8.5.09

Schmäh, Weana

Aus dem Usenet

WH: Du weiß nicht, wie ich euch Österreicher manchmal beneide. "Hausbesorgergesetz", "Sperrgeld", "Landeshauptmann" - ach, das ist eine Sprache. In Piefkinesien sagt man "Ministerpräsident" für den "Landeshauptmann", ein "Hausbesorgergesetz" gibts wahrscheinlich überhaupt nicht und ein Sperrgeld auch nicht. Wenn ich dran denke, daß es meine Eltern nach der Vertreibung 1945 (als ehemalige k.u.k.-Untertanen) auch hätt nach Österreich verschlagen können, könnt ich mir vor Wut in den Arsch beißen. Wahrscheinlich gibts in Österreich sogar für "Arsch" ein poetischeres Wort.
Ich geh jetzt weinen.

A: Du meinst den 'Allerwertesten'?

WH: Nein. Das Wort ist zu lang für Poesie. Ich meinte sowas wie - wo der Deutsche sagt: "Ich habe sie durch meine galante Beredsamkeit verführt" sagt der Wiener "I ho's mi'm Schmäh packt". Sowas in der Art, wo dir das Herz übergeht, weil diese rotzfreche Unverfrorenheit so wunderschön verpackt ist.

goethes tod

der killer sprach zur killerin
er mache jetzt den schiller hin
drauf sprach die killerin zum killer
leg goethe um verschon den schiller

5.5.09

Hosenladen

Aus dem Usenet

A: Wobei ich zumindest so konsequent bin, auch dort nicht einzukaufen wo man mir "Jean's" und "CD's" andrehen will.
WH: Ach, besser eine gute Hose und schlechte Rechtschreibung als umgekehrt.
A: Das hätte man vielleicht bei einer lokalen Schneiderei; in der Welt des bicken Biseniß ist die Korrelation beider Qualitäten eher positiv.
WWH: Mag sein. In einem Schwandorfer Textilgeschäft habe ich zuzeiten mal ein Schild gesehen: "Mein Hosenladen ist geöffnet, schauen Sie ruhig mal rein."

2.5.09

Der Segen der Religion

Aus dem Usenet

A: Man kann sich ja einfach anschauen, wie die Geschichte in den nichtchristlichen Teilen der Welt verlaufen ist.
WH: Hmnja, dort waren aber auch die sonstigen Verhältnisse anders als hierzulande. Experimentelle Geschichte ist halt ein schwierig Geschäft.
A: Es scheint mir jedoch nicht ganz undenkbar, daß sich bei entsprechender Nachforschung herausstellen würde, daß das Christentum letztlich einen mäßigenden, temperierenden Einfluß auf den von ihm beeinflußten Teil der Menschheit gehabt haben mag.
WH: Man darf sich gar nicht vorstellen, wie brutal der Dreißigjährige Krieg abgelaufen wäre, wenn die Religion nicht mäßigend eingewirkt hätte.

1.5.09

Weisheit und Deibel

Auf seinem Totenbett wurde Machiavelli aufgefordert, den Teufel zu verfluchen und alle seine Werke. "Dies ist nicht der Zeitpunkt, sich Feinde zu machen", winkte er ab und verschied.
NICHT VERBÜRGTE ANEKDOTE

Welcher Käse auf die Pizza?

Aus dem Usenet

WH: Ja, schon, aber die klassische Pizza Margherita schreit nach zermanschtenTomaten und Mozzarella. Da drauf kannst du nun legen, was immer du magst.
O: Ja, natürlich. Ich mag auch keinen Parmesan auf Pizza. Ich bin Holländer und liebe Gouda, besonders auf Pizza.
WH: Daß einer Holländer ist, mag viel entschuldigen. Gouda auf Pizza entschuldigt es nicht. Wieso mußt du dir auch den wunderbaren Gouda durch die angehängte Pizza versauen?

28.4.09

Donald vs. Jehova

Aus dem Usenet:

WH: Stell dir vor, in 2000 Jahren finden Archäologen das eine oder andere Donald-Plakat. "Die damaligen Menschen müssen eine Ente als eine Art Gott verehrt haben.
A: Und, tun wir das etwas nicht?
WH: Nun, freundlicher als Jehova ist Donald allemal. Und weniger verkniffen - obwohl Donald ja sehr verkniffen ist.
B: Nun ja, so oft wie die drei Jungs schon verprügelt worden sind...
WH: Kein Vergleich mit der Sintflut.
C: Und man darf seinen Namen aussprechen ... "Dieser Fisch wäre gerade recht für Donald".
WH: Ich sag ja, der stinkreaktionäre Donald ist um Längen liberaler als der Herr Zebaoth aus dem Alten Testament.

Der "Rot-Blaue Stuhl" von Gerrit Rietveld

I ch muß gestehen, ich weiß nicht, wie gut man in der Kunstgeschichte bewandert sein muß, um Gerrit Rietveld und seinen Rot-Blauen Stuhl z...