25.9.22

Wahrhaftigkeitswahrheitsfindungstestbild

Obst du herausfindest, was an diesem Bild falsch ist? Auf der Website, von der ich dieses Bild habe steht, 20 % der Betrachter würden es herausfinden. Ich hab's erst nach längerem verzweifelten Grybeln geschafft.

(Spoileralarm! Bitte das erscheinende Bild der Website so stehenlassen, vorerst nicht weiterscrollen!)

22.9.22

Patriotismus auf die dezentestmögliche Art

Ich weiß nicht, wie's dir geht, ich seh' auf diesem Bild vom Reichsparteitag 2021 spontan eine Orgie kackerlbuntester Farben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich den von der Decke hängenden Kranz als eigenständiges Objekt bemerkt habe, einen Friedhofskranz in den Farben der Beerdigungsrepublik Deutschland. Ich bekomme wahnsinnig Lust, in Österreich einzumarschieren, nur die Angst vor den dort überall herumlungernden ausländischen Messerstechern und Frauenschändern hält mich davon ab.

Eine Bahnfahrt, die ist lustig

Am Montag war Kurs in München. Wiesnzeit. Mir hat's schon bei der Hinfahrt gegraust vor der Rückfahrt im proppenvollen Zug mit besoffenen Wiesnheimkehrern. Am Bahnsteig hieß es dann, daß der 20:44-Zug heute ausfällt. Der nächste Zug fuhr 21:34 h, ich setzte mich also auf den kalten Bahnsteig (die leidlich warmen Wartemöglichkeiten mit Sitzgelegenheit sind derzeit am  Hbf. München fast nicht vorhanden).

Ein Zug nach Ingolstadt fährt von meinem Bahnsteig weg, ich hatte kurz überlegt gehabt ob ich mitfahren sollte, von Ingolstadt aus kommt man auch nach Regensburg. Der Zug fährt ohne mich. Eine halbe Stunde später heißt es, der Zug von 21:34 h habe ca. 35 Minuten Verspätung. Ich steige in den Zug nach Passau, bis Landshut kann ich mich immerhin aufwärmen. In Landshut erfahre ich, daß der Zug von München inzwischen 50 min. Verspätung hat. Davor fährt allerdings noch der Flughafenexpress nach Regensburg, um 23:02 h. Im Wartesaal von Landshut ist es auch nicht warm, aber wenigstens ist es dort nicht zugig. Inzwischen bin ich bereits mit so wenig zufrieden.

Ich sehne mich nach einem Auto, aber leider hat mein Schofför gerade Urlaub. Der Flughafenexpress kommt, fast pünktlich, um kurz vor Mitternacht bin ich zuhause. Was bin ich für ein Glückspilz.

11.9.22

Vermeerung

Im Hinblick darauf, daß im Meerwasser kein Leben möglich ist, könnte man die Vermeerung auch als Verwüstung bezeichnen, wenn's nicht eh ein Schmarrn wär.

Der Temposünder als Triebtäter

Früher, als die Welt zwar auch nicht mehr gut aber doch besser war als heute hatte ich einen Punktetäter (alles Verstöße im Zusammenhang mit Schnellfahren) bei der Beratung, der dann anschließend seine MPU gemacht hat. Er ist dort durchgefallen, was mich nicht gewundert hat. Anschließend haben wir - das gehört zum kostenlosen Service - das Gutachten analysiert, das heißt ich habe ihm erklärt, warum er durchgefallen ist.

Im Gutachten wurde eine Äußerung über seine Ziele für die Zukunft so wiedergegeben: "...und wenn wo 30 steht, dann fahre ich 30, aber es ist eben keiner mit einem Heiligenschein geboren, die 20 km/h werde ich nie mehr überschreiten". So weit, so gut, wenn auch die Bemerkung mit dem Heiligenschein schon wieder eine sehr bedenkliche Äußerung ist. Dann aber fährt er fort: "auch meine Lebensgefährtin fährt ganz ruhig, auch wenn ich neben ihr tobe, daß sie zufahren soll, fährt sie nicht schneller." 

Ich habe ihm gesagt, mit diesem Satz alleine, auch wenn sonst alles einwandfrei gewesen wäre, habe er sich sein Grab geschaufelt. Ich denke, auch einem Laien ist unmittelbar klar, warum das so ist. Da hat er (anscheinend) die allerbesten Vorsätze, aber als Beifahrer (notgedrungen, sein Führerschein ist weg) treibt er die Fahrerin an, doch gefälligst schneller zu fahren.

In MPU, Kursen und Beratung habe ich die Erfahrung gemacht, daß Promillefahrer sehr rückfallgefährdet sind, außer sie hören mit dem Saufen auf. Und ich habe auch gelernt, daß Punktetäter (aus dem Bereich "Rasches Vorwärtskommen") noch sehr viel beratungsresistenter sind als Promillefahrer. Manchmal kommen mir diese Leute wie Triebtäter vor.

Es ist ja auch klar: Sie verlieren ihren Führerschein sehenden Auges. Der Promillefahrer tut etwas Verbotenes und er wird nicht und nicht erwischt, sein Verhalten ist erfolgreich und so setzt er es fort. Wird er dann irgendwann doch erwischt, so kommt gleich die große Keule auf ihn zu - der Führerschein ist weg.

Der Punktetäter macht von der Struktur her das Gleiche. Er setzt ein erfolgreiches Verhalten immer weiter fort. Wird er irgendwann erwischt (Radarfallen sind wahnsinnig selten, aber irgendwo sind sie halt doch), so folgt nicht gleich die große Katastrophe. Er muß Bußgeld bezahlen, er bekommt 2 Punkte, ärgerlich, aber nicht fatal. Er könnte daraus lernen, viele tun das, etliche aber nicht. Sie fahren weiter schnell, viel zu schnell, man wird ja fast nie erwischt. Bis sie zum zweiten Mal erwischt werden. Diesmal haben sie bereits 5 Punkte auf ihrem Konto. Ärgerlich, aber nicht weiter tragisch. Und so geht das weiter.

Für den Promillefahrer kommt das Verhängnis jäh und unvermutet (es ist ja so, so lange gut gegangen), der Punktetäter sieht auf seinem Weg zum Führerscheinentzug ständig Warnsignale. Achtung, du hast bereits 5 Punkte! Irgendwann kommt die Ermahnung der Führerscheinstelle, dann eine weitere. Und trotzdem erreichen sie irgendwann 8 Punkte, und ihr Führerschein, den sie lieben wie sonst nichts auf der Welt, ist auf einmal weg. Nein, nicht auf einmal, sondern planmäßig.

Ein Fun-Fact am Rande: 90 % aller Autofahrer mit deutschem Führerschein haben keinen Eintrag in Flensburg. Von den verbleibenden 10 % haben fast alle nur einen einzigen Eintrag. Nur eine verschwindend winzige Gruppe sammelt Punkte.

Triathlet

Es war Ende August, die brüllende Hitze dieses Sommers war gebrochen. Es regnet, es strömt und als ich endlich im Bushäusl Zuflucht gefunden habe, hat es aufgehört zu regnen.  Die Dinge mögen mich nicht, sie machen sich lustig über mich.

Im Bushäusl reib ich mir die pitschnassen Brillengläser trocken, was nur mäßig gelingt, die Dinge mögen mich nicht, wie gesagt. Als ich wieder aufblicke humpelt schweratmend ein Mann an mir vorüber, ein dicker Mann, ein Mann, neben dem ich fast wie eine leichtfüßige Gazelle wirke. Auf dem T-Shirt-Rücken steht was, schwer zu lesen, denn der Mann trägt einen kleinen Rucksack.

Jetzt kann ich es lesen: 27. Regensburger Triathlon. Du, sage ich zu dem Mann, ohne es ihm zu sagen, wirst vermutlich nicht in der Spitzengruppe gewesen sein.

Leicht verdientes Geld

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, wie Vincent van Gogh so viele Selbstporträts "malen" konnte.

Bei Rembrandt haben sie einen Anfangsverdacht auf unerlaubte Kontakte zur niederländischen Schnaps-Mafia.

Und Joan Miró spottet sowieso jeder Beschreibung.

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...