3.6.09
29.5.09
Erdrutsch
Die folgende Geschichte wird mir wieder mal kein Schwein glauben. Drum auf mit den Finger zum Schwur: Es ist alles so, wie ich es schildere, nichts ist erfunden.
Am Montag, den 26. Januar 2009 hatte es hier wie aus Kübeln gegossen, fast den ganzen Tag lang. Eine Einheimische hatte später gemeint, Regen dieser Größenordnung käme nur alle 10 bis 20 Jahre mal vor. Hier regnet es oft im Winter, aber an diesem Tag war es wirklich extrem. Am Dienstag hörte ich einen Hubschrauber, schaute hinaus und sah, wie er nicht weiterfliegt, sondern hier in der Gegend kreist. Ein Hubschrauber der Feuerwehr.
Eine Nachbarin sah mich auf dem Balkon und erklärte mir, daß es heute morgen einen Erdrutsch gegeben habe. Die Straße von Madonna della Scala nach Case del Conte sei unterbrochen, sie sei ca. 10 Meter abgesackt, außerdem sei ein Haus ca. 20 m weit gerutscht und dabei zerstört worden, zwei weitere Häuser seien schwer beschädigt worden.
Am Abend kam mein Sohn nachhause und erzählte mir, er habe eben erfahren, daß die ganze Straße hier oben evakuiert würde, wir müßten die Häuser verlassen. Um halb acht kam ein Wagen der Gemeinde und brachte uns den Evakuierungsbefehl des Bürgermeisters. Es sei demnach auch verboten, die Straße zu befahren, zu begehen oder auch nur ein Auto dort zu parken. Die Einhaltung des Evakuierungsbefehls werde durch Absperrungen und Polizei gewährleistet.
Die Evakuierung galt indes nur für die Bewohner auf der linken Straßenseite, die zur Gemeinde Perdifumo gehört, während Bewohner der rechten Straßenseite, die zu Castellabate gehört, sowohl in den Häuser bleiben als auch die Straße befahren durften.
Kurz nach neun Uhr, wir waren bereits dabei, uns fertig zu machen und einige Sachen einzupacken, kam der Wagen der Polizei und erinnerte uns noch mal an die Evakuierung. Die Nacht haben wir dann in einem nahegelegen Hotel verbracht. Auf dem Weg dorthin sahen wir weder Polizei noch Absperrungen, noch nicht mal ein Hinweisschild, daß Gefahr bestünde oder irgendwas verboten sei.
Am nächsten Morgen waren die anderen Bewohner der Straße, die auch dort übernachtet hatten, schon weg, keiner wußte etwas, also packten wir unsere Sachen und fuhren heim. Auch jetzt keine Absperrung, keine Polizei, nichts und niemand, der uns gehindert hätte, nachhause zu fahren. Alle Leute waren auch wieder zuhause.
Tagsüber streiften angeblich Geologen durchs Gelände, um die Situation zu checken, über der Gegend kreisten mehrere Hubschrauber. Wir blieben, da wir nichts mehr gehört hatten, in der folgenden Nacht im Haus, auch von den anderen Bewohner war anscheinend keiner mehr weg.
Heute, am 29. Mai 2009, klingelt ein Beamter der Gemeinde und händigt mir die Anordnung der Gemeinde vom 12. 5. (!) 2009 aus, derzufolge wir jetzt wieder in unser Haus zurückkehren dürfen. Man habe die Lage wegen des Erdrutsches überprüft und gefunden, daß keine Gefahr (mehr) bestünde. Wir, das heißt der Beamte und ich, haben viel gelacht.
Muß ich hinzufügen, daß der Beamte die Anordnung direkt zu meinem Haus gebracht hat und nicht etwa zuvor die Hotels oder sonstigen Unterkünfte abgesucht hat, in denen ich mich streng genommen immer noch hätte befinden müssen?
Am Montag, den 26. Januar 2009 hatte es hier wie aus Kübeln gegossen, fast den ganzen Tag lang. Eine Einheimische hatte später gemeint, Regen dieser Größenordnung käme nur alle 10 bis 20 Jahre mal vor. Hier regnet es oft im Winter, aber an diesem Tag war es wirklich extrem. Am Dienstag hörte ich einen Hubschrauber, schaute hinaus und sah, wie er nicht weiterfliegt, sondern hier in der Gegend kreist. Ein Hubschrauber der Feuerwehr.
Eine Nachbarin sah mich auf dem Balkon und erklärte mir, daß es heute morgen einen Erdrutsch gegeben habe. Die Straße von Madonna della Scala nach Case del Conte sei unterbrochen, sie sei ca. 10 Meter abgesackt, außerdem sei ein Haus ca. 20 m weit gerutscht und dabei zerstört worden, zwei weitere Häuser seien schwer beschädigt worden.
Am Abend kam mein Sohn nachhause und erzählte mir, er habe eben erfahren, daß die ganze Straße hier oben evakuiert würde, wir müßten die Häuser verlassen. Um halb acht kam ein Wagen der Gemeinde und brachte uns den Evakuierungsbefehl des Bürgermeisters. Es sei demnach auch verboten, die Straße zu befahren, zu begehen oder auch nur ein Auto dort zu parken. Die Einhaltung des Evakuierungsbefehls werde durch Absperrungen und Polizei gewährleistet.
Die Evakuierung galt indes nur für die Bewohner auf der linken Straßenseite, die zur Gemeinde Perdifumo gehört, während Bewohner der rechten Straßenseite, die zu Castellabate gehört, sowohl in den Häuser bleiben als auch die Straße befahren durften.
Kurz nach neun Uhr, wir waren bereits dabei, uns fertig zu machen und einige Sachen einzupacken, kam der Wagen der Polizei und erinnerte uns noch mal an die Evakuierung. Die Nacht haben wir dann in einem nahegelegen Hotel verbracht. Auf dem Weg dorthin sahen wir weder Polizei noch Absperrungen, noch nicht mal ein Hinweisschild, daß Gefahr bestünde oder irgendwas verboten sei.
Am nächsten Morgen waren die anderen Bewohner der Straße, die auch dort übernachtet hatten, schon weg, keiner wußte etwas, also packten wir unsere Sachen und fuhren heim. Auch jetzt keine Absperrung, keine Polizei, nichts und niemand, der uns gehindert hätte, nachhause zu fahren. Alle Leute waren auch wieder zuhause.
Tagsüber streiften angeblich Geologen durchs Gelände, um die Situation zu checken, über der Gegend kreisten mehrere Hubschrauber. Wir blieben, da wir nichts mehr gehört hatten, in der folgenden Nacht im Haus, auch von den anderen Bewohner war anscheinend keiner mehr weg.
Heute, am 29. Mai 2009, klingelt ein Beamter der Gemeinde und händigt mir die Anordnung der Gemeinde vom 12. 5. (!) 2009 aus, derzufolge wir jetzt wieder in unser Haus zurückkehren dürfen. Man habe die Lage wegen des Erdrutsches überprüft und gefunden, daß keine Gefahr (mehr) bestünde. Wir, das heißt der Beamte und ich, haben viel gelacht.
Muß ich hinzufügen, daß der Beamte die Anordnung direkt zu meinem Haus gebracht hat und nicht etwa zuvor die Hotels oder sonstigen Unterkünfte abgesucht hat, in denen ich mich streng genommen immer noch hätte befinden müssen?
27.5.09
Vatersname
Helmut Kohl wurde einmal in einem Interview auf jemand angesprochen, der kurz zuvor ein spöttelndes Sprachspiel mit seinem Namen gemacht hatte. Kohl blies sich zu voller Größe und Schönheit auf und meinte dann in tief beleidigtem Tonfall, es sei ungezogen und falle auf den Sprecher zurück, wenn man Scherze mit seinem Vatersnamen mache. Er sagte nicht "Familienname", sondern verwendete den allmählich schwer veraltenden Begriff (12.000 Nennungen bei Google, gegenüber 1 Mio. für "Familienname"), womit er den Scherzenden indirekt auch noch der Beleidigung seines Vaters zieh.
Ein raffinierter Hund ist er schon, dieser Helmut Kohl.
Irgendwann wird er ja dennerscht verreckt sein, der Kohl, damit man mich endlich der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zeihen kann.
Ein raffinierter Hund ist er schon, dieser Helmut Kohl.
Irgendwann wird er ja dennerscht verreckt sein, der Kohl, damit man mich endlich der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zeihen kann.
26.5.09
24.5.09
Geil, ey
Einem verbreiteten Gerücht zufolge hat es in den sechziger und siebziger Jahren in der gesamten westlichen Welt und also auch in Deutschland eine sexuelle Revolution gegeben. Dank Oswalt Kolle und anderer Aufklärer habe man ein freieres Verhältnis zur Sexualität gewonnen, die Zwänge und Verklemmungen früherer Zeiten seien aufgebrochen worden und ein neues, entspannteres Verhältnis zur Sexualität habe sich ausgebreitet.
Aber wie das bei Revolutionen nicht selten ist, so kam auch hier der Roll-Back und die Restauration. Diesmal war es nicht Metternich sondern die Frauenbewegung. Es wurde der Begriff der Frauenfeindlichkeit erfunden, der rasch von der Benachteiligung der Frauen in Arbeit und Gesellschaft in den Bereich der Sexualität rüberwucherte. Frauenfeindlich war auf diesem Gebiet ein Mann dann, wenn er in Wort und Tat sein konkretes Interesse an einem möglichen Geschlechtsverkehr bekundete. Schnell war er dann als geiler Sack oder geiler Bock gebrandmarkt.
Heute, immer noch, beobachte ich, daß in Kreisen, die sich durchaus als Erben der 68er-Errungenschaften verstehen, Wörter aus dem Sexualbereich als Schimpfwörter verwendet werden: Vom schon erwähnten geilen Sack/Bock über den Wichser und Ficker bis zum Bumser und Arschficker. Anzeichen für eine geglückte sexuelle Revolution sehe ich darin nicht.
In Kreisen, die mit den 68ern eher wenig zu tun haben, scheint mir heute das Verhältnis zur Sexualität entspannter als bei den Helden und Heldinnen der Revolution.
Aber wie das bei Revolutionen nicht selten ist, so kam auch hier der Roll-Back und die Restauration. Diesmal war es nicht Metternich sondern die Frauenbewegung. Es wurde der Begriff der Frauenfeindlichkeit erfunden, der rasch von der Benachteiligung der Frauen in Arbeit und Gesellschaft in den Bereich der Sexualität rüberwucherte. Frauenfeindlich war auf diesem Gebiet ein Mann dann, wenn er in Wort und Tat sein konkretes Interesse an einem möglichen Geschlechtsverkehr bekundete. Schnell war er dann als geiler Sack oder geiler Bock gebrandmarkt.
Heute, immer noch, beobachte ich, daß in Kreisen, die sich durchaus als Erben der 68er-Errungenschaften verstehen, Wörter aus dem Sexualbereich als Schimpfwörter verwendet werden: Vom schon erwähnten geilen Sack/Bock über den Wichser und Ficker bis zum Bumser und Arschficker. Anzeichen für eine geglückte sexuelle Revolution sehe ich darin nicht.
In Kreisen, die mit den 68ern eher wenig zu tun haben, scheint mir heute das Verhältnis zur Sexualität entspannter als bei den Helden und Heldinnen der Revolution.
23.5.09
Thunfisch
Der Franze hat gsagt, er mag Thunfisch furchtbar gerne. Das einzige, was ihn stört, sagt er, wär der Geschmack. Der aber sehr.
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