treiben). Die wahrhaft verachtenswerte Angewohnheit etwa, des abends mit wohligem Seufzer im Wohnzimmer die Socken abzustreifen und auf der Couch liegen zu lassen. Mensch A bemst nun solange an Mensch B heran, bis dieser endlich die Socken ordnungsgemäß entsorgt. Bei der nächsten verachtenswerten Eigenschaft geschieht das Gleiche und schließlich hat Mensch A den Menschen B ganz nach seinem Bilde geformt.
Mensch B, in den sich einst Mensch A verliebt hatte, ist nun nicht mehr vorhanden, er wurde in einen A-gemachten Zombie verwandelt.
An diesem Punkte nun gehen die beiden Menschen auseinander oder - schlimmer noch - sie leben glücklich und zufrieden in einer vergifteten, völlig verkackten Beziehung weiter, bis sie endlich der Tod vom Leben erlöst. Wie glücklich müssen Schwarze-Witwen-Männchen sein, sie werden nach oder schon während der Begattung vom Weibchen stante pede verspeist, noch ehe sie die Frage aller Fragen stellen können: "Wie war ich?".


7.5.20

Goethe und ich


Goethe [1] ist ziemlich genau 201 Jahre jünger als ich. Das ist 1 lange Zeit, aber Goethe wurde 83 Jahre alt, ich selber bin inzwischen auch schon 70. Wenn wir beide unsere Arme gaaanz lang machten, dann würden sich unsere Fingerspitzen fast berühren.
Das heißt, eigentlich sind Goethe und ich Zeitgenossen.
Und wirklich, als ich noch jung war, hat Goethe im Fernsee etliche Show-Formate [2] moderiert, sein Pseudonym war Hans Joachim Kulenkampff.



[1]   Ich mein jetzt den Wolfgang Amadeus, keinen der anderen Goethes und Goethinnen.
[2]   Das Wort "Format" gab's damals noch gar nicht, jedenfalls nicht in der Bedeutung Show-Format.

Nicht Bärlauch sondern Bohrloch

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten aber bisher nie zu fragen wagten. Heute "Sexuelle Duldungsstarre" " Die Duldu...