10.8.20

Verzähl mir nix

In der Ausgabe 29/2020 des "FREITAG" vom 16. Julei findet man den Artikel "Reite den Tiger" von Irmtraud Gutschke über das Buch "Das chinesische Jahrhundert" von Wolfram Elsner. Darin les ich: "Es [1] ist eine Macht, die alles verbindet und vom Menschen nur eines verlangt: Respekt, Balance, Harmonie..."
Man mag mich für einen Pedanten halten [2], aber Respekt, Balance und Harmonie sind drei Dinge, nicht eines.
Oder, um den üblichen Chinesen zu zitieren, den man immer zitiert:
Wenn die Worte nicht stimmen, stimmen die Begriffe nicht. Wenn die Begriffe nicht stimmen, wird die Vernunft verwirrt. Wenn die Vernunft verwirrt ist, gerät das Volk in Unruhe. Wenn das Volk unruhig wird, gerät die Gesellschaft in Unordnung. Wenn die Gesellschaft in Unordnung gerät, ist der Staat in Gefahr. (Konfuzius)
 


[1]   Wennts es wissen wollt, was dieses "es" ist, na lests selm nach.
[2]   Was Sprache betrifft bin ich ganz sicher 1 Pedant.

7.8.20

Pink Panzer

Vor etlichen Monaten, auf der Fahrt nach Nürnberg, aus dem Zugfenster geschaut:

Na so was, jetzt ham die Schwulen schon eine eigene Armee. Aber jammern, daß sie diskriminiert werden. Mimimimi.

6.8.20

Ein Depp macht ein Selfie

So vermeide ich Trunkenheit

In geselliger Runde sitzend gebe man das Glas Bier, Wein oder Schnaps an den rechten Nebenfrau weiter. Die rechte Nebenmann tut das Gleiche und gibt seinerseits das Glas an den rechten Nebenfrau weiter, usw. usf. Mein Glas trinke also bei jeder Runde nicht ich aus, sondern meine Nebenfrau. So vermeide ich zuverlässig, in den Zustand der Trunkenheit zu geraten.

 Dieser fachpsychologische Rat ist natürlich kostenlos, kotzenlos sowieso.

Der Exorzismus in den Zeiten der Elektronik

Wenn du als Katholik [1] gefirmt wirst, dann frägt dich der Bischof "Widerstehst du dem Satan und all seinen Werken?" ehe er dir eine Watschn gibt, die du als symbolisches Martyrium für GOtt verstehen mögest. Es gehört zum Guten Ton, auf die o. a. Frage mit "Ja" zu antworten.

Der Glaube an Gott ist anscheinend nicht mehr so stark wie früher, aber - will mir scheinen - er ist wieder auf dem Vormarsch.

Eine tröstliche Botschaft für die Atheisten unter uns: Der Teufel hinterläßt dann und wann immer noch seine Spuren. Heutzutag muß allerdings schon ein Leibhaftiger Papst kommen, den Teufel auszutreiben.




[1]   Als Nicht-Katholik wirst du eh nicht gefirmt.

27.7.20

Früher waren Fahrräder nicht so rabiat

Den "blizz", eines der Regensburger Anzeigenblätter, nehme ich normalerweise nicht zur Kenntnis ([1]). Gestern aber sprang mir beim müßigen Blättern eine Meldung ins Auge:
Von Fahrrad getreten und geschlagen
Öha!, sagte ich mir, was für eine Roheit. Ein Passant ist offensichtlich von einem Fahrrad überfallen und mißhandelt worden, was sicherlich empörend ist. Endlich aber eine Mann-beißt-Hund-Nachricht, endlich mal solide recherchierter Dschurnalismus, was erfreulich ist.
Es war aber dann doch ganz anders.


[1]   Eine ausführlichere Blattkritik scheint mir an dieser Stelle unangemessen.

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...