21.6.11

Das reziproke Plagiat

Ich weiß nicht, ob du die Situation kennst: Du hast einen Gedanken, der dir nicht übel gefällt. Auf daß er noch mehr glänze, möchtest du deinen Gedanken mit einem Klassikerzitat garnieren oder gar belegen. Du suchst und googelst dir die Finger wund, nur um letztlich bitter festzustellen, daß die ganze verdammte Klassikerbande viel zu faul war, deinen Gedanken schon mal zu denken, geschweige, ihn in adrette Zitatform zu gießen. Dir bleibt also nichts anderes übrig, als dir das passende Zitat selber zu erfinden und dann zu schauen, wem du es plausiblerweise zuschreiben könntest.

Ich praktiziere das Zitaterfinden oft und gerne, es ist mein Kontrastprogramm zu Guttenberg.

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