3.5.21
Kein Führerschein für Ostfriesen
Systematischer Fehler beim Depperltest
Bei der MPU [1] müssen die Probanden einen ziemlich anstrengende Reaktionstest absolvieren. Sie bekommen verschiedene Farb‑/Lichtsignale, auf die Sie entsprechend reagieren müssen, dazu zwei Töne. Ertönt der dumpfe Brummton drücken Sie auf die Taste mit dem Buchstaben T für tief, hören Sie dagegen den schrillen Pfeifton, so drücken Sie auf H wie hoch.
Nun waren mir immer wieder Testauswertungen mit relativ schlechtem Gesamtergebnis aufgefallen, die gute bis sehr gute Ergebnisse bei den optischen Signalen zeigten, bei den beiden Tönen dagegen dramatisch abfielen, ganz auffallend viele Fehler und Verzögerungen zeigten. Meine erste Vermutung war Schwerhörigkeit, die sich aber nie bestätigte. Auf Nachfrage, woher das schlechte Ergebnis bei den Tönen und nur bei den Tönen kommen könnte, zeigten sich die Probanden selber ratlos.
Erst nach einiger Zeit kam ich auf die Lösung.
Das Wort "hoch", das sich auf den schrillen Pfeifton bezieht, ist ein dumpfes Wort mit einem tiefen "O" als Vokal. Das Wort "tief" dagegen, an das ich bei dem dumpfen Brummton denken soll, ist ein schrilles Wort mit einem hohen "I" als einzigem Vokal. Leicht denkbar, daß sich gerade musikalische Menschen mit einem Gefühl für Töne von diesen Worten, die so gar nicht zu den Dingen passen wollen, die sie beschreiben, irritieren lassen.
Ich machte die Probe aufs Exempel. Ich befestigte einen Zettel neben dem "T", auf den ich das Wort "Brumm" schrieb, zusätzlich versehen mit einer schönen, runden Sinuskurve. Neben die Taste mit dem "H" schrieb ich "schrill", zusätzlich noch mit einer zackigen, harten Linie.
Und tatsächlich änderte sich bei diesem zweiten Versuch das Testergebnis dramatisch. Die Werte für die Töne hatten sich jetzt den übrigen Werten angepaßt, das Gesamtergebnis war deutlich besser geworden.
Tags drauf war der Zettel wieder verschwunden.
Schimpfliches Gejammere
Unlängst habe ich auf Facebook - wo sonst? - gelesen:
Erschrocken bin ich zusammengezuckt. So schlimm ist es schon?
Zuerst hatte ich nämlich gelesen: "Jede Minute werden 438 Menschen geschimpft". Das kommt davon, weil mich
* immer
* jeder
* wegen allem
schimpft.
2.5.21
28.4.21
Wie ich erneut als Rassist und Haßprediger enttarnt worden bin
Weil ich so geschickt bin, kann ich mich normalerweise hinter meiner erprobten Maske aus frecher Freundlichkeit und tückischer Toleranz ganz gut verstecken. Aber manchmal kommen sie mir halt doch dahinter, zum Beispiel YouTube, und davor war es die Redaktion des Freitag. Vor einigen Jahren ham sie mich nämlich beim "Freitag" wegen Rassismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit endgültig rausgeworfen, nachdem ich zuvor bereits einige zeitlich begrenzte Sperren kassiert hatte. Seither muß ich mich als Ewig Verfluchter in einem Schmuddelforum wie "Fisch und Fleisch" herumtreiben. Gut, andererseits erspart mir das vermutlich tausende von Jahren im Fegefeuer.
Was war passiert?
Anfang September '20 hatte ich in meinen YouTube-Channel "Der Impfluenzer" den Video-Clip "Das beleidigende Wort 'Farbiger'" eingestellt.
Dieser Clip wurde kurz darauf von YouTube vom Netz genommen, weil er gegen die Community-Richtlinien verstoße.
Der einzig denkbare Grund für diese Maßnahme ist mein Untertitel: "Im Vergleich zu 'Farbiger' hört sich 'Nigger' richtig nett an." Aber auch diese Begründung wäre sehr merkwürdig, deuten doch die Anführungszeichen darauf hin, daß es in diesem Video gar nicht um den "Nigger" als böses Schimpfwort geht, sondern um das Wort "Nigger". Vermutlich hat - wie das bei YouTube, Facebook etc. pp. häufig vorkommt - ein automatisches Bäh-Wort-Erkennungsprogramm zugeschlagen.
Die Argumentation im Video selber geht nämlich in etwa so:
"Farbiger" ist alles andere als PC-konform. Mit der Vokabel "Farbiger" bezeichnet man gemeinhin ja nicht nur einen "Neger", wie dunkel oder hell seine Haut immer sein mag, sondern jeden, der kein Europäer vom "kaukasischen Typ" [1] ist, also Menschen aller möglichen Hautfarben. Damit teilt man die Menschheit in zwei Gruppen ein: Die Weißen [2] einerseits und andererseits die anderen, all die anderen. Wir sind die Referenz-Menschen, an denen alle anderen gemessen werden. Rassistischer geht es nicht mehr.
Ich habe mich bei YouTube beschwert und aus obigen Gründen um eine Rücknahme der Löschung gebeten. Man antwortete mir: "Vielen Dank für das Einreichen deiner Videobeschwerde bei YouTube. Nach einer weiteren Prüfung haben wir festgestellt, dass dein Video gegen unsere Community-Richtlinien verstößt. Dein Kanal hat deshalb eine Verwarnung erhalten."
Whoops, das war's. Eher nämlich geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als daß du bei einem Kommunikations-Giganten Gehör findest.
24.4.21
Impf 63 Ungefähre Wahrheit
Wie dumm kann ein Mensch sein?
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