Montag, 27. November 2023
Zeitungsarchiv
Dienstag, 21. November 2023
Mein Lieblingsdiktator
Ist das nicht ein wunderbares Kompliment für die Macht des geschriebenen und gesprochenen Wortes? Ein gottverdammter Gewalttäter und legitimer Massenmörder fürchtet sich vor einem Leitartikel wie vor einer Kalaschnikow...
Montag, 20. November 2023
Migrationsgeschichte
Ins "Deutschland" südlich des Limes sind die Juden noch vor den Germanen eingewandert. Die Römer hatten damals ja nicht Germanen besiegt und kolonisiert, sondern Kelten. Im Gefolge der Römer waren Juden gekommen, die Germanen tröpfelten erst paar Jahrhunderte später hier ein. Noch vor dem ersten protogermanischen Wort wurde hier im Süden Latein und Hebräisch gesprochen.
Im Gebiet des heutigen Brandenburg hat der slawische Volksstamm der Pruzzen das Kunststück fertiggebracht, nach Deutschland einzuwandern, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Das Protorussisch, das diese Pruzzen genuschelt haben, wurde immer merkwürdiger, bis sich schließlich rausstellte, daß die Pruzzen das Berlinern erfunden hatten. Ob das ein Fortschritt war, darüber kann man füglich streiten.
Geschlechterschmäh
Karl Kraus hat mal geschrieben: "Ein Weib ist unter Umständen ein ganz brauchbares Surrogat für die Selbstbefriedigung. Freilich gehört ein Übermaß an Phantasie dazu."
Ich versteck mich dann mal, vorsichtshalber.
Nuschelfunk
Eines morgens, kurz vor neun, im Deutschlandfunk, Presseschau: "Die Rheinzeitung aus Ostberlin meint,..."
Nanu, wieso nennt sich eine in Berlin erscheinende Zeitung "Rheinzeitung"? Und, äh... wieso Ostberlin? "Ostberlin" ist ja fast so schlimm wie "Neger".
Ich hab den Eindruck, die Rundfunksprecher nuscheln immer mehr, und sie tun dies umso ausgeprägter, je weiter ich vom Radio entfernt stehe.
Reinheit und Ehre
Sie: "Ist es den Herren wichtig, dass es reine Tees sind?"
Ich: Um Gottes Willen, nein. Beim Wort "rein" zieht es mir alles Mögliche zusammen. "Rein" ist ein fast so entsetzliches Wort wie "Ehre".
Sie: "Ich persönlich habe weniger 'Pflanzensud' liebe aber dann doch so was wie die Nr. 13 von der Snakeoil Company: Sencha, Osmathusblüten, naturbelassene Zitronenstücke, Lavendel und Lemongras"
Ich: Was die Leute nicht alles in ihren "Tee" geben, nur damit ihr "Tee" nicht so widerlich nach Tee schmeckt. Es gibt Leute, so habe ich mir sagen lassen, die trinken Whisky mit Sodawasser oder gar Eis. Nix gegen Whisky und schon gar nix gegen Sodawasser oder Eis. Ich aber - merket auf! - möchte mir nicht mein Wasser mit Whisky verdünnen lassen. Und umgekehrt, natürlich.
Mittwoch, 15. November 2023
Großwildjäger und Philosph
Mittwoch, 8. November 2023
Der Raub einer Kappe
Am 4. November hat uns ein aufmerksamer "Fisch und Fleisch"-User auf einen Vorfall aufmerksam gemacht, der sich am Vortag in Wien-Liesing ereignet haben soll.
(04.11.2023, 16:13)
"...aus einem Artikel des Kurier:
Zwei 15-Jährige sollen am Freitag um 17.15 Uhr in der Anton-Baumgartner-Straße in Wien-Liesing einen 13-Jährigen mit einem Messer bedroht und dessen Kappe geraubt haben.
Der 13-Jährige blieb laut Polizei bei dem Raubüberfall durch die beiden jungen Syrer unverletzt."
Kurz gesagt: Zwei 15jährige Jungs haben einem 13-Jährigen die Kappe weggenommen. Sonst ist nichts passiert, verletzt wurde niemand. Noch kürzer gesagt: Es nichts passiert! Nichts, was für eine bundesweit erscheinende Zeitung berichtenswert wäre. Aus diesem duftige Nichts macht die Userin einen kleinen Blogbeitrag, sie wirft - wie in diesem Forum üblich - die Flüchtlingsfrage auf und macht sich Gedanken, die Genfer Flüchtlingskonvention zu ändern. Nach ziemlich genau vier Tagen (08.11.2023 16:38 h) hat es der Blogbeitrag auf 220 Kommentare gebracht.
Vor vielen Jahren hat der "Rottaler Anzeiger" für den Landkreis Eggenfelden in Niederbayern berichtet, auf dem Marktplatz von Gangkofen sei ein Auto geparkt gewesen, aus dem tickende Geräusche gekommen seien. Man habe die Polizei alarmiert, die ein Team von Sprengstoffexperten aus München angefordert habe. Es habe sich herausgestellt, daß das Auto einige Tage dort mit eingeschalteten Scheinwerfern geparkt habe, die Batterie sei nach dieser Zeit fast leer gewesen, es habe nur noch dazu gereicht, daß das Blinkerrelais blinkerlos tick-tick-tick gemacht habe. Es war also nichts passiert, außer dem Anrücken des Sprengstoffteams.
Gut, damals hatte die Redaktion immerhin die Ausrede gehabt, daß in Gangkofen (anders als in Wien) normalerweise wirklich nicht viel los ist.
Dieses noch: Im Kommentar-Bereich schrieb ein gewisser @nachgedacht: "Nette Gäste haben wir hier. Wenn es in deren Kulturkreis üblich ist, mit 15 Jahren ein Messer bei sich zu haben, dann muss man denselben klar machen das es hier etwas anders ist."
Von wegen anders. Ich hatte mit 15 immer ein Messer bei mir und wenn ich es recht bedenke, so ist das heute noch so, auch wenn ich das Messer selten benütze. Die längste Zeit des Jahres brauche ich keine Mütze und wenn doch mal ein strengerer Wind geht zücke ich meine Gesundheitskarte der Technikerkrankenkasse und gebe mich als Geheimagent aus. In der Regel gibt mir der Zehnjährige zwar verschüchtert, aber letztlich doch freiwillig seine Kappe.
P. S.: In meinem Kulturkreis (Niederbayern) gilt es für durchaus selbstverständlich, ein Messer bei sich zu tragen.
Donnerstag, 2. November 2023
Werbung vs. Abonnement
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Mittwoch, 1. November 2023
Anderkatt
Der junge Mao Tse Tung hat ebenfalls diesen sexy Haarschnitt getragen, was vielleicht die Totalitarismusthese bestätigt: Kommunisten und Faschisten kommen aus derselben Familie.
Wer sich über die weißen Sterne auf blauem Grund hinter Mao
Tse Tung wundert: Als junger Mann hat der in der Chinatown von San Francisco geborene
und aufgewachsene Mao mehrere Jahre in einem Trainingslager des amerikanischen
Geheimdienstes FPD in einem Wald in Montana verbracht, wo er in
Marxismus-Leninismus und Guerillakrieg [1]
ausgebildet wurde. Anschließend wurde er über China mit dem Fallschirm
abgeworfen.
[1] Der Guerillakrieg, die Strategie des Kleinen Mannes gegen die Große Frau, wurde - entgegen anderslautenden Gerüchten - nicht von Mao Tse Tung erfunden. Sondern? Sondern von den amerikanischen Siedlern im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten. Die Amerikaner verweigerten sich weitgehend der offenen Feldschlacht, sie lockten den nicht landeskundigen Feind in die undurchdringlichen Wälder und Weiten des Kontinents und griffen ihn dann aus dem Hinterhalt an.