Unsere verehrte Kanzlerin hat neulich angekündigt, sie wolle einen demütigen Wahlkampf führen. Fein.
Was aber, so ist zu fragen, ist Demut? Wollen mal so sagen: Demut setzt die Möglichkeit zur Arroganz voraus. Ein Arsch, auf den sowieso keiner hört, kann nicht demütig sein, der wird allenfalls gedemütigt. Demütig kann also nur einer sein, der genauso gut auch auftrumpfen könnte. Demut ist jederzeit widerrufbar. Hüte dich, demütige Leute zu demütigen. Sie sind gefährlich.
Der Franze hat natürlich auch eine Meinung zum Thema:
Der Franze hat gsagt, wenn ihn jeder mit "Euer Eminenz" anreden würd und an seinem Finger zutzeln tät, dann, sagt er, wär er auch gern demütig.
Siehe auch hier.
23.6.09
21.6.09
Novembergedicht
Meine Schwester hat mal in der Schule ein Novembergedicht zu lesen gehabt, sehr expressiv und existentiell, so mit kleinschreibung, freien rhythmen, reimlos, nebel, raben auf dem felde, tristesse. Der übliche Schmäh halt. Von Vereinen war in dem Werk nicht die Rede, wohl aber mehrfach von einem Vereinsamt. Sehr merkwürdig.
20.6.09
Bolzenschußapparat
Aus dem Usenet
Im Usenet frug einst einer:
Neulich kam bei einer Diskussion folgende Aussage zu Tische: Das Toeten von Viechern (Kuehe, Schweine, ...) per Bolzenschusz in den Kopf bereitet nicht dem Viech einen "humaneren" Tot - es macht's lediglich fuer den Viehhenker humaner, da der Bolzenschusz dem Viech das Jammern unmoeglich macht und es dann halt nicht mehr so quieken kann. Auf die Art faellt es dem Henker nicht so schwer. Das eigentliche Viech stirbt trotzdem sehr allmaehlich mit dem Auslaufen des Blutes. Entlarvt diese Aussage eine UL oder ist sie selbst eine?
Ich aber hub an zu antworten:
Mit der Verwendung des Bolzenschußapparates aber verhält es sich so: Der Bolzenschußapparat verschießt keine Kugel, die in das Hirn eindringt und das Tier dann natürlich sofort töten würde. Der Bolzenschußapparat wird an der Stirn des zu tötenden Tieres angesetzt. Wie der Name andeutet, wird durch die Explosionskraft der Patrone im Bolzenschußapparat eine spitzer Stahlbolzen einige Millimeter (ein bis zwei Zentimeter, denke ich) nach vorne getrieben. Dieser Bolzen durchschlägt den Schädelknochen an der Stirn und stößt lediglich peripher in das Hirn des Schlachttieres ein.
Diese Verletzung verursacht sofortige Bewußtlosigkeit, nicht jedoch den Tod, der zu diesem Zeitpunkt nicht erwünscht ist. Um das Fleisch des Tieres verwenden zu können, ist es notwendig, daß es nahezu vollständig ausgeblutet ist. Dies aber muß das noch lebende (wenn auch bewußtlose) Tier selbst besorgen. Bei den Hühner ist es meines Wissens anders, die hängen in der Hähnchenschlachterei mit den Füßen an einem Fließband, dann wird ihnen der Kopf abgetrennt und den Rest besorgen die Reflexe des Tieres und die Schwerkraft.
Das hört sich alles nicht so wahnsinnig appetitlich an. Wer aber, spricht der HErr, sich die Semmel mit Leberwurst bestreicht, darf nicht rümpfen die Nase über das Messer des Schlachters.
Wo er recht hat, hat er recht, der HErr.
Im Usenet frug einst einer:
Neulich kam bei einer Diskussion folgende Aussage zu Tische: Das Toeten von Viechern (Kuehe, Schweine, ...) per Bolzenschusz in den Kopf bereitet nicht dem Viech einen "humaneren" Tot - es macht's lediglich fuer den Viehhenker humaner, da der Bolzenschusz dem Viech das Jammern unmoeglich macht und es dann halt nicht mehr so quieken kann. Auf die Art faellt es dem Henker nicht so schwer. Das eigentliche Viech stirbt trotzdem sehr allmaehlich mit dem Auslaufen des Blutes. Entlarvt diese Aussage eine UL oder ist sie selbst eine?
Ich aber hub an zu antworten:
Mit der Verwendung des Bolzenschußapparates aber verhält es sich so: Der Bolzenschußapparat verschießt keine Kugel, die in das Hirn eindringt und das Tier dann natürlich sofort töten würde. Der Bolzenschußapparat wird an der Stirn des zu tötenden Tieres angesetzt. Wie der Name andeutet, wird durch die Explosionskraft der Patrone im Bolzenschußapparat eine spitzer Stahlbolzen einige Millimeter (ein bis zwei Zentimeter, denke ich) nach vorne getrieben. Dieser Bolzen durchschlägt den Schädelknochen an der Stirn und stößt lediglich peripher in das Hirn des Schlachttieres ein.
Diese Verletzung verursacht sofortige Bewußtlosigkeit, nicht jedoch den Tod, der zu diesem Zeitpunkt nicht erwünscht ist. Um das Fleisch des Tieres verwenden zu können, ist es notwendig, daß es nahezu vollständig ausgeblutet ist. Dies aber muß das noch lebende (wenn auch bewußtlose) Tier selbst besorgen. Bei den Hühner ist es meines Wissens anders, die hängen in der Hähnchenschlachterei mit den Füßen an einem Fließband, dann wird ihnen der Kopf abgetrennt und den Rest besorgen die Reflexe des Tieres und die Schwerkraft.
Das hört sich alles nicht so wahnsinnig appetitlich an. Wer aber, spricht der HErr, sich die Semmel mit Leberwurst bestreicht, darf nicht rümpfen die Nase über das Messer des Schlachters.
Wo er recht hat, hat er recht, der HErr.
18.6.09
12.6.09
Rosenkranz, elektronisch
Machen wir uns nichts vor: Der klassische Rosenkranz ist out, der ist was für alte Frauen, die es nicht mehr raffen und raffen wollen und die also die Rosenkranzperlen weiterhin durch ihre Finger gleiten lassen. Der Mensch von heute betet seinen Rosenkranz mit Hilfe eines elektronischen solchen.
Der elektronische Rosenkranz ist eiförmig und paßt bequem in die Handfläche. Du drückst auf den jeweiligen Wochentag und der elektronische Rosenkranz betet mit dir zusammen. Dabei ist er gar nicht mal teuer, die Standardausführung kostet schlappe 29,90 €. Mit der Luxusausfertigung für 34,90 €, bei der auch ein Ohrhörer mitgeliefert wird, kannst du auch in der U-Bahn oder beim Joggen deinen Rosenkranz abbeten. Die absolute Luxusvariante bietet dir für nur 49,00 € zusätzlich das "Vater Unser", gebetet vom Seligen Papst Johannes Paul II., wahlweise auf Spanisch oder Italienisch.
Wer hat hier gesagt, daß das ein Scheisendreck wäre, daß ich das alles erfunden hätte?
Wer's nicht glaubt (!), der klicke hier.
Ich aber, wahrlich, ich sage euch: Selig sind die, welche nicht klicken und doch glauben.
Und vielleicht wird eines Tages Douglas Adams' "Elektrischer Mönch" ja doch noch Wirklichkeit: Eine Maschine, die Dinge glaubt, an die man noch nicht mal in Salt Lake City glaubt...
Der elektronische Rosenkranz ist eiförmig und paßt bequem in die Handfläche. Du drückst auf den jeweiligen Wochentag und der elektronische Rosenkranz betet mit dir zusammen. Dabei ist er gar nicht mal teuer, die Standardausführung kostet schlappe 29,90 €. Mit der Luxusausfertigung für 34,90 €, bei der auch ein Ohrhörer mitgeliefert wird, kannst du auch in der U-Bahn oder beim Joggen deinen Rosenkranz abbeten. Die absolute Luxusvariante bietet dir für nur 49,00 € zusätzlich das "Vater Unser", gebetet vom Seligen Papst Johannes Paul II., wahlweise auf Spanisch oder Italienisch.
Wer hat hier gesagt, daß das ein Scheisendreck wäre, daß ich das alles erfunden hätte?
Wer's nicht glaubt (!), der klicke hier.
Ich aber, wahrlich, ich sage euch: Selig sind die, welche nicht klicken und doch glauben.
Und vielleicht wird eines Tages Douglas Adams' "Elektrischer Mönch" ja doch noch Wirklichkeit: Eine Maschine, die Dinge glaubt, an die man noch nicht mal in Salt Lake City glaubt...
11.6.09
Himmel
Der Franze hat gsagt, er möcht nicht in den Himmel kommen. Wenn er mal tot ist, sagt er, seinetwegen, aber heut nicht.
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